Münchner Taxler überfordert mit hoher Nachfrage – Top Meldungen

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Ärzte, Schwestern und Pfleger können in München ab sofort auf dem Weg zur Arbeit und zurück kostenlos Taxi fahren – theoretisch. Nach dem ersten Tag zeigt sich: Die Taxiunternehmen sind mit der hohen Nachfrage überfordert.

Am Mittwoch teilte der Taxiverband München mit: Medizinisches Personal, also Ärzte, Schwestern und Pfleger dürfen in München ab sofort auf dem Weg zur Arbeit oder zurück kostenlos mit dem Taxi fahren. Mit dem Nulltarif solle medizinisches Personal in der Corona-Krise unterstützt werden, so ein Sprecher. Nach einem Tag ist aber klar: Das neue Angebot hat die Münchner Taxiunternehmen überfordert.

Die Nachfrage sei bereits am ersten Tag so groß gewesen, dass nur ein Teil der Fahrtenwünsche erfüllt werden konnte, bestätigte das Taxiunternehmen Isarfunk dem BR auf Anfrage.

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In der schriftlichen Stellungnahme von Isarfunk wird auch dem Eindruck entgegengewirkt, dass sich alle Münchner Taxis an der Aktion beteiligten. Man könne keinen Taxifahrer zwingen, sich an der Aktion zu beteiligen. Man hoffe aber, dass sich viele beteiligen werden, sagte Christian Hess, Geschäftsführer der Firma Isarfunk dem BR.

Hess gibt zu, dass das in der Kommunikation nach außen schlecht gelungen sei, hier müsse man nacharbeiten, so Hess weiter. Derzeit hätten rund 100 Fahrer zugesichert, medizinisches Personal von und zu Kliniken innerhalb Münchens kostenlos zu fahren. Das entspräche in etwa allen Taxen, die für Isarfunk derzeit auf Münchens Straßen unterwegs seien, so Hess weiter.

Viele Taxler hätten laut des Geschäftsführers aufgrund der schlechten Fahrgastsituation ihren Betrieb eingestellt, auch für das Taxigewerbe sei die momentane Situation existenzbedrohend. Normalerweise koordiniere alleine das Unternehmen Isarfunk rund 400 Taxis innerhalb Münchens, so Hess. Weil sich nicht alle Fahrer an der Aktion beteiligen, müssten die Freifahrten für medizinsches Personal telefonisch bei der Taxizentrale bestellt werden.

Nur ein Teil der Fahrtenwünsche erfüllt

Probleme mit der Kommunikation

Corona auch für Taxigewerbe existenzbedrohend

Münchner Taxler überfordert mit hoher Nachfrage

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