Stichwahl in Unterfranken: Wahlbeteiligung bis jetzt gut – Top Meldungen

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Zwei Wochen nach der Kommunalwahl 2020 finden am Sonntag auch in Unterfranken Stichwahlen statt. Wegen der Corona-Krise gibt es keine Wahllokale, sondern eine reine Briefwahl. “Die Wahlbeteiligung sieht gut aus”, so der Tenor aus den Rathäusern.

In Unterfranken haben bislang schon mehrere tausend unterfränkische Wähler ihre Kreuzchen gesetzt und die Wahlunterlagen in die jeweiligen Rathäuser zurückgeschickt oder zurückgebracht. Die Verantwortlichen wollen verhindern, dass sich Wähler oder Wahlhelfer mit dem Coronavirus anstecken. Deshalb findet die Stichwahl als reine Briefwahl statt.

Stichwahl: Alle Informationen und Ergebnisse finden Sie hier.

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Über das neue Stadtoberhaupt von Aschaffenburg haben mehr als 25.000 Wähler abgestimmt, so Alexei Baum vom Wahlamt auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Wahlberechtigt sind dort knapp 54.000 Menschen. Er rechnet aber damit, dass die Menschen das freie Wochenende noch zum Wählen nutzen.

Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Aschaffenburg treten Jürgen Herzing von der SPD und Jessica Euler von der CSU gegeneinander an. Beide sind aktuell bereits Bürgermeister in Aschaffenburg. Herzing hatte die absolute Mehrheit am 15.März mit 47,9 Prozent verpasst. Seine Konkurrentin hat 29,6 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Wegen Corona wird in Aschaffenburg erst ab Montagmorgen, 8.00 Uhr, ausgezählt.

Im Markt Goldbach im Landkreis Aschaffenburg werde die Wahlbeteiligung in etwa auf dem Niveau vom 15. März liegen, schätzt Peter Damm, der geschäftsleitende Beamte. Er rechnet mit etwa 60 Prozent, kann heute aber noch keine Zahlen nennen. In Goldbach entscheidet sich, ob Oliver Binz von der CSU oder Sandra Rußmann von den Freien Wählern die Nachfolge von Bürgermeister Thomas Krimm (FWG) antritt. Rußmann hatte im ersten Wahlgang 36,4 Prozent geholt, Binz 33,7 Prozent. In Goldbach sind knapp 7.900 Menschen wahlberechtigt.

In der Stadt Miltenberg hat schon knapp die Hälfte der Wähler ihr Kreuz für die Bürgermeister-Stichwahl gesetzt. 7.200 Menschen dürfen abstimmen – und heute Mittag sind bereits über 3.500 Briefwahlunterlagen im Rathaus eingegangen. Bei der Wahl treten Lokalmatador und Braumeister Cornelius Faust (parteilos, Kandidat der Liberalen Miltenberger) und Schulleiter Bernd Kahlert (CSU) gegeneinander an. Kahlert erreichte als Außenstehender aus dem Raum Augsburg auf Anhieb 35,5 Prozent der Stimmen und landete damit vor Faust mit 32,3 Prozent.

In Ochsenfurt im Landkreis Würzburg hat bislang sogar mehr als die Hälfte der Wähler abgestimmt: etwa 5.000 der rund 9.000 berechtigten Wähler. Eine Sprecherin des Rathauses rechnet mit einer Wahlbeteiligung von etwa 6.000. In der größten Stadt des Landkreises Würzburg steht dem amtierenden Bürgermeister Peter Juks (UWG) seine Stellvertreterin Rosa Behon (CSU) als Kontrahentin gegenüber. Mit 47,9 Prozent der Stimmen liegt er im ersten Wahlgang deutlich vor Rosa Behon mit 35,3.

In Kitzingen hat bislang etwa ein Drittel der Wähler über den neuen Chef im Rathaus abgestimmt, etwa 6.000 der stimmberechtigten 16.700. „Ich glaube, dass heute und am Wochenende noch viel reinkommt. Wir sind der Post auch sehr dankbar, dass sie die Briefkästen am Samstag noch einmal leert und die Wahlunterlagen in die Rathäuser bringt“, so Claudia Biebel von der Stadt Kitzingen. Dort waren ja fünf Kandidaten ins Rennen um den Oberbürgermeister-Posten gegangen. In der Stichwahl treten die beiden Favoriten Stefang Güntner von der CSU und Manfred Paul von der SPD erneut gegeneinander an. Der CSU-Politiker lag am 15. März mit 42,9 Prozent deutlich vor seinem Konkurrenten, der 22,6 Prozent der Stimmen bekam.

Im Landkreis Würzburg geht es um die Nachfolge von Landrat Eberhard Nuß von der CSU. Er tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Favorit um seine Nachfolge ist Thomas Eberth, ebenfalls von der CSU, der Bürgermeister der Gemeinde Kürnach. Er hat am 15. März 42,9 Prozent der Wählerstimmen geholt. In der Stichwahl tritt er gegen die bisherige Stellvertreterin des Landrats, Karen Heußner von den Grünen, an. Sie hat 20,2 Prozent erzielt. Beide Politiker haben in ihren Regionen viele Stimmen geholt: Eberth in und um Kürnach, Heußner im Raum Veitshöchheim/Thüngersheim. Entscheidend ist nun die Gegend, in der Felix von Zobel von den Freien Wählern erfolgreich war – also die Region rund um Ochsenfurt.

Das Landratsamt Würzburg kann bislang keine Einschätzung zur Wahlbeteiligung abgeben. “Wir haben ja 52 Landkreis-Gemeinden, wo jeweils in den Rathäusern ausgezählt wird. Da werden wir Prognosen erst am Sonntag liefern können, wenn die Auszählung begonnen hat”, so Pressesprecherin Dagmar Hofmann. Weil es in vielen Gemeinden Probleme gibt, Wahlhelfer zu finden, könnte es sein, dass es zu Verzögerungen kommt. Der neue Würzburger Landrat könnte also auch erst am Montag feststehen.

Stichproben im Landkreis haben ergeben, dass in Kist beispielsweise bereits etwa 40 Prozent der Wähler abgestimmt haben, in Röttingen etwa ein Drittel. Im Landkreis Würzburg gibt es insgesamt 131.109 Stimmberechtigte. Am 15. März lag die Wahlbeteiligung bei 68,2 Prozent.

Im Landkreis Main-Spessart ist es ähnlich: Das Landratsamt kann bislang keine Schätzungen zur Wahlbeteiligung abgeben und verweist auf die Auszählung am Sonntag. In einer der größten Städte im Landkreis, in Marktheidenfeld, haben bis heute Mittag etwa schon 3.500 der knapp 9.000 Wähler abgestimmt.

Im Landkreis Main-Spessart wird am Sonntag in einer Stichwahl entschieden, wer den Landkreis in den kommenden sechs Jahren nach Thomas Schiebel (Freie Wähler) führen und ins Landratsamt in Karlstadt einziehen wird. Von den fünf Kandidaten sind noch zwei übriggeblieben: Sabine Sitter von der CSU, die in der ersten Runde 44,6 Prozent holte. Und Christoph Vogel von den Freien Wählern mit 22,1 Prozent. Auf den ersten Blick hat damit die Gräfendorferin einen deutlichen Vorsprung vor dem Karbacher. Doch für die Stichwahl werden die Karten wieder neu gemischt. Im Landkreis Main-Spessart dürfen 102.953 Menschen abstimmen. Die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang lag bei 67,6 Prozent.

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