Manhattan statt Afrika: “Ärzte ohne Grenzen” helfen in New York – Top News

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Normalerweise ist die junge Frau für “Ärzte ohne Grenzen” in Afrika unterwegs.

Ihren letzten Einsatz hatte sie im Südsudan.

Und jetzt also Manhattan, wo sonst Reichtum und Überfluss zur Schau getragen werden.

Vielleicht fällt deshalb auch hier das Elend der vielen Obdachlosen um so stärker auf.

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Die Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” ist normalerweise in Krisengebieten wie dem Südsudan im Einsatz.

Durch die Corona-Pandemie hat sich das geändert: Nun kümmern sich die Helfer in den USA um Obdachlose, die das Virus in Bedrängnis bringt.

In Midtown Manhattan, wo sonst Geschäftsleute in Anzug und Kostüm durch die Hochhausschluchten hetzen, steht Renee Corbett vor einem roten Sattelschlepper voller mobiler Duschen für Obdachlose – und wirkt selbst ein bisschen überrascht darüber, dass ausgerecht hier jetzt das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA ist: “Ich bin hier mitten in Manhattan, dem Epizentrum des Covid-Ausbruchs in den Vereinigten Staaten.

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In den roten Trucks können die Obdachlosen duschen und ihre Kleidung waschen, erzählt die Ärztin.

Außerdem bekämen sie frische Unterwäsche und Socken.

Elend inmitten des Reichtums

Eine Dusche im Truck

Immer mehr New Yorker landen auf der Straße

Vertreibung aus der U-Bahn

Nach der Dusche zurück auf die Parkbank

Früher konnten diese Menschen vielleicht noch in Fitnesscentern oder anderen Einrichtungen duschen, sagt Renee Corbett.

Doch die haben jetzt zu.

“Ärzte ohne Grenzen” versucht, diese Lücke zu schließen – mit Gesundheitsversorgung, bevor die Menschen krank werden.

Die Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” ist normalerweise in Krisengebieten wie dem Südsudan im Einsatz.

Durch die Corona-Pandemie hat sich das geändert: Nun kümmern sich die Helfer in den USA um Obdachlose, die das Virus in Bedrängnis bringt.

Schon jetzt ist die Zahl der Obdachlosen in der Stadt dramatisch gestiegen.

Und das könnte erst der Anfang sein.

Denn mehr als eine Million New Yorker haben ihren Job verloren – das ist ungefähr jeder Achte bei einer Einwohnerzahl von rund 8,4 Millionen in New York City.

Viele können ihre Miete nicht mehr zahlen und drohen, ebenfalls auf der Straße zu landen.

Bisher konnten viele von ihnen noch in U-Bahn-Zügen und Bahnhöfen übernachten.

Doch seit einigen Wochen werden die Obdachlosen hier nachts vertrieben, um die Waggons und Haltestellen gründlich zu reinigen.

Manhattan statt Afrika: “Ärzte ohne Grenzen” helfen in New York

So wie Ted Day, der frisch geduscht aus dem Truck von “Ärzte ohne Grenzen” steigt.

“Das war gut und das Wasser richtig warm”, sagt er.

“Diese Leute sind so nett.

Es ist ein bisschen wie Nach-Hause-Kommen.

Eine Frau will nicht mit einem der bereitstehenden Busse in eine Notunterkunft gebracht werden.

“Ich will da nicht hin.

Die sind doch jetzt voll.

Da schlafe ich lieber in einem Park”, sagt die obdachlose New Yorkerin.

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