New York vor Kollaps: Corona überfordert Gesundheitssystem – Top Meldungen

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Die USA sind – gemessen an den Fallzahlen der Infektionen – jetzt das am stärksten von der Coronakrise befallene Land auf der Welt. Epizentrum der Pandemie ist dabei der Bundesstaat New York. Dort droht nun ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

Es ist wie die Ruhe vor dem großen Sturm. Wer nicht gerade am Supermarkt anstehen muss, um sich mit Lebensmitteln einzudecken, nutzte am Wochenende die Gelegenheit zu einem Spaziergang im Park. Schon am Eingang mahnt ein mobiles Leuchtschild, Abstand voneinander zu halten. Sechs Fuß – gut 1,80 Meter. Die, die es können, halten sich daran.

Die Krankenschwestern und Pfleger am städtischen Jacobi Hospital haben andere Probleme: Sie protestieren vor der Klinik in der Bronx gegen ihre Arbeitsbedingungen – und fordern mehr Schutzausrüstung.

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Die Krankenhäuser in New York arbeiten bereits jetzt am Limit. Die Notaufnahmen sind voll. Vor den Eingängen sind Zelte aufgebaut, damit die Patienten nicht im Regen warten müssen. Einzelne Krankenhäuser brauchen schon jetzt Kühl-Lkw, um die Leichen zu lagern. Andere bauen provisorische Leichenhallen aus Zelten. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlägt Alarm.

Am Wochenende spendeten die Vereinten Nationen der Stadt New York 250.000 Gesichtsmasken. Eine Hilfe, die sonst Entwicklungsländern zuteil wird, was einiges über das marode Gesundheitssystem in der reichsten Stadt in einem der reichsten Länder der Welt aussagt. Wenn die Welle an Corona-Erkrankten in etwa drei Wochen ihren Höhepunkt erreicht, werden 140.000 Krankenhausbetten im Bundestaat New York benötigt, schätzen Experten. Es gibt aber gerade mal 53.000.

Jetzt versuchen die Verantwortlichen zu retten, was noch zu retten ist. Im Bundesstaat New York sollen insgesamt acht Notkrankenhäuser mit jeweils 1.000 Betten in großen Hallen eingerichtet werden, darunter jeweils eines in den fünf Bezirken New York Citys. Heute soll die USNS Comfort, ein Lazarettschiff der US-Marine, in New York vor Anker gehen, sagt der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo.

Doch es fehlt vor allen an Intensivbetten mit Beatmungsgeräten. Vor der Corona-Krise gab es 3.000 davon im gesamten Bundesstaat New York. Jetzt werden bis zu 40.000 benötigt. In den Krankenhäusern müssen in Einzelfällen bereits zwei Patienten mit einem Gerät beamtet werden. Denn es ist schwierig Nachschub zu beschaffen.

Da nutzt es auch nichts, dass sich 76.000 Freiwillige aus Gesundheitsberufen gemeldet haben, die jetzt in den Krankenhäusern mit anpacken wollen. De Blasio fühlt sich von der Zentralregierung in Washington im Stich gelassen.

Stattdessen herrschten die Gesetze des freien Marktes: Wer kann am meisten Geld bezahlen und wer macht den schnellsten Deal, klagt Blasio. Die Firmen ließen die Menschen im Stich – und New York habe nur noch wenige Tage Zeit.

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