Luftfahrtindustrie warnt vor Pleitewelle – Top News

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Denn es geht nicht nur um ein paar Tage und eine genau abgegrenzte Region, sondern um Wochen und Monate, in denen in großen Teilen der Welt kaum noch Maschinen fliegen.

Deshalb wird auch die Nachfrage nach neuen Flugzeugen wohl für lange Zeit mau bleiben.

Dirk Hoke, Airbus-Vorstand und Präsident des Bundesverbandes der Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) sagte dem Bayerischen Rundfunk, im Prinzip erlebe man derzeit gleich mehrere Krisen, die sich gegenseitig aufschaukelten.

Die Corona-Krise hat nicht nur die Fluggesellschaften besonders hart getroffen, sondern auch die Flugzeug-Hersteller und deren Lieferanten.

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In der mittelständisch geprägten Branche drohe eine Pleitewelle, warnt der Bundesverband BDLI.

Eigentlich kennt man sich in der Luftfahrt-Industrie mit Krisen aus.

Nach den Terroranschlägen des 11.

September 2001 wurde der Himmel über den USA für Tage gesperrt, ein paar Jahre später sorgte Asche aus einem isländischen Vulkan für ein europaweites Grounding.

Das alles hat die Branche mehr oder weniger schnell bewältigt.

Doch diesmal ist die Lage sehr viel dramatischer.

!

Was man brauche sei eine Stärkung der Airlines, um sicherzustellen, dass diese Industrie auch nach der Krise wettbewerbsfähig bleibe.

Luftfahrt steht fast weltweit still

Luftfahrt-Mittelständler hoch spezialisiert

Bekenntnis der Politik gefordert

Die Corona-Krise hat nicht nur die Fluggesellschaften besonders hart getroffen, sondern auch die Flugzeug-Hersteller und deren Lieferanten.

In der mittelständisch geprägten Branche drohe eine Pleitewelle, warnt der Bundesverband BDLI.

Das Problem: Binnen weniger Tage hätten viele Banken den lange Zeit umworbenen Mittelständlern den Rücken gekehrt.

Zwar gebe es über die staatliche Bank KfW die Möglichkeit, Kredite bis 800.

000 Euro vollständig abzusichern, doch bei Summen, die darüber hinaus gehen, sind nur 80 Prozent abgesichert.

Selbst viele Hausbanken scheuten sich aber, den verbleibenden Anteil als Kredit-Risiko einzugehen.

Und dann gebe es überhaupt keine Kredite.

Die Bundesregierung müsse deshalb schnell agieren, fordert BDLI-Präsident Hoke.

Es gehe darum, über ein politisches Bekenntnis Vertrauen aufzubauen.

Im Ausland gebe es Beispiele für ein solches Vorgehen:

Dabei geht es Hoke nach um eine für den Technologie-Standort Deutschland wichtige Industrie.

Laut BDLI beschäftigt die Branche hierzulande rund 110.

000 Mitarbeiter.

Zumeist sind es Facharbeiter und Ingenieure.

Neben Großkonzernen wie Airbus sind sie meist für mittelständische Firmen tätig, die hoch spezialisiert einzelne Bauteile entwickeln und produzieren, wie Verbandspräsident Dirk Hoke erklärt.

Deswegen sei es auch eine Frage der Industriepolitik, die Branche nicht fallen zu lassen.

Denn rutsche eine solche Firma wegen der Krise erst einmal – eigentlich unverschuldet – in die Pleite, dann bestehe die Gefahr, dass ein wichtiges Glied in der Produktionskette unwiederbringlich verloren gehe.

Die Zeit dränge.

Bei zahlreichen Mittelständlern herrsche derzeit pure Existenzangst.

Kämen die Firmen in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht an frisches Geld, dann drohe eine Pleitewelle quer durch die gesamte Luft- und Raumfahrtindustrie.

Luftfahrtindustrie warnt vor Pleitewelle

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