Neue Studie bestätigt: Weltweit gibt es immer weniger Insekten – Top News

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Die meisten Studien zum Insektensterben sind regional, lassen sich nur schlecht verallgemeinern.

So auch die berühmte Krefelder-Insektenstudie, die einen Rückgang der Insekten sogar in Naturschutzgebieten zeigen konnte.

Roel van Klink hat mit seinen Kollegen 166 Langzeitstudien ausgewertet, die insgesamt 1.

700 Standorte in 41 Ländern untersucht haben.

Dabei haben sie auch Studien eingeschlossen, die keinen Rückgang der Insektenzahlen zeigen konnten.

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Dennoch:

Viele Untersuchungen zum Insektensterben sind regional begrenzt.

Eine neue Studie hat weltweite Daten ausgewertet und sie zeigt: Die regionalen Unterschiede sind zwar erheblich, doch der Rückgang ist deutlich.

Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung.

Die neue Metastudie aus Halle-Leipzig bestätigt den Trend: Es gibt ein weltweites Insektensterben.

Die Studie beziffert: Knapp neun Prozent weniger Insekten pro zehn Jahre, die auf dem Boden, in Bodennähe oder in der Luft leben, das ist weiter ein deutlicher Verlust.

Nur bei den Süßwasserinsekten sieht es demnach anders aus.

Da findet die Studie des Niederländers Roel van Klink vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung eine Zunahme um fast elf Prozent pro Jahrzehnt.

Doch auch das ist eigentlich kein Grund zur Freude, so der Wissenschaftler.

Doch die Studie zeigt auch: Einzelne Insektenarten können nicht gleich betrachtet werden.

So seien Insekten, die auf Bäumen leben, nahezu stabil geblieben, Insekten, die am Boden leben oder in Bodennähe oder fliegen, wie zum Beispiel Honigbienen oder Wildbienen, seien seltener geworden.

Die Süßwasserinsekten sind im letzten Jahrzehnt häufiger geworden.

Doch auch das ist nur ein genereller Trend.

Über 160 Studien weltweit ausgewertet

Unterschiede zwischen Insektenarten

Kein Grund zur Entwarnung

Landwirtschaft, Verstädterung und Klimawandel als mögliche Ursachen

Süßwasserinsekten profitieren womöglich von besserer Wasserqualität

Mehr Forschung ist nötig

Insekten sind auch für uns Menschen wichtig

Auch wenn die neue Studie nicht ganz so katastrophal ausfällt.

Einen Grund zur Entwarnung besteht nicht.

Das sagen auch Forscherinnen und Forscher, die nicht an der Studie beteiligt waren.

Viele Untersuchungen zum Insektensterben sind regional begrenzt.

Eine neue Studie hat weltweite Daten ausgewertet und sie zeigt: Die regionalen Unterschiede sind zwar erheblich, doch der Rückgang ist deutlich.

Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung.

Es müsse weiter alles getan werden, um den Rückgang der Insekten zu beenden, vor allem und gerade in Nordamerika und Europa.

Viele Faktoren können Schuld daran sein, dass die Insektenzahl weltweit zurückgeht.

Roel van Klink nennt als Beispiel die Verstädterung.

Wenn freie Flächen bebaut werden, ist kaum noch Platz für Insekten.

Die zunehmende Lichtverschmutzung mache den Insekten auch sehr zu schaffen.

Neue Studie bestätigt: Weltweit gibt es immer weniger Insekten

Die Landwirtschaft spiele auch eine Rolle.

Pestizide seien für viele Insekten schädlich, darüber hinaus trage sie möglicherweise zu viele Nährstoffe in die Natur.

In Südamerika zerstöre die Landwirtschaft sogar noch unberührte Lebensräume.

Dass es den Süßwasserinsekten anscheinend besser geht, ist nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht.

Sie profitieren vielleicht davon, dass durch konsequente Wasserschutzgesetze die Qualität ihres Lebensraums viel besser ist als noch vor einigen Jahren.

Aber:

Aussagekräftiger wäre dabei vor allem die Artenvielfalt als nur die bloße Anzahl an Süßwasserinsekten.

Ein höheres Nährstoffangebot könnte dazu führen, so die Forscherin Nadja Simons, die an der Studie nicht beteiligt war, dass sich nur einzelne Arten vermehren.

Sehr spezialisierte Insektenarten, die an nährstoffarmes Wasser angepasst sind, hätten davon keinen Vorteil.

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