Österreich verschärft Maßnahmen – Maskenpflicht – Top Meldungen

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Angesichts der anhaltend raschen Verbreitung des Corona-Virus führt Österreich in Supermärkten eine Mund- und Nasenschutzpflicht ein. Ab Mittwoch sollen die Masken in den Geschäften verteilt werden.

In sehr eindringlichen Worten hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz die Bevölkerung auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus eingestimmt. Es sei jetzt schon klar, dass viele Menschen an der Krankheit sterben würden, aber es sei das Mindeste, alles zu tun, damit nicht noch mehr sterben würden. Zusätzlich zu allen bisherigen Maßnahmen werde es Pflicht, Mund-und Nasenschutz in Supermärkten zu tragen, mittelfristig auch bei allen Aufenthalten in der Öffentlichkeit. Die Supermärkte würden voraussichtlich ab Mittwoch die Verteilung der Masken übernehmen.

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“Ab dem Zeitpunkt, wo diese Masken vor den Supermärkten ausgehändigt werden, ist es Pflicht, diese dann auch im Supermarkt beim Einkauf zu tragen”, so Österreichs Kanzler. Kurz rechnet nach eigenen Worte mit einer Lernphase, in der die logistische Herausforderung gemeistert werden müsse, derart große Mengen an Schutzmasken zu verteilen. “Zielsetzung ist natürlich mittelfristig, diese Masken dann nicht mehr nur im Supermarkt, sondern auch darüber hinaus zu tragen, überall dort, wo ein Vorbeigehen, ein Kontakthaben mit Menschen stattfindet”, so Kurz.

Auch für Bayern schließt Ministerpräsident Markus Söder eine Maskenpflicht für Supermärkte nicht aus, wie er heute in einer Bilanz zum Stand der Schutzmaßnahmen in Bayern erklärte. Die Staatsregierung beschäftige der Gedanke derzeit auch, es hänge aber davon ab, wie viele Masken in Deutschland verfügbar seien, so Söder.

Die Mund-Nasen-Masken würden nicht den Träger schützen, aber womöglich die Anderen. Denn so könne es nicht zu leicht zu einer Übertragung durch die Luft kommen, erläuterte der Kanzler. Kurz warb erneut um Verständnis dafür, dass sich die Hoffnung auf eine mögliche Lockerung der Schutzmaßnahmen nach Ostern wohl nicht erfüllen wird. Es sei zwar richtig, dass innerhalb der vergangenen zwei Wochen das Tempo der Infizierungen zurückgegangen sei – auf derzeit 5,9 Tage, in denen sich die Zahl der Infizierungen verdoppele. Aber man müsse auf mindestens 14 Tage kommen, um eine drohende Überbelastung der Krankenhäuser zu vermeiden.

“Viele können sich nicht vorstellen, was da in einigen Wochen auf uns zukommt”, sagt Österreichs Regierungschef, “aber die Wahrheit ist: Es ist die Ruhe vor dem Sturm und wie grausam dieser Sturm sein kann, das merkt man, wenn man in unser Nachbarland Italien schaut.”

Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigte an, dass Hotelbetriebe in Österreich schließen müssten. Zudem müssten gefährdete Personen nicht mehr in die Arbeit gehen, sie könnten nur noch im Home Office tätig sein. Bundeskanzler Kurz gab auf der Pressekonferenz in Wien auf die Frage nach noch weitergehenden Maßnahmen zurück: “Wir sind bald am Ende der Fahnenstange angekommen.” Angesprochen auf die anhaltende Kritik am Krisenmanagement des Bundeslandes Tirol sagte Kurz: Wichtig sei es im Augenblick, alle Kräfte auf die Eindämmung des Virus zu konzentrieren.

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