Leere Stühle: Protest der Gastwirte gegen Corona-Schließungen – Top News

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Baumärkte sind wieder offen, ab Montag auch kleine Läden.

Doch Gastwirte warten noch auf ein Öffnungsdatum.

Ihre finanzielle Not wächst.

Deshalb stellten sie heute deutschlandweit leere Stühle auf öffentliche Plätze.

Auch in Rosenheim und München.

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Ab Montag dürfen auch kleinere Geschäfte bis 800 Quadratmeter aufmachen.

Noch eine Woche später kommen die Friseure dran.

Restaurants, Bars und Biergärten müssen aber noch warten.

Wann sie wieder Gäste empfangen dürfen, ist weiter unklar.

Mit einem stillen Protest machten Gastronomen heute deutschlandweit auf ihre Lage aufmerksam.

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Das Gastronomen-Netzwerk Leaders Club Deutschland begrüßt zwar die neuen Beschlüsse der Bundesregierung: ein vorübergehender reduzierter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Speisen sowie eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds.

Hunderte leere Stühle in München

To-Go- und Bringdienste können Pleite nicht aufhalten

Gastwirte wollen einen klaren Fahrplan

Protestaktion ursprünglich aus Sachsen

Kurzarbeit bei den meisten Gastwirtschaften in Bayern

Fast zwei Drittel der Gastronomien bevorzugen spätere Öffnung

Mehrheit wartet auf Hilfe vom Staat

Vor der Feldherrnhalle in München haben am Vormittag mehrere Münchner Gastwirte protestiert.

Auf dem Odeonsplatz bauten die Wirte 400 Stühle aus Biergärten und Wirtschaften auf, die Lehnen beklebten sie mit den Logos ihrer Restaurants.

Baumärkte sind wieder offen, ab Montag auch kleine Läden.

Doch Gastwirte warten noch auf ein Öffnungsdatum.

Ihre finanzielle Not wächst.

Deshalb stellten sie heute deutschlandweit leere Stühle auf öffentliche Plätze.

Auch in Rosenheim und München.

Außerdem sei es den Restaurantbetreibern nur selten möglich, das Gehalt der Mitarbeiter in Kurzarbeit aufzustocken, berichten Demo-Teilnehmer.

Teilnehmer der Demo berichten dem BR jedoch, dass die Maßnahmen nicht ausreichen.

Gastronomin Leonie von Carnap spricht von einem Tropfen auf den heißen Stein.

Sie erklärt, ein Gastronom lebe nicht vom Essen, sondern vom Getränkeverkauf.

Für Getränke werden aber weiterhin 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig.

Somit habe ein Bar- oder Clubbesitzer nichts von dem reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Hotels, To-Go-Geschäfte und Foodstände zahlten bisher sowieso schon sieben Prozent Mehrwertsteuer, erklärt von Carnap.

Die Gastronomen fordern von der Politik einen klaren Fahrplan, wann ihre Betriebe wieder öffnen dürfen.

Die Aktion “Leere Stühle” fand in 77 deutschen Städten statt.

Das Gastronomen-Netzwerk Leaders Club Deutschland griff damit heute eine Initiative aus Sachsen auf.

Vergangenen Freitag hatten Gastronomen vor der Frauenkirche in Dresden hunderte leere Stühle aufgestellt.

Dazu eine festlich gedeckte Tafel – natürlich ohne Gäste.

Leere Stühle: Protest der Gastwirte gegen Corona-Schließungen

Zwar können sich fast drei Viertel (72,2 Prozent) der Befragten ihren Betrieb mit verschärften Schutzmaßnahmen vorstellen, dennoch üben sich die meisten in Geduld, was den Öffnungstermin angeht.

Auf die Frage, ob sie einen früheren Termin mit dem Risiko einer erneuten Schließung oder einen späteren Termin mit höherer Sicherheit bevorzugen würden, sprachen sich fast zwei Drittel (63,5 Prozent) für den späteren Zeitpunkt aus.

Die meisten Betriebe im bayerischen Gastgewerbe haben Kurzarbeit beantragt.

Einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga unter seinen Mitgliedern zufolge liegt der Anteil der betroffenen Betriebe bei 80 Prozent.

Gut 60 Prozent der mehr als 3.

000 Teilnehmer gaben an, ihren Betrieb wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen zu haben.

Allerdings sagen 87 Prozent, dass die Hilfen von Bund und Land nicht ausreichen werden.

79 Prozent fordern daher einen Rettungsfonds für das Gastgewerbe.

Für eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent, wie sie der Koalitionsausschuss jüngst beschlossen hat, sprachen sich 93 Prozent aus.

Ein Großteil der Betriebe hat zudem finanzielle Hilfen vom Staat erhalten oder beantragt.

Soforthilfe des Bundes haben 19 Prozent bereits erhalten, weitere 52 Prozent beantragt.

Hilfen vom Freistaat haben den Angaben zufolge 50 Prozent bereits erhalten und 31 Prozent beantragt.

Anträge geplant haben weitere 7 beziehungsweise 4 Prozent.

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