Pflanzen, die ich mir nie wieder in den Garten holen würde – Top News

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Jedes Mal, wenn ich im Fliederbeet mit dem Spaten hantiere, durchtrennt das stählerne Spatenblatt Fliederwurzeln, und die rächen sich prompt mit neuen Schossen.

Die dünnen Triebe bodennah abzuschneiden ist sinnlos, und herausreißen kann man sie auch nicht.

Der Gärtner empfiehlt die Operation am offenen Herzen:

Pflanzenkauf ist nicht immer ein rationaler Vorgang.

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Aber man sollte aufpassen, was man sich da in den Garten holt.

Wenn sich das Schnäppchen als Fehlkauf erweist, hat man im ungünstigsten Fall jede Menge Arbeit am Hals – mit Flieder, Bambus und Co.

Alle Jahre wieder Ende April zeigt die bisher größte Fehlentscheidung meiner Hobbygärtnerkarriere ihr schönstes Gesicht.

Dann nämlich öffnet der Flieder an der Terrasse seine duftenden lila Blüten.

Fast könnte man über die prächtigen Blüten vergessen, dass der Schönling auch eine unangenehme Seite hat, nämlich unendlich viele Wurzelschößlinge.

Wie Pilze sprießen die Triebe aus dem Boden, zwischen Kräutern, Stauden und Zwiebelpflanzen und aus den Fugen der Trockenmauer.

Ingo Einwag von Wörlein Baumschulen in Dießen am Ammersee meint, dass ich die Misere zum Teil selbst verschuldet habe.

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Doch auch damit wird man das Problem nicht los, meint der Gärtner: “Der wird wieder Ausläufer machen, das kann man nicht verhindern, auch wenn man jetzt alle rausmacht.

” Vermutlich wäre es klüger, dem Drama ein Ende zu machen und nicht nur die Ausläufer, sondern gleich den ganzen Wurzelstock auszugraben.

Mach’s gut Flieder, war nett, dich kennengelernt zu haben.

Kampf gegen den Bambus

Hopfen als “extreme Plage”

Erkaltete Liebe zum Feuerdorn

Mit der Zeit ist Volker Debus bei der Bambusüberwachung nachlässig geworden.

Und irgendwann ist passiert, was nicht passieren sollte: Mehrere Rhizome haben angefangen, ihre Wurzelausläufer quer durch den Garten zu legen.

In so einem Fall hilft nur rohe Gewalt, denn Bambusrhizome sind hart und widerspenstig.

Da tut man sich echt schwer, mit dem Spaten sowieso, da ist am besten, mit einer Wiedehopfhaue der Sache zu Leibe zu rücken.

Nicht selten kommt im Kampf Frau/Mann gegen Bambus aber auch die Axt zum Einsatz – oder sogar die Motorsäge.

Pflanzenkauf ist nicht immer ein rationaler Vorgang.

Aber man sollte aufpassen, was man sich da in den Garten holt.

Wenn sich das Schnäppchen als Fehlkauf erweist, hat man im ungünstigsten Fall jede Menge Arbeit am Hals – mit Flieder, Bambus und Co.

Gartenbesitzer Volker Debus hat sich für so eine Radikallösung entschieden.

Der Bambusliebhaber holte sich vor etlichen Jahren mit vier Vertretern der Gattung Phyllostachys asiatisches Flair in den Garten.

Leider verspüren Bambusarten dieser Gattung einen unbändigen Freiheitsdrang und bilden meterlange Wurzelausläufer.

Um zu verhindern, dass der hemmungslos wuchernde Schlinger die Kontrolle über den Garten übernahm, musste Walsberger vollen Einsatz zeigen: “Graben, graben, graben, suchen, suchen, suchen – über lange Zeit mit Geduld und dann haben wir ihn Gottseidank los gehabt irgendwann.

Beim Hopfen sind derart schwere Geschütze zum Glück nicht erforderlich.

Die oberirdischen Ausläufer der heimischen Liane lassen sich problemlos mit einem haushaltsüblichen Spaten kappen.

Trotzdem hat Hobbygärtner Peter Walsberger den Tag, an dem eine Hopfenstaude in seinen Garten gezogen ist, bitter bereut: “Im Laufe der Zeit haben wir dann gemerkt, dass der Hopfen plötzlich an allen Ecken und Enden im Garten aus dem Boden sprießt, und wir haben festgestellt, wenn man nur ein Blatt in den Boden drückt, ein abgefallenes, aus diesem Blatt ist dann der Hopfen gewachsen, das war also wirklich eine extreme Plage.

Pflanzen, die ich mir nie wieder in den Garten holen würde

Haben Pflanzen ein übermäßig vereinnahmendes Wesen, ist eine Trennung auf Dauer unvermeidlich.

In weniger dramatischen Fällen, wenn nur die Liebe erloschen, aber nicht gleich der Garten bedroht ist, halten viele Gärtner an der Beziehung fest.

So wie Christine Schuster.

Vor Jahren hatte sie sich in einen Feuerdorn mit knallroten Beeren verguckt und den hübschen Burschen auch gleich in den Garten geholt.

Inzwischen ist der Lack längst ab, und man pflegt eine Beziehung auf Distanz.

Bleiben darf die ungeliebte Pflanze trotzdem.

Vielleicht weil der Leidensdruck zu gering ist oder der Aufwand sich zu trennen zu groß wäre, oder beides.

Vielleicht gibt es Skrupel, eine lebende Pflanze in die Tonne zu treten, oder man fürchtet die leere Stelle im Beet.

Gärtner sind eben auch nur Menschen.

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