Sport außer Kontrolle: Corona legt Anti-Doping-Kampf lahm – Top News

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Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagt Jaksche, auf dem Höhepunkt seiner Karriere sei Doping Teil des Systems gewesen.

“Man wurde ja sogar im Team als unprofessionell gesehen, wenn man das nicht gemacht hat”, so Jaksche.

Während der Corona-Krise sind Dopingtests weltweit ausgesetzt.

Sportler befürchten, Konkurrenten könnten sich jetzt durch verbotene Substanzen Vorteile verschaffen.

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Die Kritik richtet sich gegen die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

Die Corona-Krise hat den Kampf gegen Doping weltweit lahm gelegt.

Könnten Sportler die Situation jetzt ausnutzen und zu verbotenen Mitteln greifen? Auf jeden Fall, sagt Jörg Jaksche, der ehemalige Radprofi und Kronzeuge im Dopingskandal 2006 um den spanischen Arzt Fuentes.

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Lässt sich das auf heute übertragen? Jaksches Einschätzung: Die Leute, die damals dieses System mitgetragen und forciert hätten, seien ja immer noch im Sport.

Und aus eigener Erfahrung weiß der frühere Radprofi: Es gibt Dopingmitteln mit Langzeit-Wirkung.

Sportler könnten die Substanzen jetzt einnehmen, und später, wenn die Wettkämpfe wieder losgehen, einen Vorteil haben.

Längerfristig Vorteile durch verbotene Substanzen

Doping-Sünder durch aufwändige Tests aufspüren

Deutsche Sportler testen sich freiwillig selbst

Selbsttest ist noch nicht weltweit anerkannt

Kritik an Welt-Anti-Doping-Agentur wächst

Während der Corona-Krise sind Dopingtests weltweit ausgesetzt.

Sportler befürchten, Konkurrenten könnten sich jetzt durch verbotene Substanzen Vorteile verschaffen.

Die Kritik richtet sich gegen die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

Um auch den Zeitraum abzudecken, in dem keine Kontrollen stattfanden, müsste man dann mehr als eine Probe nehmen und breit testen.

Im Idealfall, so Thevis, nicht nur Blut oder nur Urin, sondern beides gemeinsam.

Prof.

Mario Thevis, vom weltweit renommierten Doping-Kontrolllabor in Köln sagt: Die Sportler, die jetzt dopen würden, werde man im Nachhinein nur mit großem Aufwand erwischen können.

In Deutschland jedenfalls wollen einige Athleten auch in Corona-Zeiten zeigen, dass sie sauber sind.

Sie machen freiwillig einen alternativen Dopingtest, den die Nationale Antidopingagentur, kurz NADA, anbietet.

Das könnte eine Herausforderung werden, denn wann die üblichen Dopingkontrollen national und international wieder flächendeckend durchgeführt werden können, weiß niemand.

Das hängt auch von der jeweiligen Entwicklung der Corona-Infektionen ab.

Es ist ein Bluttest, den die Sportler zuhause selbst durchführen können.

Vor laufender Kamera nehmen sie sich ein paar Tropfen Blut ab und schicken die Probe per Post ins Labor.

Sport außer Kontrolle: Corona legt Anti-Doping-Kampf lahm

Nadine Apetz, aktuell eine der besten deutschen Boxerinnen, hat bei dem freiwilligen Bluttropfentest mitgemacht und die Erfahrung gemacht, dass es dank ausführlicher Anleitung “eigentlich problemlos ging”.

Er macht sich aber natürlich verdächtig und gerät ins Visier der Dopingfahnder.

Zielkontrollen bei späteren Wettkämpfen könnten folgen.

Allerdings: Von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA wird der Bluttropfentest derzeit nicht anerkannt.

Das heißt, sollte eine verbotene Substanz nachgewiesen werden, wird der Sportler nicht sanktioniert.

Nadine Apetz wünscht sich, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA entsprechend durchgreift.

Für die Boxerin Nadine Apetz war es selbstverständlich, eine solche Probe abzugeben.

Dass in anderen Ländern wie in Russland seit Wochen überhaupt nicht mehr kontrolliert wird, findet die Boxerin nicht in Ordnung.

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