Stichwahl: Kopf-an-Kopf-Rennen von König und Brehm in Nürnberg – Top Meldungen

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Die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters in Nürnberg dürfte spannend werden: Im ersten Wahlgang lag der CSU-Kandidat Marcus König mit 36,5 Prozent der Stimmen nur knapp vor dem Nürnberger SPD-Chef Thorsten Brehm mit 34,9 Prozent.

Auch vor der Stichwahl zwischen Thorsten Brehm (SPD) und Marcus König (CSU) deutet vieles auf ein offenes Rennen um den Nürnberger Oberbürgermeister-Posten hin.

Marcus König, der bisher Fraktionschef der CSU im Nürnberger Stadtrat ist, will diesen knappen Vorsprung auch in der Stichwahl am kommenden Sonntag (29.03.20) über die Ziellinie bringen. Sollte dies gelingen, wäre er erst der zweite Christsoziale im Nürnberger OB-Sessel nach Ludwig Scholz (1996 bis 2002).

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Trotz des leichten Rückstandes auf König rechnet sich auch Thorsten Brehm gute Chancen aus. Der 35-Jährige zeigte sich mit dem Wahlergebnis aus dem ersten Wahlgang einigermaßen zufrieden. Denn der bisherige Amtsinhaber Ulrich Maly (SPD) hat nach 18 Jahren und drei Amtsperioden auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Dass es für jeden potenziellen Nachfolger zunächst einmal schwierig wird, die Wähler von sich zu überzeugen, sei klar, so Brehm.

Mit 15 Prozent hat die Kandidatin der Grünen, Verena Osgyan, die Stichwahl klar verfehlt. Allerdings war ihr Stimmanteil so groß, dass es von entscheidender Bedeutung werden dürfte, für wen sich ihre Wähler nun mehrheitlich in der Stichwahl entscheiden werden. Marcus König geht davon aus, dass die Zeiten, in denen man Grünen-Wähler bei Stichwahlen fast automatisch der SPD zuschlagen konnte, vorbei sind. Thorsten Brehm sieht sich dagegen in ökologischer Hinsicht besser positioniert als König und hofft deswegen, den Großteil der Grün-Wähler für sich gewinnen zu können.

Allerdings haben sowohl Verena Osgyan als auch der bisherige Fraktionschef der Grünen im Nürnberger Stadtrat, Achim Mletzko, auf eine Wahlempfehlung für die Stichwahl verzichtet. Auch Koalitionsüberlegungen für die kommende Stadtratsperiode hat Mletzko bereits eine Absage erteilt. Solange CSU und SPD am Ausbau des Frankenschnellweges festhalten wollen, werde man keinen Koalitions- oder Kooperationsvertrag unterschreiben, so Mletzko. Allerdings sei man auch weiterhin zur punktuellen Zusammenarbeit im Stadtrat bereit.

Dass die Pläne für den Ausbau des Frankenschnellwegs aber ad acta gelegt werden, dürfte eine Wunschvorstellung der Grünen bleiben. Sowohl Brehm als auch König haben sich klar zum Bau bekannt. Ohnehin ist beiden klar, dass CSU und SPD im Rathaus weiterhin aufeinander angewiesen sein werden. „96 Prozent der Entscheidungen fallen sowieso einstimmig“, erklärt König, dessen CSU nun erstmals stärkste Kraft im Stadtrat sein wird – allerdings ohne echte Mehrheit. In Zeiten der Corona-Krise, deren Auswirkungen die Politik mit Sicherheit noch lange beschäftigen werden, seien parteipolitische Auseinandersetzungen aber ohnehin nicht angebracht, betont Brehm. Gut, dass sich beide Stichwahl-Kandidaten menschlich gut verstehen. Teilweise kamen sie sogar in einem Auto zu Wahlkampfveranstaltungen.

König will den knappen Vorsprung behaupten

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