Paketzustellung: Überstunden und lange Lieferzeiten – Top News

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In der Postfiliale von Atila Aydin in München-Berg am Laim sind am Vormittag schon einige Kunden unterwegs.

Sie haben große Päckchen in ihren Taschen, die sie zurück an Onlineshops oder Familie und Freunde schicken wollen.

In den vergangenen Wochen ging es in der Filiale hoch her, weil die Menschen zu Hause viel Zeit haben und bestellen, wie Aydin erzählt: “Diese Woche waren es zum Beispiel 20 bis 30 Prozent mehr.

Aber vor zehn Tagen waren es fast 100 Prozent mehr.

” Die Situation ändere sich immer wieder.

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Weil viele Läden in Bayern wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, muss die Deutsche Post gerade neun Millionen Pakete pro Tag ausliefern.

Das ist sonst nur vor Weihnachten der Fall.

Zusteller und Filialen arbeiten an der Belastungsgrenze.

Einen Grill, neue Sommerkleider oder einen Stabmixer.

Vieles was die Leute normalerweise in den Läden kaufen, bestellen sie gerade stattdessen online.

Die Folge: Die Zahl der Pakete ist so groß, wie sonst nur vor Weihnachten.

Viele Paketzusteller müssen deutlich mehr arbeiten und Postfilialen platzen wegen der vielen Pakete aus allen Nähten.

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Der Bundesverband Paket & Expresslogistik vertritt Logistikunternehmen wie Dpd oder Hermes.

Marten Bosselmann ist der Vorstand des Verbands und sagt, der Logistikbereich für Privatkunden sei stark gewachsen, während die Zahl der Sendungen für Businesskunden, wie beispielsweise die Autobranche, zurückgegangen sei.

Aktuell würden etwa 20 Millionen Päckchen pro Tag versendet werden.

Das sei etwa doppelt so viel wie üblich, sagt Bosselmann.

“Alles was Kunden sonst im Laden bekommen, was schnell verbraucht wird, das wurde natürlich online bestellt.

Geschlossene Läden sorgen für viele Online-Bestellungen

Doppelte Menge von Paketen verschickt – mit Sonntagszustellung

Paketzusteller kommen nicht hinterher

Verständnis für die Paket-Zusteller gefragt

Wie viele Menschen in ganz Deutschland haben auch die Münchner einiges bestellt, was sie sonst in Läden gekauft hätten.

Aber die sind wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus noch geschlossen.

Filialbesitzer Aydin erzählt, dass es trotzdem zu großen Verspätungen bei den Lieferungen und zu deutlich mehr Arbeit für die Zusteller komme.

Die Begründung für späte Lieferungen sei, dass zu viele Päckchen im Lager seien und sie nicht hinterher kämen.

“Wir haben teilweise Pakete nach zwei, drei Tagen geliefert bekommen, die eigentlich eher kommen sollten.

Weil viele Läden in Bayern wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, muss die Deutsche Post gerade neun Millionen Pakete pro Tag ausliefern.

Das ist sonst nur vor Weihnachten der Fall.

Zusteller und Filialen arbeiten an der Belastungsgrenze.

In München hat DHL deswegen erstmals mit einer Ausnahmegenehmigung für Sonntagszustellungen Pakete ausgefahren.

Rund 400 Mitarbeiter waren am vergangenen Sonntag unterwegs, um mehr als 50.

000 Pakete an private Haushalte auszuliefern, schrieb das Unternehmen.

Das Bayerische Arbeitsministerium habe eine entsprechende Genehmigung erteilt.

Bayern hatte da eine Vorreiterrolle übernommen.

Die anderen Bundesländer wollten nachziehen.

Jetzt lehnt das Bundesarbeitsministerium die Sonntagsarbeit aber ab.

Bei der Deutschen Post und DHL sind es den Angaben zufolge neun Millionen Sendungen täglich.

Deutschlandweit hätten sie zusätzlich 2.

000 Menschen eingestellt.

Außerdem zogen sie aus der Verwaltung und dem Briefgeschäft Mitarbeiter für die Paketabwicklung ab.

“Anders als vor Weihnachten hatten Deutsche Post und DHL nur wenig Zeit, sich auf die enormen Paketmengen vorzubereiten”, schreibt DHL.

Verdi fordert deswegen bessere Arbeitsbedingungen statt Sonntagszustellungen, damit die Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben.

“Bei der Post AG gibt es zu wenig Personal in der Zustellung, weswegen die einzelnen Zusteller extrem belastet sind und Rückstände entstehen.

” Die aktuellen Probleme hätten strukturelle Gründe, die durch den coronabedingten Paketboom nur sichtbarer wurden, sagt Merck.

Das kann so nicht so weitergehen, kritisiert die Dienstleistungsgewerkschaft verdi die Arbeitsbedingungen bei der Deutschen Post und DHL.

Grundsätzlich seien Stress und Sendungsmengen bei der Deutschen Post extrem, sagt David Merck.

Er ist Experte für die Logistikbranche bei verdi.

Das habe zur Folge, dass durch die Coronakrise, das Fass zum Überlaufen gekommen sei.

Die Sendungsmengen seien aktuell so hoch, wie sonst nur vor Weihnachten.

„Die Zusteller haben gar keine Chance, die großen Sendungsmengen zuzustellen.

Das macht diese Menschen psychisch fertig“, erklärt Merck.

Paketzustellung: Überstunden und lange Lieferzeiten

Die Paketzusteller stehen laut Verdi deswegen unter großem Druck, weil sie mit der Arbeit überhaupt nicht hinterherkommen.

Die Pakete landen daher teilweise direkt in den Postfilialen, statt zum Kunden geliefert zu werden.

Das ärgert die Kunden, sagt Filialbesitzer Aydin.

“Kunden beschweren sich, weil sie zu Hause waren und die Zusteller nicht vorbeikommen.

Dann müssen wir uns die Beschwerden hier anhören”, sagt Aydin.

Aber er sagt auch, dass sich die Wogen mit ein wenig Verständnis meistens glätten lassen.

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