Remdesivir: In den USA nun erlaubt – und was macht Deutschland? – Top News

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1,5 Millionen Dosen hat der US-amerikanische Pharmahersteller Gilead Präsident Donald Trump bereits zugesichert; genug für 140.

000 Behandlungen von Covid19-erkrankten Amerikanern mit dem Medikament Remdesivir.

Dafür hatte die amerikanische Arzneimittelbehörde zuvor die nötige Notfall-Sondergenehmigung ausgesprochen.

Die US-Behörden haben sehr schnell eine Notfall-Sonderzulassung für Remdesivir erteilt.

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Das Medikament kann nun in den USA zur Behandlung von Covid 19-Patienten eingesetzt werden.

Was macht Deutschland? Nachgefragt bei einem Münchner Infektiologen.

“In Lichtgeschwindigkeit”, heißt es aus den USA, haben amerikanische Behörden im Kampf gegen Corona eine Notfall-Sonderzulassung für das Arzneimittel Remdesivir erteilt.

Präsident Donald Trump sprach von einer “sehr vielversprechenden” Entwicklung.

Das Unternehmen reagierte prompt.

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Für Christoph Spinner ist das keine Überraschung.

Denn im Rahmen einer internationalen Studie des Herstellers hat der Infektiologe selbst Covid19-Patienten mit dem Medikament behandelt, das vor gut einem Jahrzehnt ursprünglich gegen Ebola entwickelt wurde.

1,5 Millionen Dosen in den USA bereitgestellt

Schnellere Heilung bei Corona mit Remdesivir?

In Deutschland darf Remdesivir schon länger bei Härtefällen eingesetzt werden

Nicht jeder Arzt in Deutschland kann Remdesivir verschreiben

Das hat auch den Münchner Infektiologen am Uni-Klinikum rechts der Isar, Christoph Spinner, aufhorchen lassen.

Er spricht von einem starken Signal der amerikanischen Zulassungsbehörde.

Sie sei zumindest überzeugt, dass Remdesivir günstigen Einfluss auf die Covid19-Erkrankung haben kann.

Die US-Behörden haben sehr schnell eine Notfall-Sonderzulassung für Remdesivir erteilt.

Das Medikament kann nun in den USA zur Behandlung von Covid 19-Patienten eingesetzt werden.

Was macht Deutschland? Nachgefragt bei einem Münchner Infektiologen.

Als Konsequenz haben die USA nun eine Sondergenehmigung für Remdesivir erlassen.

Diese Zulassung gelte aber nur für Amerika, sagt der Münchner Infektiologe.

Die Nachricht über die Zulassung von Remdesivir in den Vereinigten Staaten habe auf Deutschland und Europa zunächst keine direkten Auswirkungen.

Bereits seit einigen Wochen sei klar, dass Remdesivir in der Zellkultur gegenüber Sars-Coronavirus-2 aktiv ist.

Dann seien erste Studien am Menschen durchgeführt worden, so Infektiologe Spinner.

Laut Christoph Spinner bedeutet dies, dass schwer kranke Menschen, die an Covid19 erkrankt sind, Remdesivir an wenigen ausgewählten deutschen Kliniken im Rahmen des Härtefallprogramms erhalten, wenn der Arzt der Überzeugung ist, dass der potentielle Nutzen größer als der Schaden ist.

Davon abgesehen hatte hierzulande das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte den Einsatz von Remdesivir bereits Anfang April im Rahmen eines so genannten Härtefallprogramms ermöglicht.

Die Behörde folgte damit einer entsprechenden Empfehlung der übergeordneten Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde.

Remdesivir: In den USA nun erlaubt – und was macht Deutschland?

Jetzt steht Remdesivir in Deutschland außerhalb des Härtefallprogramms auch in klinischen Studien zur Verfügung, aber anders als in den USA ist das Arzneimittel nicht anders zugelassen.

Das bedeutet, nicht jeder Arzt kann es auch verschreiben.

Er rechnet damit, dass die Behörde bald zu einer Bewertung kommt, “also dass vielleicht tatsächlich realistisch Remdesivir in Europa zugelassen werden könnte”, wie Christoph Spinner sagt.

Allerdings hat die europäische Zulassungsbehörde bereits am Donnerstag mitgeteilt, ein eigenes Bewertungsverfahren für Remdesivir einzuleiten.

Unabhängig von den sonst üblichen, langwierigen Zulassungsverfahren, sagt Christoph Spinner.

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