Nürnberger Krankenhäuser kritisieren Spahn – Top News

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Unabhängig von der Größe würden manche Kliniken durch die bisher getroffenen Regelungen finanzielle Nachteile haben, erklärt Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg.

Er kritisiert unter anderem die 560 Euro-Tagespauschale für eine ausfallende Behandlung.

Für die Versorgung eines an Corona erkrankten Patienten auf einer normalen Station würde die Klinik 350 bis 400 Euro bekommen, sagt Jockwig.

Die Leitungen von zwei Nürnberger Krankenhäusern sehen Nachbesserungsbedarf bei der Finanzierung der Kosten, die ihnen durch die Corona-Krise entstehen.

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Die Kliniken befürchten hohe Verluste und üben heftige Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn.

Die Krankenhäuser sind derzeit angehalten, ihre Kapazitäten für die Behandlung von Intensivfällen zu erhöhen, mehr Plätze mit Beatmungsgeräten bereitzustellen und Betten für die möglicherweise steigende Zahl von Covid-19-Patienten freizuhalten.

Laut Bundesgesundheitsministerium soll durch das COVID 19 Krankenhausentlastungsgesetz von Ende März verhindert werden, dass Krankenhäuser dadurch in ein Defizit geraten.

Doch die Kliniken bezweifeln, dass dies funktioniert.

Das Nürnberger Theresien-Krankenhaus befürchtet weitreichende Folgen der Corona-Pandemie: Die Leitung sieht die Klinik durch die aktuellen Regelungen in ihrer Existenz bedroht.

Die Geschäftsführerin des Hauses, Regina Steenbeck-Schacht, hat deshalb einen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geschrieben.

Steenbeck-Schacht fordert darin, die wegen der Corona-Pandemie entstandenen Kosten und Einnahmeverluste der Krankenhäuser angemessen zu vergüten oder auszugleichen.

Minusgeschäft ist vorprogrammiert

Kleinere Krankenhäuser fürchten um ihre Existenz

Fachbeirat soll Lösung finden

Wenn das Bett leer stünde, würde das Krankenhaus folglich mehr Geld bekommen.

“Krankenhäuser, die sich aus der Behandlung ausklinken, bekommen mehr Geld, wenn sie keinen Covid-Patienten behandeln, als wenn sie einen behandeln würden”, so der Chef des Klinikums Nürnberg.

Wenn man am Ende des Jahres einen Überblick über mögliche Defizite habe, sollten Anpassungen vorgenommen werden.

Die Leitungen von zwei Nürnberger Krankenhäusern sehen Nachbesserungsbedarf bei der Finanzierung der Kosten, die ihnen durch die Corona-Krise entstehen.

Die Kliniken befürchten hohe Verluste und üben heftige Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn.

Das Bundesgesundheitsministerium hat in dieser Woche einen Fachbeirat einberufen.

Dieser Fachbeirat soll die finanziellen Folgen für die Krankenhäuser bundesweit untersuchen und bewerten.

Krankenhäuser sollten durch die Auswirkungen der Corona-Epidemie keine finanziellen Nachteile haben, bekräftigt das Bundesgesundheitsministerium.

Die Geschäftsführerin befürchtet im Zuge der Pandemie ein Minus im sechsstelligen Bereich in diesem Jahr.

Ihrer Meinung nach könne die Unterfinanzierung in der Coronakrise dazu genutzt werden, kleine Krankenhäuser “aus der Krankenhauslandschaft entfernen” zu wollen.

Mit 260 Betten zählt das Nürnberger Theresien-Krankenhaus zu den kleineren Kliniken.

“Ich möchte nicht vom Markt gespart werden, dafür, dass ich eine Leistung erbracht habe, die wir dringend gebraucht haben und auch noch dringend brauchen werden”, sagte Regina Steenbeck-Schacht dem Bayerischen Rundfunk.

Sie wolle keinen Rettungsschirm oder Ähnliches.

“Wir sind ein Krankenhaus.

Wir machen hier unseren Job”, so die Krankenhaus-Geschäftsführerin.

“Aber der muss bezahlt werden und zwar so, dass wir davon leben können”.

Nürnberger Krankenhäuser kritisieren Spahn

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