Nur PR? Google fördert Journalismus – Top News

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Für zwei Monate arbeiten gerade junge Spezialisten bei der “Rheinischen Post” und Google bezahlt sie, 5.

000 Euro pro Person.

Für Rainer Leurs, den leitenden Redakteur der “Rheinischen Post” sind die Vorteile klar: “Die Erfahrung ist, das man über dieses Programm sehr gut in Kontakt kommt mit talentierten jungen Leuten, aus einem Umfeld, das eher nicht journalistisch ist.

Leute mit Tech-Know How, Leute mit Daten-Know How, Datenbank.

Diesen Kontakt herzustellen, dabei ist das Fellowship-Programm einfach eine große Hilfe.

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Auf dem Werbemarkt sind Verlage und Google Konkurrenten.

Auch sonst gehen ihre Interessen oft weit auseinander.

Das hindert beide Seiten aber nicht daran zu kooperieren.

Ist das eine gute Idee oder nur PR?

Seit 2015 gibt es ein Stipendienprogramm, bei dem Google Datenjournalisten bezahlt, die dann für zwei Monate in Verlagen arbeiten, finanziert durch die Google News Initiative.

Der US-Suchmaschinen-Gigant gibt also zum Beispiel der “Rheinischen Post” Geld, um “guten” Journalismus zu finanzieren.

Neben der “Rheinischen Post” und dem “Spiegel” gehören dazu unter anderem auch die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” und “Die Zeit”.

!

Er selber hat schon von zwei ähnlichen Stipendienprogrammen bei Google profitiert, würde es aber nicht wieder machen: “Also ich hab mich dann irgendwann einmal gefragt: Halt mal, warum finanziert Google eigentlich diese Fellowships überhaupt? Ich hab mich dann eben genauer damit auseinandergesetzt und ich kam zu dem Schluss, dass Google das einfach als eine Art Lobbying-Tool verwendet und es geht auch für Google darum, dass es persönliche Loyalitäten schafft.

PR oder große Hilfe?

“Lobbying Tool von Google”

Unabhängigkeit sei nicht gefährdet

Beim “Spiegel”, der auch an dem Programm teilnimmt, sieht man das ähnlich.

Junge Leute mit diesen Fähigkeiten seien nicht an Praktika interessiert und die Personalgewinnung daher schwierig.

Ein ehemaliger Stipendiat sei inzwischen sogar fest angestellt, heißt es auf Anfrage sinngemäß in einer Mail.

Alexander Fanta von Netzpolitik.

org sieht allerdings genau das kritisch.

Auf dem Werbemarkt sind Verlage und Google Konkurrenten.

Auch sonst gehen ihre Interessen oft weit auseinander.

Das hindert beide Seiten aber nicht daran zu kooperieren.

Ist das eine gute Idee oder nur PR?

Journalist Fanta arbeitet gerade mit einem Kollegen an einer Studie für die gewerkschaftsnahe Otto-Brenner-Stiftung.

Er sieht in den Stipendienprogrammen eine klare Strategie von Google, die Verlage zu fördern.

Und das könnte nützlich für den Suchmaschinen-Giganten sein, denn die Beziehung der Verlage zu Google ist ein besonderes Verhältnis.

Die meisten Besucher von Internetseiten kommen über Suchmaschinen und die Verlage sind deshalb auf Google angewiesen.

Gleichzeitig will der Suchmaschinen-Gigant, dass seine Nutzer das finden, was sie suchen und das gibt es eben häufig auf den Seiten der Tageszeitungen und Magazine und die wollen dafür bezahlt werden.

Bisher gibt es dafür aber keine wirkliche Regelung.

Isa Sonnenfeld ist die Leiterin des Google News Lab im deutschsprachigen Raum und damit unter anderem verantwortlich für das Stipendienprogramm: “Die Medienorganisationen vertreten hier aber nicht die Ansichten von Google, sondern wählen ihre Fellows ganz selbständig aus.

” Google hat also kein Mitspracherecht bei der Personalauswahl für das Stipendium, auch wenn klar ist, woher der Großteil des Geldes kommt.

Sonnenfeld sieht es nicht als PR-Maßnahme.

Rainer Leurs von der “Rheinischen Post” sind die Geschäftsinteressen von Google natürlich klar, er hat allerdings kein Problem mit der Kooperation: “Unsere Unabhängigkeit ist dadurch nicht gefährdet.

Wir arbeiten mit Google zusammen.

Google profitiert davon, dass sie zusammen mit ganz vielen deutschen Medienhäusern im Prinzip auch Werbung machen können für sich.

Nur PR? Google fördert Journalismus

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