Stichwahlen als Briefwahl: Kommunen am Untermain stark gefordert – Top Meldungen

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Dass die Stichwahlen wegen des Coronavirus nur per Briefwahl stattfinden, stellt die Städte am Untermain vor Herausforderungen. Schnell genügend Umschläge zu ordern, war schwierig. Bis Freitag sollen die Wahlunterlagen bei den Wahlberechtigten sein.

Dass die Stichwahlen am kommenden Sonntag (29.03.20) wegen der Corona-Krise nur per Briefwahl stattfinden, stellt die Kommunen am Untermain vor große Herausforderungen. Kurzfristig ausreichend Umschläge zu ordern, erwies sich als schwierig. Spätestens bis Freitag sollen die Wahlunterlagen jedoch bei den Wahlberechtigten sein.

Die Stadt Miltenberg hatte zum Beispiel Probleme, die nötigen Formulare und Umschläge zu bekommen. Die Stadt habe sich im Vorfeld der Kommunalwahl etwa 4.000 Briefwahlunterlagen schicken lassen. Nun seien aber mehr als 7.000 nötig, sagte der Wahlleiter dem Bayerischen Rundfunk. Bis Mittwoch sollen die Unterlagen voraussichtlich spätestens bei den Wählern sein. Goldbach im Landkreis Aschaffenburg konnte auf die Wahlunterlagen von anderen Gemeinden wie Alzenau zurückgreifen, die selbst keine Stichwahl haben. Dort seien die Unterlagen größtenteils schon verteilt. Vereinzelt seien noch Unterlagen mit der Post unterwegs, so eine Sprecherin aus dem Rathaus.

Auch die Stadt Aschaffenburg wurde von der reinen Briefwahl überrascht – konnte die Unterlagen aber noch rechtzeitig nachbestellen. Mitarbeiter der Verwaltung hätten in den letzten Tagen alles per Hand kuvertiert, so der Wahlleiter. Bis spätestens Freitag (27.03.20) sollen alle Wahlberechtigten ihre Unterlagen haben. Wer in Aschaffenburg keine Wahlunterlagen in der Post hatte, kann sich auch am Wochenende unter der Telefonnummer 06021/330 12 20 bei der Stadt melden und sich die Unterlagen selbst an der Theaterkasse abholen. Diese ist am Samstag von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag von 8 bis 15 Uhr besetzt.

Die Wählerinnen und Wähler können die Unterlagen bis spätestens Sonntag, 18 Uhr, in den Rathäusern in die Briefkästen werfen. Persönlich abgegeben werden können sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht.

Das Corona-Virus hat auch Auswirkungen auf das Auszählen der Briefwahl: In allen Wahllokalen sind nur Mitarbeiter der Kommunen im Einsatz, zum Beispiel aus den Rathäusern, vom Bauhof oder der Feuerwehr – keine externen Wahlhelfer. So wollen die Verantwortlichen eine Ansteckung vermeiden. Außerdem gelten Hygienemaßnahmen wie Abstand halten oder Hände waschen. In Goldbach sind es nach aktuellem Stand beispielsweise 42 Wahlhelfer in sechs Wahllokalen. Dort soll noch am selben Abend ausgezählt werden. Die Stadt Miltenberg ist in den eigenen Reihen noch auf der Suche nach Wahlhelfern. Die Situation sei schwierig und es würden immer wieder Leute absagen, so der Wahlleiter. Die Stadt will das Wahlergebnis auch noch am Wahlabend bekannt geben. Aber das Auszählen wird deutlich länger dauern. Die Stadt Aschaffenburg hatte schon vergangene Woche darüber informiert, dass das Auszählen dort erst am Montagmorgen (30.03.20, 8.00 Uhr) startet und frühestens Montagmittag mit einem Ergebnis zu rechnen ist.

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