Söder und Kretschmann: Zu schnelle Lockerungen sind gefährlich – Top News

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Der Baden-Württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte den Erfolg der restriktiven Corona-Politik der beiden südlichen Bundesländer.

Die beiden südlichen Bundesländern hätten eng abgestimmt Kontaktbeschränkungen erlassen und das öffentliche Leben heruntergefahren.

Die Menschen hätten sich im Großen und Ganzen verantwortungsvoll verhalten.

Das sei erfolgreich gewesen, so Kretschmann: “Wir haben das Schlimmste verhindert.

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Mit Blick auf den Sommer sagte Söder: “Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Urlaub der Deutschen in Deutschland stattfindet.

” Das werde vielen etwas bringen, auch der Hotellerie und Gastronomie.

Und die Urlauber würden die schönen deutschen Urlaubsregionen kennen lernen.

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Söder und Kretschmannn, haben gemeinsam davor gewarnt, die Lockerungen in der Coronakrise zu forsch voranzutreiben.

Man sei “mitten in der ersten Halbzeit” der Pandemie.

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist heute beim Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) zu Besuch.

Die beiden haben sich im Ulmer Rathaus über den weiteren Fahrplan in der Corona-Krise abgestimmt und die Ergebnisse anschließend in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Auch die Suche nach einem Impfstoff war Thema bei der Pressekonferenz.

Söder positionierte sich hier eindeutig.

Sobald ein Stoff verfügbar ist, sei er “sehr offen” für eine Impfpflicht, sagte der CSU-Chef.

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Kretschmann warnte energisch davor, die Lockerungen zu forsch voranzutreiben: “Wir stehen nicht am Ende der Pandemie, sondern mittendrin”, so Kretschmann bei der Pressekonferenz am Mittag.

Mit Blick auf die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten in der kommenden Woche mahnte er auch die anderen Bundesländern zur Zurückhaltung.

Das sei auch im Interesse der Wirtschaft.

Denn eine zweite Infektionswelle führe erst recht zu einen “gigantischen Schaden”, so Kretschmann.

“Wir sind längst nicht über den Berg, die Situation bleibt fragil.

In einigen Bereichen ist Bayern etwas restriktiver als Baden-Württemberg.

Zu kleinen Verwerfungen führt zum Beispiel, dass Einkaufszentren in Baden-Württemberg früher öffnen dürfen als in Bayern.

Im Grenzgebiet werden deshalb bayerische Kunden über die Grenze in die Einkaufszentren fahren, wodurch bayerischen Händlern Umsatz entgehen wird.

Daran will Markus Söder aber nichts ändern, man bleibe bei der bayerischen Linie.

Man müsse in verschiedenen Bundesländern auch alles gleich machen, ergänzte Kretschmann, aber im Kern müsse man zusammenbleiben.

Kretschmann: Wir haben das Schlimmste verhindert

Warnung vor zu schnellen Lockerungen

Maske richtig tragen

Söder: Vor vier Wochen drohte “Italien, zweiter Teil”

Söder: Mundschutz im Restaurant “sinnwidrig”

Urlaub wird wohl in Deutschland stattfinden

Unterschiede bleiben

“Geisterspiele” denkbar

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Söder und Kretschmannn, haben gemeinsam davor gewarnt, die Lockerungen in der Coronakrise zu forsch voranzutreiben.

Man sei “mitten in der ersten Halbzeit” der Pandemie.

Kretschmann appellierte auch an die Menschen, sich durch die Maskenpflicht nicht in Sicherheit zu wiegen, sondern auch den nötigen Abstand zu halten.

Eine wirkliche Rückkehr zur Normalität werde erst möglich sein, wenn es einen Impfstoff gibt, so Kretschmann: “Wir liegen in der Mitte der ersten Halbzeit gegen einen schwierigen Gegner.

“Geisterspiele” beim Fußball seien generell möglich, wenn die Voraussetzungen stimmen, sagte Winfried Kretschmann.

Das bestätigte auch Söder: Wenn es medizinisch vertretbar ist, könne man hier grünes Licht geben.

Das Robert-Koch-Institut und die Gesundheitsbehörden müssten dem allerdings zustimmen.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bekräftigte die Äußerungen von Kretschmann: “Vor vier Wochen drohte Italien, zweiter Teil”, so Söder, das habe sich zum Glück nicht bewahrheitet, weil man schnell und auf Basis der Wissenschaft gehandelt habe.

Kretschmann erinnerte noch einmal daran, dass das Recht auf Leben und körperlicher Unversehrtheit als Grundrecht in Artikel der deutschen Verfassung steht: “Wenn man die Pandemie nicht überlebt, ist es mit den Freiheitsrechten vorbei.

Alle Maßnahmen machen wir auf Grundlage der Verfassung und nicht freihändig.

“Wir glauben fest daran, dass Corona bleibt”, so Söder.

Deshalb gebe es keinen Grund, leichtsinnig zu werden.

Alle Wissenschaftler warnten vor einem Rückfall, das habe die Entwicklungen in einigen Ländern gezeigt: “Deshalb sind Verantwortung, Besonnenheit und Umsicht die richtigen Ratgeber und nicht Hektik.

” Denn falls es einen Rückfall geben sollte, seien die wirtschaftlichen Schäden “nicht mehr bezifferbar”, so Söder.

Bisher bekomme man respektvolle Anrufe aus dem Ausland, aber Söder hoffe, dass man nicht in ein paar Monaten Anrufe bekomme, wo es heiße: Schade, ihr habt eine Chance verspielt.

Söder und Kretschmann: Zu schnelle Lockerungen sind gefährlich

“Wir sind für Erleichterungen”, beruhigte Söder die Wirtschaft und die Menschen, man sehe die Interessen der Wirtschaft und werde lockern, sobald das verantwortbar ist.

Aber die Basis dafür sei immer das aktuelle Infektionsgeschehen.

Auf die Forderungen aus der Gastronomie, die Restaurants bald wieder zu öffnen, sagte Söder, Mundschutz in der Gastronomie sei “sinnwidrig”, und wenn Alkohol fließe, sei auch fraglich, ob der Abstand eingehalten werde.

Man könne noch keine Termine nennen, wann die Restaurants wieder öffnen können.

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