Nach Verschiebung wegen Corona: Neuer Augsburger Bischof geweiht – Top News

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Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx betonte bei der Weiheliturgie, dass auch für die Kirche die Corona-Krise einschneidend sei.

Zeltlager von Messdienern könnten nicht stattfinden und Firmungsgottesdienste seien nur im kleinen Rahmen möglich.

Es sei unklar, wie lange diese “stürmischen Umbruchszeiten” andauerten.

Doch die soziale Distanzierung der Menschen “bedeutet nicht, dass wir uns innerlich voneinander distanzieren”, sagte Marx.

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Mehr als vier Monate nach seiner Ernennung zum Augsburger Bischof hat Bertram Meier seine Bischofsweihe erhalten.

Wegen der Corona-Pandemie musste die Amtseinführung des neuen katholischen Bischofs um elf Wochen verschoben werden.

Mehr als vier Monate nach seiner Ernennung zum Augsburger Bischof hat Bertram Meier mit Verspätung seine Bischofsweihe erhalten.

Wegen der Corona-Pandemie musste die Amtseinführung des neuen katholischen Bischofs um elf Wochen verschoben werden, ursprünglich war sie für 21.

März geplant.

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Wegen der Pandemie gab es im Anschluss an die Bischofsweihe keine Feier mit den Gläubigen.

Die Zahl der Menschen in der Kathedrale war während der Messe auf rund 180 limitiert.

In dieser Zahl waren auch die teilnehmenden Bischöfe, der sonstige liturgische Dienst sowie Chor und Orchester enthalten.

Ohne die Corona-Beschränkungen hätten mehr als 1500 Gläubige an der Weihe teilnehmen können.

Meier grüßte deswegen nach seiner Weihe besonders die Menschen, die den Gottesdienst bei der Live-Übertragung des BR-Fernsehens verfolgten – darunter auch seine Mutter, die die Weihe nur aus einem Heim verfolgen konnte.

Wegen der Hygienevorschriften durften an dem Gottesdienst nur wenige Menschen teilnehmen, die Kirchenbänke im Augsburger Dom waren deswegen nur spärlich besetzt.

Zu den geladenen Gästen zählte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz nahm deren Vorsitzender Georg Bätzing an der Weihe teil.

Corona auch für die Kirche einschneidend

Nur wenige Gottesdienstbesucher, Live-Übetragung im BR-Fernsehen

Erste Personalentscheidung nach der Weihe

In Ruhe schon mal Blick auf das künftige Bistum geworfen

Kirchenmann setzt eigene Akzente

Ökumene mit der Muttermilch aufgesogen

Mehr als vier Monate nach seiner Ernennung zum Augsburger Bischof hat Bertram Meier seine Bischofsweihe erhalten.

Wegen der Corona-Pandemie musste die Amtseinführung des neuen katholischen Bischofs um elf Wochen verschoben werden.

Anschließend verkündete Meier seine ersten Personalentscheidungen.

So wird der bisherige Generalvikar Harald Heinrich auch künftig den Posten bekleiden.

Heinrichs Amtszeit war im Juli 2019 zunächst zu Ende gegangen, weil der bisherige Bischof Konrad Zdarsa damals in den Ruhestand ging und damit automatisch die Vollmacht des Generalvikars endet.

Außerdem wird Schwester Anna Schenk Amtsleiterin des Bischofs.

Kardinal Reinhard Marx hat bei der Feier gemeinsam mit dem Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, und dem apostolischen Nuntius für Deutschland, Nikola Eterovic, die Weihe für den neuen Bischof gespendet.

Mit der Handauflegung und der Weihe durch die drei Bischöfe tritt der Neue unmittelbar in die Nachfolge der Apostel ein, so die kirchliche Tradition.

Meier war zuletzt bereits Verwalter der schwäbischen Diözese, nachdem sein Vorgänger Konrad Zdarsa im vergangenen Sommer in den Ruhestand gegangen war.

Seit 2007 war Meier Domprediger in Augsburg, später wurde er Domdekan und stellvertretender Generalvikar.

In dem Bistum leben knapp 1,3 Millionen Katholiken.

Ministerpräsident Markus Söder, der unter den Gästen in der Kirche war, bekam vom neuen Bischof eine Maske in den Farben des Vatikans (weiß und gelb) geschenkt – umgekehrt schenkte Söder Bischof Meier eine Maske weiß und blau.

Auch in der Wartezeit auf seine Weihe hatte Meier schon alle Hände voll zu tun: Er hat seine neuen Büroräume bezogen und bereits Personalentscheidungen getroffen.

Die vergangenen Wochen nutzte er, um viele Gespräche zu führen und ganz in Ruhe einen Blick auf sein künftiges Bistum zu werfen.

Nach Verschiebung wegen Corona: Neuer Augsburger Bischof geweiht

Auch theologisch hat der neue Bischof bereits im Vorfeld seiner Weihe Akzente gesetzt.

So äußerte sich Bertram Meier im Interview mit dem BR zum Diakonat der Frau, der ja zu den zentralen Diskussionspunkten des Synodalen Wegs gehört, des aktuellen Reformprozesses von katholischen Laien und Bischöfen.

“Große Veränderungen in den nächsten Jahren”, seien beim Frauendiakonat nicht zu erwarten, so Meier.

Er setzt stattdessen auf weibliche Führungskräfte in der Kirchenverwaltung.

Einen eigenen Akzent setzte Meier, was die Entschädigungszahlungen von Opfern sexuellen Missbrauchs betrifft.

Er unterschrieb diese Woche eine “Anerkennungs- und Unterstützungsordnung der Diözese Augsburg für Betroffene sexuellen Missbrauchs oder körperlicher Gewalt im kirchlichen Kontext”.

Betroffene sollten jetzt Zahlungen bis maximal 75.

000 Euro erhalten.

Damit kommt das Bistum einer geplanten Regelung der Bischofskonferenz zuvor.

Meier ist in Kaufering, das zum Bistum Augsburg gehört, aufgewachsen.

Hier wohnte er mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester.

Schon als Jugendlicher hatte er den Wunsch, Priester zu werden.

Als Sohn einer katholischen Mutter und eines evangelischen Vaters hat er die Ökumene mit der Muttermilch aufgesogen – und sich mit ihr auseinandergesetzt.

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