Prognose: Die Hälfte der Kinos steht in einem Monat vor dem Aus – Top News

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Die bisherige Unterstützung des Staates sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, sagt Christine Berg.

Das Kurzarbeitergeld greift in der Branche nicht oder nur selten, weil die Kinos zum großen Teil auf Minijobber und Werkstudenten angewiesen sind.

Die Fixkosten der Filmtheater in den Städten sind enorm und die Beantragung von KfW-Krediten über die Hausbanken für die Branche meist zu langwierig,

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Für Gaststätten und Hotels gibt es inzwischen Ausstiegspläne aus dem Lockdown, für Theater, Konzerthäuser und Kinos nicht.

Spätestens Mitte Juni wird die Hälfte der Kinos Insolvenz anmelden müssen, befürchtet der Hauptverband Deutsche Filmtheater.

Wenn der Staat nicht bald ein neues Soforthilfsprogramm für alle Kinos beschließt, könnten in einem Monat die Hälfte der deutschen Kinos vor der Insolvenz stehen.

Christine Berg, Vorstandsvorsitzende des Hauptverbands Deutscher Filmtheater (HDF), blickt in eine düstere Zukunft.

In einem Interview mit medienpolitik.

net sagte sie, der neue Boom der Autokinos könne die Branche nicht retten.

Einerseits seien sie “keineswegs wirtschaftlich erfolgversprechend”, andererseits würden bestehende Kinos dann auf ihren laufenden Kosten sitzen bleiben.

Diese Fixkosten würden sich Berechnungen des Verbandes zufolge im Falle einer dreimonatigen Schließung auf insgesamt 186 Millionen Euro belaufen.

Eine Summe, die die Kinos im laufenden Jahr nicht mehr erwirtschaften könnten.

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Die Kinoverbände haben in der Zwischenzeit schon ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept für die Wiedereröffnung erarbeitet: mit Abstand und Augenmaß im Kinosaal, mit der gebotenen Reduzierung des Publikums im Foyer und beim Ticketverkauf.

“Wir sind davon überzeugt, dass Kinos wie wenige andere Kulturorte die Einhaltung von Mindestabständen durch gezielte Maßnahmen umsetzen können”, sagt Christine Berg.

Förderung für alle – ein Infrastrukturfonds ist nötig

Schutz und Hygienekonzepte liegen vor

“Aktuell fallen die mittelständischen und großen Häuser durch sämtliche Fördertöpfe.

Die Krise trifft aber alle Kinos gleich hart”, betont Christine Berg.

Um eine Welle von Insolvenzen zu verhindern, hat der HDF jetzt von der Regierung einen Infrastrukurfonds eingefordert, der die Fixkosten während der Schließungsphase mit gut 4,50 Euro pro Besucher bezuschussen soll.

Außerdem brauchen die Kinos eine verlässliche Perspektive, wann sie schrittweise wieder eröffnen können.

Für Gaststätten und Hotels gibt es inzwischen Ausstiegspläne aus dem Lockdown, für Theater, Konzerthäuser und Kinos nicht.

Spätestens Mitte Juni wird die Hälfte der Kinos Insolvenz anmelden müssen, befürchtet der Hauptverband Deutsche Filmtheater.

Prognose: Die Hälfte der Kinos steht in einem Monat vor dem Aus

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