Stichtag: Im Sommermärchen-Prozess tritt heute Verjährung ein – Top News

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Nach jahrelangen, schleppenden Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft kam es erst im vergangenen Sommer zur Anklage.

Es vergingen noch einmal Monate, bis der Prozess schließlich Anfang März dieses Jahres begann – sieben Wochen vor der Verjährung.

Dann musste der Prozess wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden.

Im Sommermärchen-Prozess in der Schweiz gegen drei frühere DFB-Funktionäre und einen ehemaligen FIFA-Funktionär tritt heute die Verjährung ein.

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Damit dürfte das zuletzt wegen der Corona-Krise unterbrochene Gerichtsverfahren ohne Urteil zu Ende gehen.

Verschiedene Juristen sind sich in der Bewertung der Lage einig: Mit der Verjährung heute muss der Prozess um die Fußball-WM 2006 eingestellt werden.

Ein Debakel für die Schweizer Justiz: Das Verfahren vor dem Bundesstrafgericht im Schweizer Bellinzona wird damit voraussichtlich beendet, ohne dass auch nur eine Minute verhandelt wurde.

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Trotzdem sieht die Schweizer Bundesanwaltschaft keine Versäumnisse bei sich.

Schuld sei die Corona-Pandemie.

Prozess begann erst sieben Wochen vor Verjährung

Schweizer Bundesanwaltschaft: Keine Versäumnisse

Bestechungsvorwürfe gegen hochrangige Fußball-Funktionäre

Niersbach und Zwanziger wollen Entschädigung einfordern

Anti-Korruptions-Experte Pieth: Massiv enttäuscht

Das Geld floss demnach von einem Konto des Deutschen Fußball-Bundes an den Weltverband FIFA weiter auf ein Privatkonto.

Deklariert war die Summe als Beitrag für eine WM-Gala, die jedoch nie stattfand.

Die gleiche Summe wanderte bereits 2002 vom inzwischen verstorbenen Adidas-Besitzer Robert Louis-Dreyfus über den Chef des Organisationskomitees der WM, Franz Beckenbauer, an den damaligen FIFA-Vizepräsidenten Mohamed bin Hammam aus Qatar.

Im Sommermärchen-Prozess in der Schweiz gegen drei frühere DFB-Funktionäre und einen ehemaligen FIFA-Funktionär tritt heute die Verjährung ein.

Damit dürfte das zuletzt wegen der Corona-Krise unterbrochene Gerichtsverfahren ohne Urteil zu Ende gehen.

Angeklagt wegen Betrugs beziehungsweise wegen Beihilfe: die beiden Ex-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach, der ehemalige DFB-Generalsekretär Horst R.

Schmidt und der frühere FIFA-Generalsekretär Urs Linsi.

Die Anklage wirft ihnen vor, sie hätten den Zweck einer Millionenzahlung im Vorfeld der Fußball-WM 2006 in Deutschland verschleiert.

Alle Beschuldigten hatten die Vorwürfe stets bestritten.

Sie fühlen sich nun um einen Freispruch gebracht.

Sein Mandant sagt Beat Luginbühl, der Verteidiger von Theo Zwanziger, ” sei zurecht überzeugt, dass er sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen.

“Ihm wird die Möglichkeit genommen, durch die verschiedenen Verfahrensfehler namentlich der Bundesanwaltschaft, dass er einen Freispruch erwirken kann.

” Nun wollen Zwanziger wie Niersbach eine Entschädigung unter anderem für Verteidigungskosten einfordern.

Beobachter sind vom Ablauf der Ermittlungen und des Verfahrens massiv enttäuscht.

Der Anti-Korruptions- und Strafrechts-Experte Mark Pieth aus Basel etwa hält das Ganze für unendlich peinlich.

Stichtag: Im Sommermärchen-Prozess tritt heute Verjährung ein

Zu Beginn habe man die Vorstellung gehabt, dass diese belegte Zahlung von Beckenbauer an bin Hammam eigentlich eine Bestechungszahlung gewesen sei, um Stimmen zu kaufen.

“Das war die relativ naheliegende Ausgangslage.

Die Zahlung ist erwiesen.

” Man habe aber nicht herausgefunden, wozu sie diente und habe “zum Schluss die Statisten vor Gericht gestellt.

” Trotz verwertbarer Beweise falle nun alles unter den Tisch, so Pieth.

Eine Aufarbeitung sei nun bestenfalls von den Medien zu erwarten.

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