“StopCovid”-App startet in Frankreich – und erntet Kritik – Top News

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“StopCovid” ist freiwillig und funktioniert über Bluetooth.

Hat man sich länger als 15 Minuten in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten, dann erhält man einen Alarm in der eigenen App und kann sich selbst testen lassen oder freiwillig in Quarantäne gehen.

Am Dienstag öffnen in Frankreich nicht nur Bars, Cafés und Restaurants, sondern es geht auch eine Corona-App an den Start, die das Nachverfolgen von Infizierten ermöglicht.

Das Parlament stimmte zu, doch die App bleibt umstritten.

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Parallel zur Öffnung von Museen, Bars, Cafés, Restaurants und Campingplätzen startet in Frankreich ab Dienstag die Handy-App “StopCovid”.

Gemeinsam mit Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen soll die App die Ausbreitung des Coronavirus kontrollieren helfen.

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Daher ist die französische App aller Voraussicht nach nicht mit der deutschen, dezentralen App kompatibel, auch wenn viele Kriterien gleich sind: Zum Beispiel gibt es keine Standortbestimmung, die App hat keinen Zugriff auf die im Handy gespeicherten Kontakte und auf die der Personen, in deren Nähe sie waren.

Frankreich: Zentrale Speicherung der Daten

Nicht mit deutscher App kompatibel

Ohne Google und Apple

“Für iPhone-Nutzer quasi unbrauchbar”

Kritik am Datenschutz von “StopCovid”

Viele Franzosen fürchten um ihre Daten

Anders als es für die deutsche App geplant ist, werden die gesammelten Daten in Frankreich zentral auf einem Server gespeichert.

Am Dienstag öffnen in Frankreich nicht nur Bars, Cafés und Restaurants, sondern es geht auch eine Corona-App an den Start, die das Nachverfolgen von Infizierten ermöglicht.

Das Parlament stimmte zu, doch die App bleibt umstritten.

Mit “anderen” meint Staatssekretär Cédric O auch Großkonzerne wie Apple und Google.

Frankreich habe sich im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, bewusst gegen eine Zusammenarbeit mit den beiden großen Firmen entschieden.

Der Grund: Eine große Firma solle keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen eines Staates im Gesundheitswesen haben.

Cédric O, Staatssekretär für Digitales, versicherte im französischen Parlament: “Niemand wird erfahren, wer infiziert ist.

Weder Sie, noch andere, noch der Staat.

Diesen Punkt kritisiert Jean-Luc Mélenchon von der links-außen-Partei La France Insoumise: Diese App sei nutzlos, denn damit sie funktioniere, müssten 50 bis 60 Prozent der Menschen die App nutzen.

So könne man das nicht erreichen – abgesehen davon, dass 25 Prozent der Bevölkerung keine Smartphones besitzen, so Mélenchon.

Und trotzdem bringt diese Entscheidung gegen die beiden großen App-Anbieter auch Nachteile für “StopCovid” mit sich.

Auf Apple-Geräten beispielsweise kann die französische App nicht im Hintergrund laufen.

Nur offen sendet und empfängt sie Bluetooth-Signale.

Wird irgendeine andere App gestartet, erhält die Tracing-App keinerlei Daten mehr.

Das, schätzen Experten, macht die App für iPhone-Nutzer quasi unbrauchbar.

“StopCovid”-App startet in Frankreich – und erntet Kritik

Auch aus dem Lager der Konservativen gab es heftige Kritik an der App: Damien Abad von der konservativen Les Républicains bemängelt den Datenschutz.

Er wolle keine Gesellschaft, in der die Freiheitsrechte und der Respekt des Privatlebens “unter dem Deckmantel einer gesundheitlichen Krise” hintenan gestellt werden.

Denn 54 Prozent der Französinnen und Franzosen machen sich einer Umfrage von Harris Interactive zufolge Sorgen um ihre Daten.

Mehr als 150 IT-Experten warnen in einem offenen Brief unter dem Titel “Attention-StopCovid” vor der Möglichkeit, dass Daten abgefischt und zurückverfolgt werden könnten.

Die französische Kommission für Datenschutz CNIL hat dagegen keine Bedenken.

Die App sei freiwillig, die Daten anonymisiert.

Diese Garantien hatte die CNIL gefordert.

Gut der Hälfte der französischen Bevölkerung scheint das aber nicht zu reichen.

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