Shutdown mit Blutspenden und Pizza: Corona auf Sizilien – Top News

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Und wenn es darum geht zu helfen, wagt sich auch mancher auf eigene Gefahr aus dem Haus, zum Beispiel um Blut zu spenden.

Dazu haben trotz der Ansteckungsgefahr in Menfi Menschen ihr Haus verlassen, das konnte Ardizzone zuletzt selbst beobachten: Es seien 30 Leute dagewesen und hätten ihr Blut abgegeben, erzählt er.

Beim ersten Gespräch mit der BR-Journalistin Birgit Muth vor wenigen Wochen war das Thema noch die Rückkehr ins Heimatland.

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Giovanni Ardizzone erwähnt aber auch, wie solidarisch sich die Sizilianer jetzt gerade zeigen.

Er erzählt, dass seine Heimatstadt Menfi Einkaufsgutscheine vergibt in Höhe von 20 Euro pro Tag und Familie.

Italien ist von der Corona-Krise stark betroffen, besonders Norditalien.

Über den Süden Italiens aber hört man wenig.

Wir haben Kontakt aufgenommen mit einem Sizilianer, der jahrelang in Aschaffenburg arbeitete und jetzt wieder auf Sizilien lebt.

Er ist ein Heimkehrer.

Einer, der anderswo – nämlich nahe Aschaffenburg – sein Geld verdiente und im Alter zurückkam: Giovanni Ardizzone, pensionierter Lehrer, ein älterer Herr voller Lebensfreude, lebt nach Jahrzehnten im Fränkischen jetzt wieder in seiner Geburtsstadt Menfi auf Sizilien.

Dennoch kann das Ehepaar nicht bestreiten, dass sie im Moment einiges vermissen: ganz einfache Sachen, wie zum Beispiel einen Strandspaziergang im Abendlicht.

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Eine Gemeinde ist laut Ardizzone im Moment sogar komplett abgeriegelt: Salemi, eine Stunde Autofahrt entfernt von Menfi.

Der Grund: Eine Besucherin aus Norditalien hatte bei einer Geburtstagsfeier am 5.

März andere Gäste mit dem Coronavirus angesteckt.

Sie wusste selbst nicht, dass sie infiziert war.

Giovanni Ardizzone und seine Frau Rita verbringen die Zeit jetzt in ihrem eigenen Heim und finden auch dort immer Tätigkeiten, mit denen sie sich auch ein wenig ablenken können: Die Garage wird neu gestrichen, der Garten wird gepflegt und – es wird immer wieder gerne gekocht.

Salemi – eingesperrt in der “roten Zone”

Einkaufsgutscheine und Spenderblut

Der Duft der Pizza – ohne Freiheit

Doch dann kam Corona – und die Furcht, dass das Gesundheitssystem auf Sizilien wie das in Norditalien scheitern könnte, wenn sich die Zahl der Infektionen auch im Süden erhöht.

Jetzt sind auch hier Strände gesperrt, Geschäfte geschlossen.

Menfi befindet sich, wie ganz Italien, im Shutdown.

Italien ist von der Corona-Krise stark betroffen, besonders Norditalien.

Über den Süden Italiens aber hört man wenig.

Wir haben Kontakt aufgenommen mit einem Sizilianer, der jahrelang in Aschaffenburg arbeitete und jetzt wieder auf Sizilien lebt.

Seitdem wurde Salemi als rote Zone erklärt, sagt Ardizzone.

Das heißt: Seitdem darf keiner nach Salemi rein und keiner darf aus Salemi wieder raus.

Shutdown mit Blutspenden und Pizza: Corona auf Sizilien

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