Stichwahl-Trends: CSU behauptet, SPD und Freie Wähler legen zu – Top Meldungen

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Auch wenn viele Ergebnisse erst am Montag vorliegen werden – schon jetzt sind Trends erkennbar: Die Wahlbeteiligung ist gestiegen. Die CSU behauptet sich. Die SPD legt bei den Oberbürgermeistern, die Freien Wähler bei den Landräten zu.

Über 750 Kommunen in Bayern sind heute in die Stichwahl gegangen – unter Bedingungen wie es sie im Freistaat bisher noch nicht gegeben hat: wegen der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus blieben die Wahllokale geschlossen. Die Wähler mussten ihre Stimme per Brief abgeben. In vielen Städten wird daher eine abschließende Bilanz wohl erst am Montag möglich sein, da zur Auszählung besondere Schutzvorkehrungen eingerichtet wurden. Doch erste Trends lassen sich bereits erkennen.

So ist etwa die Wahlbeteiligung trotz der neuen Vorzeichen erneut leicht angestiegen: Infratest Dimap schätzt, dass sich am Sonntag 59 Prozent aller Wahlberechtigten in Bayern an der Stichwahl beteiligt haben. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen waren es 58,5 Prozent. In einer Umfrage die im Auftrag des BR durchgeführt wurde, hatten damals 79 Prozent der Befragten “großes Interesse” an der Kommunalwahl bekundet – gegenüber der Wahl 2014 ein Anstieg um neun Prozent.

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In den kreisfreien Städten liegt die CSU nach aktuellem Stand im Rennen um die Rathäuser vorne: Die Partei wird nach einem ersten Trend zukünftig elf Oberbürgermeister in Bayern stellen. Zwar verliert die CSU drei Ämter – kann jedoch auch drei hinzugewinnen. Darunter ist Nürnberg, wo Marcus König seinen Konkurrenten Thorsten Brehm von der SPD schlägt. Für die CSU ist der Nürnberger OB-Posten ein Prestige-Erfolg, zumal sie ihn dort erst einmal – von 1996 bis 2002 – inne hatte.

Die SPD regiert zukünftig in neun bayerischen Rathäusern – sie verlor eines und eroberte drei neu. Die FDP stellt weiterhin einen Oberbürgermeister: In Landshut wurde Alexander Putz in seinem Amt bestätigt. Keinen OB-Posten werden nach jetzigem Stand die Grüne, Freie Wähler oder die AfD besetzen. In drei Kommunen lag am Abend aber noch kein Ergebnis vor. In Regensburg wird beispielsweise erst morgen ausgezählt.

Wenig überraschend dürfte sein, dass die CSU die meisten Landräte stellen wird – der Trend hatte sich bereits vor zwei Wochen im ersten Wahlgang abgezeichnet. Damals hatten sich die Christsozialen bei 38 der 64 Landratswahlen durchgesetzt. Wie bei den OB-Posten glichen sich auch hier für die Partei Gewinne und Verluste aus: Vier Landratsämter verlor sie, während wiederum vier gewonnen werden konnten.

Auf Platz zwei landen die Freien Wähler, die heuer zwei Landräte mehr stellen können. Grüne und SPD können zukünftig jeweils mit einem Landrat regieren. Beide Parteien verloren je einen Posten. Insbesondere in Miesbach hatten die Grünen um ihren Landrat Wolfgang Rzehak gebangt, der nun aber von Olaf von Löwis of Menar (CSU) abgelöst wird.

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Trend 1: Wahlbeteiligung erneut leicht gestiegen

Trend 2: CSU mit 11 Oberbürgermeistern, SPD mit 9

Trend 3: CSU ist Partei der Landräte, Freie Wähler legen zu

Stichwahl-Trends: CSU behauptet, SPD und Freie Wähler legen zu

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