Reisen für die Seele: Spirituelle Auszeiten trotz Corona – Top News

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Er selber hat eine Pilgerreise geplant, die Pfingsten in Hessen beginnen sollte.

Unter dem Motto “Volle Kraft voraus!” wollte er mit einer Gruppe von zehn Menschen zum Pilgern gehen.

“Ob das möglich sein wird, hängt davon ab, wie sich die Regelungen in Bezug auf Versammlungen ändern”, sagt Michael Kaminski.

Denn eine Pilgergruppe gilt als Versammlung und die sind nach wie vor verboten – auch nach den jüngsten Lockerungen der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

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Auch wenn ab 30.

Mai Hotels in Bayern wieder öffnen, bis mindestens zum 14.

Juni gilt die weltweite Reisewarnung.

Die betrifft auch geplante Pilgerreisen.

Doch spirituelle Auszeiten sind auch in Corona-Zeiten möglich – nur etwas anders als sonst.

In der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten startet normalerweise die Pilgersaison.

Vom spirituellen Wandern zu Kraftorten in der Region über Berggottesdienste bis hin zu Pilgerreisen nach Lourdes, Rom oder Santiago de Compostela: Ab dem Frühjahr haben die beiden großen Kirchen in Bayern, aber auch christliche Reiseveranstalter zig Angebote rund ums spirituelle Urlauben in petto – normalerweise.

“Kaum waren die Pläne für das Frühjahr raus, war klar, dass wir dank Corona nicht miteinander pilgern dürfen”, sagt Michael Kaminski, Pilgerbegleiter der evangelischen Landeskirche in Bayern und Pilgerreferent am Spirituellen Zentrum Sankt Martin in München.

Die Grotte von Lourdes geschlossen, Shutdown auf dem Jakobsweg – keiner weiß wie lange noch.

Auch die Herbergen und Gaststätten entlang der traditionellen Pilgerwege im europäischen Ausland sind bis auf weiteres geschlossen.

Doch immerhin: Es gibt einen Lichtblick für Pilger und alle, die Urlaub vom Alltag und spirituelle Impulse suchen: Bis Ende Mai dürfen Gastronomie und Hotellerie innerhalb Deutschlands schrittweise öffnen.

Und während etwa die Wellnessbereiche in den Hotels gesperrt bleiben, soll dagegen das seelische Wellness in den bayerischen Urlaubsorten nicht zu kurz kommen, sagt Thomas Roßmerkel vom Tourismus-Referat der Evangelischen Landeskirche in Bayern.

Pilgergruppe gilt als Versammlung

Solo-Pilgern und kreative Notlösungen

Auszeit im Kloster

Von diesen stark getroffen ist auch einer der größten Anbieter von Pilgerreisen in Bayern, das Bayerische Pilgerbüro.

Seine Mitarbeiter musste das katholische Reiseunternehmen vorerst in Kurzarbeit schicken.

Bis zum 14.

Juni hat das Bayerische Pilgerbüro vorerst alle Pilger- und Studienreisen abgesagt.

“Wir spüren aber, dass speziell unsere Lourdes-Kunden ein großes Bedürfnis haben dorthin zu reisen.

Aber leider liegt das nicht in unserer Hand, das zu entscheiden”, sagt Klemens Pongratz vom Bayerischen Pilgerbüro.

Solopilgern oder Pilgern mit der Familie – das ist auch in Zeiten von Corona möglich.

Über Pilgerwege in der Region informiert beispielsweise die Evangelische Landeskirche auf ihrem Internet-Portal pilgern-bayern.

de.

Auch spirituelle Impulse gibt es da zum Download und die fortlaufend aktualisierten Angebote von professionellen Pilgerbegleitern wie Michael Kaminski.

Er ermuntert Solo-Pilger dazu, sich auch mit der aktuellen Situation zu beschäftigen und sich beim Gehen zu fragen, welche Probleme einem persönlich durch die Corona-Krise entstanden sind, aber auch welche schönen Momente es gab.

“Da kann ich am Wegesrand nach Blüten Ausschau halten und mich fragen, was blüht in unserer Gesellschaft durch diese Krise?”

Auch wenn ab 30.

Mai Hotels in Bayern wieder öffnen, bis mindestens zum 14.

Juni gilt die weltweite Reisewarnung.

Die betrifft auch geplante Pilgerreisen.

Doch spirituelle Auszeiten sind auch in Corona-Zeiten möglich – nur etwas anders als sonst.

Angebote unter dem Motto “Solopilgern” gibt es schon lang, erzählt Thomas Roßmerkel: “Da gibt es spirituelle und Nachdenk-Impulse, mit denen man sich alleine auf den Weg begeben kann, für einen Tag, so dass man den staatlichen Regelungen entspricht und trotzdem ein bisschen ins Pilgern hineinkommt.

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Wer spirituelle Erholung sucht, kann sich auch wieder auf Gottesdienste im Grünen und sogar in den Bergen freuen.

Die sollen möglichst bald wieder stattfinden, allerdings mit maximal 50 Teilnehmern.

Das Bayerische Pilgerbüro ist außerdem dabei, sein Herbstangebot durch Pilgerreisen innerhalb Deutschlands zu ergänzen.

Informationen gibt es unter www.

pilgerreisen.

de.

Dort finden sich nicht nur Pilgerziele, sondern Kultur- und Studienreisen oder Wanderungen an der Ostsee.

Für manche ist in Zeiten des “Social Distancing” auch eine Auszeit im Kloster attraktiv.

Interessierte am “Kloster auf Zeit” können sich darüber auf der Seite der Deutschen Ordensobernkonferenz orden.

de informieren.

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