Regensburger Künstler fangen den Sound der Wildnis ein – Top Meldungen

0

Die beiden Regensburger Künstler Frank und Ursula Wendeberg haben alle deutschen Nationalparks bereist und zwei Jahre lang deren Klang aufgenommen. Sie sind dabei auf Geräusche und Laute gestoßen, die dem menschlichen Ohr sonst verborgen bleiben…

“Unser Wald” – das Jahresthema im BR-Studio Niederbayern/Oberpfalz

Draußen spazieren gehen – in den Wald – und dort die Ruhe genießen. Das ist auch in der Corona-Krise ausdrücklich erlaubt. Doch was, wenn der nächste Wald weit weg ist? Um die Ecke nur Straßenbahnen klingeln statt Vögel singen? Dann lohnt sich vielleicht eine Klangreise. Diese wollen zwei Regensburger Künstler möglich machen: Sie haben alle deutschen Nationalparks bereist und dabei zwei Jahre lang die Klänge der Parks eingefangen. Sie sind auf Geräusche und Laute gestoßen, die dem menschlichen Ohr eigentlich verborgen bleiben.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Wie Frank Wendeberg und seine Frau Ursula arbeiten, zeigen sie auf einem Streifzug durch heimische Wälder bei Regenstauf in der Oberpfalz – bepackt mit Kabeln, Kopfhörern und Mikrofonen.

An einem kleinen Bachlauf machen die beiden Halt. Frank Wendeberg setzt Kopfhörer auf, lässt ein Mikrofon ins Wasser und stellt ein weiteres ans Ufer.

Ursula Wendeberg schleicht weiter und zückt ein Tablet: “Ich notiere wo wir sind, wie viel Uhr es ist und die Vogelstimmen zum Beispiel. Wunderbar. Das ist einfach herrlich, die Stille, die Natur, der Duft und eben die Geräusche.”

Die Wendebergs sind vielleicht am besten als Tonkünstler zu beschreiben: Sie ist Trainerin in der Erwachsenenbildung. Er ist Tontechniker, Musiker, Produzent, Psychologe.

Zwei Jahre lang sind sie quer durch die Republik gereist. In den 16 deutschen Nationalparks haben sie deren einzigartige Klänge eingefangen: Typische Laute von den ganz kleinen Tieren bis hin zu den großen. Zum das Knabbern der Borkenkäfer, das Röhren der Hirsche, das Rauschen des Windes an der Küste, das Knarren der Bäume im Bayerischen Wald oder das Nagen von Kaulquappen.

Nach und nach ist das Paar so zu Experten für Tierstimmen und Tierlaute geworden. Beim Streifzug durch ihren heimischen Wald erkennt Ursula Wendeberg sofort den Gesang des Buchfinks oder des Rotkehlchens: “Das ist wie ein Musikstück. Wenn du Highway to Hell hörst, erkennst du das auch sofort wieder und so tun die Vöglein auch.”

Das Ergebnis ihrer Arbeit werden die beiden im Rahmen einer Tournee durch die Nationalparks vorstellen. Außerdem haben sie es auf CDs gebrannt und stellen es auch zum Download zur Verfügung. Es sind 16 akustische Streifzüge durch die Nationalparks der Bundesrepublik. Frank Wendeberg hat zudem Musikstücke mit den aufgenommenen Lauten komponiert.

In Zeiten der Corona-Krise können sich so auch Stadtbewohner Klänge der nur eingeschränkt erreichbaren Natur ins Wohnzimmer holen. Ein Nebeneffekt, den die beiden so nie geplant hatten.

Der Nationalpark Bayerischer Wald wird heuer 50 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat sich das BR-Studio Niederbayern/Oberpfalz den “Wald” als Jahresthema gewählt. Nachhaltigkeit, Klimawandel, Tourismus, Wirtschaftsfaktor, Ökologie, Lebensraum: Wir berichten über den Wald aus vielen Perspektiven – und aus allen Waldgebieten in Ostbayern.

Sound-Tour durch den Wald

Erlebnis für die Sinne

Tonkünstler sammeln Klänge in 16 Parks

Experten für Tierstimmen

Tournee durch die Nationalparks

Regensburger Künstler fangen den Sound der Wildnis ein

Share.

Leave A Reply