Quarantäne: Kriminologe warnt vor Zunahme von Computerspielsucht – Top Meldungen

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Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Schulen zwingen Kinder und Jugendliche in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

Der Kriminologe Christian Pfeiffer warnt angesichts der Ausgangsbeschränkungen durch Corona vor einer Zunahme von Computerspielsucht. “Die Quote der Intensivspieler dürfte im Zuge der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen beträchtlich anwachsen”, so der Experte in einem Zeitungsinterview. Zahlreiche Eltern arbeiten derzeit im Home-Office, Schulen bleiben geschlossen, viele Kinder und Jugendliche sind oft über Stunden sich selbst überlassen und spielen Computer. Durch die Gewöhnung besteht eine erhöhte Suchtgefahr.

Psychologen der Weltgesundheitsorganisation WHO sprechen von der so genannten Internet Gaming Disorder. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, will auf ihrer Homepage Eltern für folgende Warnzeichen sensibilisieren: Wenn sich Kinder und Jugendliche gedanklich übermäßig stark mit Internet oder Computer beschäftigen, wenn sie unruhig oder gereizt reagieren, sobald sie entsprechende Angebote nicht nutzen können oder sobald sie andere wichtige Lebensaufgaben wegen des Computerspielens oder der Internetnutzung vernachlässigen, dann sollten Eltern unbedingt einschreiten.

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Laut dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019 sind immer mehr Jugendliche von Computerspiel- oder Internetsucht betroffen. Zwischen 2011 und 2015 registriert der Bericht eine Zunahme der Computerspiel- und Internetabhängigkeit bei den Zwölf- bis 17-Jährigen. Aktuell weisen 5,8 Prozent in dieser Altersgruppe Suchtmerkmale auf. Bei Mädchen hat sich die Zahl der Süchtigen von 2011 bis 2015 sogar fast verdoppelt.

Nach einer Analyse des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) zeigen 15,4 Prozent der jugendlichen Spieler ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten. Damit wären 465.000 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren so genannte Risikogamer, davon 79 Prozent Jungen. 3,3 Prozent weisen handfeste Suchtmerkmale wie Entzugserscheinungen und Kontrollverlust auf.

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