Nach fast sieben Wochen: In Bayern endet das Gottesdienstverbot – Top News

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Das Recht auf freie Religionsausübung ist im Grundgesetz verankert, so war es auch dem bayerischen Staat ein Anliegen, nach der Öffnung von Baumärkten und Buchläden auch den Besuch von Gottesdiensten zu ermöglichen – unter Einhaltung eines Hygiene-Kataloges.

In Bayern sind wieder für alle Glaubensrichtungen öffentliche Gottesdienste erlaubt.

Allerdings in beschränktem Umfang, und unter Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen.

Für die Kirchen ist das eine große Herausforderung.

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Manche Rituale bleiben tabu.

Den Anfang machte bereits heute Nacht die Stadtpfarrkirche St.

Laurentius im oberpfälzischen Eschenbach.

Hier wurde um 00.

05 Uhr die erste öffentliche katholische Messe gefeiert, seitdem das bayerische Kabinett Gottesdienste wegen der Corona-Pandemie verboten hatte.

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Auf diese Mindest-Vorgaben haben sich Vertreter der Religionsgemeinschaften mit der bayerischen Staatsregierung verständigt, so wurden sie vom Kabinett Ende April verabschiedet.

Gottesdienst-Besucher müssen während der ganzen Messe eine Mund-Nasen-Maske tragen.

Zwischen den Gläubigen muss ein Mindestabstand von zwei Metern sein, und der Gottesdienst darf nicht länger als 60 Minuten dauern.

Masken, Maximaldauer und Mindestabstand

Desinfektionsmittel, Handschuhe und Platzkarten

Würzburg: Verzicht auf Eucharistie-Feiern

Kein Weihwasser, kein Friedensgruß, kein lauter Gesang

Neue Herausforderungen auch für Juden und Muslime

“Schritt für Schritt wieder beginnen”

Diese staatlichen Richtlinien sind relativ gut umzusetzen: So haben vergangene Woche viele Mesnerinnen und Mesner mit dem Zollstock Kirchenräume vermessen, Desinfektionsmittel am Eingang angebracht, die Zahl der erlaubten Gottesdienst-Besucher berechnet und zum Beispiel Platzkarten für die ersten Messen verteilt.

In Bayern sind wieder für alle Glaubensrichtungen öffentliche Gottesdienste erlaubt.

Allerdings in beschränktem Umfang, und unter Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen.

Für die Kirchen ist das eine große Herausforderung.

Manche Rituale bleiben tabu.

Für den Würzburger Bischof Franz Jung ist das eine fast unmögliche Auflage.

Schwieriger wird es, wenn es, wie in den katholischen Messen, ganz konkret um die Eucharistie geht.

In den Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz heißt es, dass die Hostie “nur im angemessenen Abstand und mit einer Zange gereicht werden soll, der Pfarrer soll Handschuhe tragen.

Nach fast sieben Wochen: In Bayern endet das Gottesdienstverbot

Vorerst verzichtet das Bistum Würzburg also auf Eucharistiefeiern.

Diese Entscheidung hat viele Diskussionen in Unterfranken ausgelöst, entspricht aber der Empfehlung des bayerischen Gesundheitsministeriums: Die fehlende Abstandseinhaltung bei der Kommunionspendung könne zu neuen Infektionen mit dem Coronavirus führen.

Die Regionalbischöfin Dorothea Greiner aus Bayreuth hat im Vorfeld an den Empfehlungen mitgearbeitet.

Noch etwas fehlt ab heute in den Gottesdiensten: Es gibt kein Weihwasser, keinen Friedensgruß und keinen lautstarken Gesang – denn gemeinsames Singen ist ein Infektionsrisiko.

Auch Juden und Muslime in Bayern stehen vor neuen Herausforderungen bei der Feier öffentlicher Gottesdienste.

So befinden sich Muslime im Fastenmonat Ramadan.

Das gemeinsame Gebet nach Sonnenuntergang in der Moschee mit einer gemeinsamen Mahlzeit ist Tradition.

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