Mit Mundschutz und Mindestabstand: Biergärten ab heute geöffnet – Top News

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Die Gastwirte haben viel für die Wiedereröffnung vorbereitet: Jeder Betrieb musste ein individuelles Hygienekonzept erarbeiten, angepasst an die jeweilige Örtlichkeit.

In den meisten Biergärten wurde eine Art Einweg-System erarbeitet.

Am Eingang gibt es einen Empfang, bei dem meist auch der Kontaktzettel ausgefüllt wird, auf dem der Gast seinen Namen und eine Telefonnummer angeben muss.

Ab heute haben in Bayern wieder die Biergärten geöffnet.

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Trotz der strengen Auflagen ist bei vielen die Freude darüber groß.

Einige Gastwirte haben jedoch Bedenken – vor allem was den nahenden Vatertag angeht.

Nach acht Wochen Pause haben seit diesem Montag in Bayern wieder die Biergärten geöffnet.

Bis 20 Uhr dürfen Gäste in den Außenflächen sitzen – mit Mindestabstand, beziehungsweise ohne Abstand für bis zu zwei Familien oder zwei Hausstände.

Außerdem müssen die Gäste immer eine Mund-Nasen-Maske aufsetzen, wenn sie nicht am Platz sitzen – also beim Betreten und Verlassen des Biergartens, beim Gang zur Selbstbedienungstheke und zur Toilette.

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Die Abfrage der Gästedaten ist eine der Bedingungen für die Wiedereröffnung der Biergärten.

Till Weiß, Pächter des “Augustiner am Wörthsee”, versteht in diesem Punkt keinen Spaß: “Man muss auch ganz klar sagen: Wer jetzt Micky Mouse draufschreibt, und sechsmal die 6 angibt, der kriegt auch bei mir Hausverbot.

Und da mache ich auch keine Spielchen, weil die spielen mit unserer Existenz.

Individuelles Hygienekonzept für jeden Betrieb

Jeder Gast muss Kontaktdaten angeben

Platz-Zuweisung an jedem Eingang

Security-Personal am Vatertag

Wegwerf-Speisekarten und QR-Codes

Personal mit Schutzmaske und einzeln verpacktes Besteck

Diese Daten nimmt der Gastwirt an sich, vermerkt noch zusätzlich, von wann bis wann der Gast im Biergarten war, bewahrt sie eine befristete Zeit lang auf und muss sie dann vernichten.

Niemand außer dem Gastwirt bekommt diese Daten zu sehen.

Die Ausnahme: Wenn ein Covid-19-Infektionsfall bekannt wird im Biergarten, dann kann das Gesundheitsamt mithilfe dieser Daten herausfinden, wer sich angesteckt haben könnte.

Über nur zwei Eingänge wäre Otmar Walch vom Gasthof zur Post in Herrsching froh.

Sein Gasthof hat vier große Eingänge zum Biergarten, dazu etliche ins Haus, und obendrein geht mitten durch den Biergarten der Wanderweg nach Andechs.

Normalerweise gibt es hier Platz für 350 Menschen.

Jetzt, mit Mindestabstand, sind es nur noch 120.

Gastwirt Otmar Walch hat mit seiner Frau Elisabeth tagelang ausgetüftelt, wie sie die Vorgaben der Regierung erfüllen können.

Ab heute haben in Bayern wieder die Biergärten geöffnet.

Trotz der strengen Auflagen ist bei vielen die Freude darüber groß.

Einige Gastwirte haben jedoch Bedenken – vor allem was den nahenden Vatertag angeht.

Eine weitere Corona-Maßnahme ist, dass der Gastwirt den Gästen einen Tisch zuweist.

So soll unnötiges Herumlaufen im Biergarten verhindert werden.

Deshalb bringt die Kellnerin oder der Kellner die Gäste vom Empfang direkt zum jeweiligen Tisch.

