Österreichs Maskenpflicht in Supermärkten: Funktioniert das? – Top Meldungen

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Ab Montag sollen Kunden in Österreichs Supermarkt- und Drogerieketten nur noch mit Atemschutz-Masken einkaufen dürfen. So ein Erlass des Gesundheitsministeriums. Doch wie soll das funktionieren? Und gibt es überhaupt genug Masken?

Der Erlass des Gesundheitsministeriums gibt Österreichs Supermarkt- und Drogerieketten noch bis Montag Zeit, um die neuen Schutzmaßnahmen umzusetzen. Und dafür gibt es im Wesentlichen auch einen offenkundigen Grund. “Die große Herausforderung für alle Unternehmen ist nach wie vor: Woher bekommen wir vier Millionen Masken pro Tag”, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbandes, gegenüber dem ORF.

Vier Millionen Mund-Nasen-Masken pro Tag, um landesweit in allen Supermarkt- und Drogeriefilialen die neuen Vorschriften einhalten können – so lauten die Schätzungen des Handelsverbandes. Es lastet ein enormer Zeitdruck auf Unternehmen wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, binnen weniger Tage Masken in derartigen Mengen zu kaufen und ihren Kunden kostenlos zur Verfügung zu stellen.

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Hannes Wuchterl, Geschäftsführer der landesweiten Lebensmittel-Dachmarke Nah und Frisch, unter der sich rund 500 selbstständige Einzelhändler zusammengeschlossen haben sagt im ORF: “Wir sind nicht die Einzigen, die Masken brauchen. Dementsprechend ist es schwer, welche zu bekommen. Wir führen auch Gespräche mit der Wirtschaftskammer und natürlich auch mit allen anderen Quellen, die wir irgendwie auftreiben können, um eben an diese Masken heranzukommen. Das ist alles andere als leicht.”

Spätestens bis 06. April müssen die Supermarkt- und Drogerieketten jedem Kunden vor Betreten der Filiale kostenlos eine Mund-Nasen-Maske aushändigen, es sei denn, die Kunden bringen bereits ihre eigene Maske mit. In Supermarktfilialen, die bereits ab heute die Masken vor den Eingängen zur Verfügung stellen, müssen sie die Kunden sofort anlegen.

Die Sprecherin von Spar Österreich, Nicole Berkmann, appellierte daher schon vorsorglich am Dienstagabend an die Kunden: “Wir möchten dringend aufrufen, dass morgen in der Früh nicht gleich alle gleichzeitig kommen, sondern jeder kann kommen , wenn er normalerweise einkaufen geht.”

Umstritten zwischen Handel und Regierung ist die Frage, wer die Kosten für den Kauf der Masken tragen soll. So liegt der aktuelle Preis auf dem hoch umkämpften Weltmarkt für Mund-Nasen-Masken nach Angaben des österreichischen Handelsverbandes bei rund einem Euro pro Stück. Allein Spar Österreich habe vier Millionen Mund-Nase-Masken vorrätig und 32 Millionen neue bestellt.

Der Erlass verlangt von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Supermarkt- und Drogerieketten, dass sie im Geschäft Handschuhe tragen und Masken – die im Erlass “mechanischen Schutzvorrichtungen” genannt werden, die eine “mechanische Barriere gegen eine Tröpfencheninfektion” bilden. Auch müssen alle Einkaufswagen nach jedem Gebrauch umgehend desinfiziert werden, vor der Kasse hat eine Plexiglas-Trennscheibe zu stehen. Ausgenommen von dem Erlass sind kleinere Läden mit einem Kundenbereich von bis zu 400 Quadratmetern.

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Vier Millionen Mund-Nasen-Masken pro Tag

Maskenpflicht in allen Supermarkt- und Drogerieketten ab 6. April

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