Schwieriger Spagat: Der Freistaat und die Corona-Demos – Top News

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält es nach eigenen Angaben für richtig, die Demonstrationen künftig dorthin zu verlagern, wo kein Kontakt zu unbeteiligten Passanten entstehen kann.

“Ich hoffe, das führt zu einer Entspannung der Situation”, sagte Herrmann dem BR.

Es gehe darum, Risiken zu reduzieren, aber das Demonstrationsrecht zu gewährleisten.

Für das Wochenende sind in ganz Bayern wieder etliche Proteste gegen die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung geplant.

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Mehr Polizisten als zuletzt sollen dafür sorgen, dass die aktuellen Abstandsregelungen eingehalten werden.

Raus aus den Innenstädten, weg von zentralen Plätzen – darauf setzen die meisten bayerischen Städte mit Blick auf die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen am kommenden Wochenende.

In Nürnberg beispielsweise sind fünf Demonstrationen angemeldet.

Aber: Keine darf in der Innenstadt stattfinden.

Statt sich also vor der Lorenzkirche zu treffen, müssen die Veranstalter beispielsweise auf den Parkplatz der Meistersingerhalle ausweichen.

Jede Veranstaltung ist zudem auf eine Stunde begrenzt.

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Auch in anderen bayerischen Städten blickt man teils mit Sorge auf das kommende Wochenende.

In München wurde eine Demonstration auf der Theresienwiese unter strengen Auflagen und mit maximal 1.

000 Teilnehmern erlaubt.

Auch in Augsburg soll es Proteste geben.

Die dortige Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) erklärte vorab, natürlich müsse dabei der Abstand eingehalten werden.

Man werde die Demonstrationen am Wochenende “in enger Kooperation mit der Polizei” begleiten.

Söder: Von Extremisten distanzieren

900 zusätzliche Bereitschaftspolizisten

Szenen wie vergangenes Wochenende in München und Nürnberg dürfe es nicht mehr geben, betonte Herrmann.

In beiden Fällen waren deutlich mehr Menschen als angemeldet und erlaubt zu den Protesten gekommen.

Viele hatten bewusst nicht den empfohlenen Mund-Nasen-Schutz getragen, teils wurden auch unbeteiligte Menschen angepöbelt.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte am Freitag davor, dass die Proteste von der AfD und anderen rechten Gruppierungen gekapert würden.

Als Teilnehmer solle man sich klar von Verschwörungstheoretikern und Extremisten distanzieren.

Für das Wochenende sind in ganz Bayern wieder etliche Proteste gegen die Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung geplant.

Mehr Polizisten als zuletzt sollen dafür sorgen, dass die aktuellen Abstandsregelungen eingehalten werden.

Insgesamt sind im Freistaat für dieses Wochenende 70 Veranstaltungen angemeldet, von Organisationen, Gruppierungen und von Einzelpersonen.

Für jede Veranstaltung ist ein eigenes Konzept nötig, wie die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden sollen.

Musste sich die Polizei am vergangenen Wochenende noch den Vorwurf machen lassen, sie sei zu passiv gewesen und sei nicht eingeschritten als so manche Demonstration aus dem Ruder gelaufen ist, soll es jetzt anders laufen.

Laut Innenministerium werden rund 900 Kräfte der Bereitschaftspolizei zusätzlich mit dabei sein.

Zuletzt forderten auch die Landtags-Grünen stärkere Polizeikontrollen bei den Demos, um Verstöße gegen die Abstandsregelungen zu ahnden.

Schwieriger Spagat: Der Freistaat und die Corona-Demos

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