“Wir können die Leute sich nicht hinsetzen lassen”, sagt Kellnerin Susi Droht vom “Kleinen Ameisenstüberl” in Fürstenfeldbruck.

Einer der Bedienungen müsse die Gäste an die Plätze weisen.

Dafür bräuchte es zusätzliches Personal an den Eingängen.

Otmar Walch überlegt deswegen, am Vatertag Security aufzustellen und Betrunkenen den Zutritt zu verweigern.

“Wir dürfen heute aufmachen und haben am Donnerstag den Vatertag.

Da sind jetzt schon mal meine Zweifel: Wie verhalten sich die Gäste?”, fragt Walch.

Für ihn und seine Mitarbeiter sei es mit ein bisschen Übung kein Problem, die Auflagen und Verordnungen der Regierung zu erfüllen.

Sorge bereitet ihm dagegen Christi Himmelfahrt, “wenn am Vatertag dann das betrunkene Jungvolk, diese Möchtegern-Väter herumziehen, da freue ich mich dann schon, wie das dann abläuft.

Wenn die Gäste durch den Biergarten gehen, zur Selbstbedienungstheke oder zur Toilette, müssen sie eine Mund-Nasen-Maske tragen.

Es ist die Pflicht der Gastgeber, ihre Gäste schriftlich an den Eingängen auf dieses Hygienekonzept hinzuweisen und sie auch während des Biergartenbesuchs daran zu erinnern.

Das behagt nicht jedem Gastwirt, der seine Gäste lieber verwöhnen und bei guter Laune halten möchte.

Zudem gibt es empfindliche Bußgelder für die Gastronomen, wenn sie nicht auf die Einhaltung der Regeln achten oder kein Hygienekonzept umsetzen.

Mit Mundschutz und Mindestabstand: Biergärten ab heute geöffnet

Im Gasthof zur Post in Herrsching setzt man deshalb auf digitale Techniken: Die Speisekarte aus Holz ist erst mal eingemottet.

Stattdessen können sich die Gäste die Speisekarte mit einem QR-Code aufs Handy laden.

Für Gäste ohne Smartphone gibt es laminierte Karten, die desinfiziert werden können, beziehungsweise Wegwerf-Karten.

Außer Kontaktzettel und Platz-Zuweisung ist auch neu, dass auf den Tischen nichts mehr stehen bleiben darf – keine Servietten, keine Kerzen, keine Salz- oder Pfefferstreuer zum Beispiel.

Gewürze werden auf Wunsch an den Tisch gebracht.

Auch die Speisekarte darf nicht von Hand zu Hand wandern – deshalb setzen viele Wirte auf Einmal-Karten, die sie danach wegwerfen.

Es klingt zwar kompliziert, der Geschäftsführer des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Thomas Geppert, ist aber zuversichtlich: “Es geht darum, dass das Virus nicht übertragen werden kann.

Das heißt, die oberste Prämisse ist das Abstandsgebot.

Das Personal muss immer dann Masken aufsetzen, wenn es mit Gästen zu tun hat.

Mindestabstand geht vor Höflichkeit beim Bedienen.

Das heißt im Klartext: Um den Mindestabstand zumindest meistens zu wahren, bringt die Kellnerin oder der Kellner die Essen und Getränke an ein Ende des Tisches und stellt sie dort ab, die Gäste nehmen es sich von da selbst.

Besteck darf nur einzeln und verpackt, etwa in Servietten, ausgegeben werden, mahnt Thomas Geppert von der Dehoga, dem bayerischen Gaststättenverband: “Man sollte nicht mehr in den Besteckkasten greifen.

Es muss so verpackt und so hingereicht sein, dass kein anderer davor reingelangt hat.

Auch wenn ich vorher desinfiziere und dann rausnehme, das geht alles nicht – es muss einzeln gegeben werden.

Oder man macht es als Bedienbuffet, dass man bei der Ausgabe jedem das Besteck in die Hand gibt und so die Sicherheit generiert.

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