Sportunterricht zu Hause: Training vorm PC statt in der Halle – Top News

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Auch der Schulsport läuft hier in Zeiten von Corona weiter – nur anders.

Mehr Motivation, weniger Leistungskontrolle: Das ist die Idee von Sportlehrer Michi Zovko.

Er trainiert alle Altersstufen von der fünften bis zur zwölften Klasse.

Die Schüler stehen in ihren Zimmern vor ihren Rechnern oder Smartphones.

90 Minuten schwitzen sie gemeinsam beim digitalen Sportunterricht.

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Per Video-Konferenz verfolgt Sportlehrer Zovko alles genau, gibt Anweisungen und korrigiert.

Seit Wochen findet Präsenzunterricht in Bayern nicht oder kaum statt.

Die Folge: Viele Schüler bewegen sich zu wenig.

Ein Sportlehrer aus Oberbayern wollte sich damit nicht zufrieden geben.

Er hat ein Konzept für virtuellen Sportunterricht entworfen.

Eigentlich trainieren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Neubeuern bei Rosenheim mehrmals wöchentlich in einer modernen Sporthalle.

Doch seit dem 16.

März ist das Internat geschlossen, Unterricht findet nur noch am heimischen Schreibtisch statt.

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Neben Ausdauer und Beweglichkeit lehrt Zovko auch Übungen, die die Koordination fördern – also ein ganzheitliches Programm, das animieren soll, sich körperlich fit zu halten.

Sogar Toilettenpapier kommt dabei manchmal zum Einsatz.

Training mit Regenschirm und Toilettenpapier

Digitaler Sportunterricht nicht für alle Schüler geeignet

Kinder bewegen sich zu wenig

Am Tag vor dem Training schickt Zovko seinen Schülern eine E-Mail mit der Info, welche Materialien diese Woche für die Sportstunde gebraucht werden.

Spezielle Geräte benötigen die Kinder und Jugendlichen nicht.

Die meisten Gegenstände, mit denen sie trainieren, gibt es in jedem Haushalt.

Beispielsweise wird der Regenschirm mal schnell zum Hockeyschläger umfunktioniert.

Seit Wochen findet Präsenzunterricht in Bayern nicht oder kaum statt.

Die Folge: Viele Schüler bewegen sich zu wenig.

Ein Sportlehrer aus Oberbayern wollte sich damit nicht zufrieden geben.

Er hat ein Konzept für virtuellen Sportunterricht entworfen.

Woche für Woche lässt sich der Sportlehrer aus Wasserburg am Inn neue Übungen und Challenges einfallen.

Inzwischen haben auch auch andere Schulen Interesse an dem Konzept gezeigt.

Doch einen Haken hat das Ganze: Wer keinen Computer oder Smartphone besitzt, kann nicht beim digitalen Sportunterricht mitmachen.

Das weiß auch die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann.

Sie begrüßt die sportliche Initiative, äußert aber auch Bedenken:

Jetzt, in Zeiten von Corona und dem damit verbundenen Homeschooling, sitzen die Kinder noch länger am Schreibtisch als üblicherweise.

Umso wichtiger für Sportlehrer Michi Zovko, seine Schülerinnen und Schüler jede Woche aufs Neue zu motivieren.

Denn der Sport bringe Bewegung, Spaß und Bildung in den für alle ungewohnten Alltag, findet er – und steht mit dieser Ansicht gewiss nicht alleine.

Trotzdem: Zovko freut sich wieder auf das Training in der Halle und den direkten Kontakt mit seinen Schützlingen.

Einige der neuen Übungen will er aber auf jeden Fall auch nach Corona in den Unterricht übernehmen.

Dabei ist der Sport gerade in Zeiten vor Corona wichtig.

Schon vor der Krise haben sich mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen hierzulande nicht genügend bewegt.

Das geht aus der sogenannten Motorik-Modul-Studie hervor, einer Langzeitstudie des Karlsruher Instituts für Technologie und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut.

Sportunterricht zu Hause: Training vorm PC statt in der Halle

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