Streit um geschlossene Grenzen: Spaltet Corona Europa? – Top News

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Auf europäischer Ebene, so schätzt die EU-Kommission, werden die Einnahmeverluste für Hotels und Restaurants 50 Prozent und für Reiseveranstalter und Reisebüros 70 Prozent betragen.

Bisher sicherte der Tourismus 27 Millionen direkte und indirekte Arbeitsplätze.

Durch die Corona-Pandemie drohen dem Tourismus in der EU hohe Einbußen.

Die Verluste sind ungleich verteilt: Bleiben die Grenzen zu, fürchten südliche Länder und Österreich eine Saison ohne deutsche Urlauber, während man hierzulande auf Umsatz hofft.

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Hier der Tegernsee in Oberbayern, hinter den schneebedeckten Gipfeln die österreichische Ferienregion Achensee.

Durch einen Schlagbaum sind sie getrennt.

Geschlossene Grenzen mitten in Europa, das ist ein enormes Problem für den Tourismus.

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Tourismus durch Corona auf der Kippe

Auch Österreich fürchtet um die Saison

Bayerische Hotels im “Buchungs-Fieber”

Deutsche Urlauber sorgen für Einkommen im EU-Ausland

Verhandlungen um Grenzöffnung in Brüssel

Schlagbäume unten – Auch in Bayern sorgt das für Verdruss

Vielen droht jetzt das Aus, womöglich auch am Achensee in Österreich fürchtet Martin Tschoner vom dortigen Tourismusverband.

Durch die Corona-Pandemie drohen dem Tourismus in der EU hohe Einbußen.

Die Verluste sind ungleich verteilt: Bleiben die Grenzen zu, fürchten südliche Länder und Österreich eine Saison ohne deutsche Urlauber, während man hierzulande auf Umsatz hofft.

Das Geld der deutschen Touristen fehlt jetzt.

Nur zehn Prozent der Gäste rund um den Achensee kommt aus Österreich selbst.

Sie können die fehlenden deutschen Urlauber bei weitem nicht ausgleichen.

Bleibt die Grenze zu, werden viele Hotels und Gaststätten wirtschaftlich nicht überleben.

Mehr als jeder zweite Deutsche ist im letzten Jahr ins Ausland gereist.

Reiseziel Nummer eins war Österreich, so das Statistische Bundesamt.

Während der Aufenthalte in unserem Nachbarland haben die Deutschen knapp neun Milliarden Euro ausgegeben.

Nur 20 Kilometer nördlich der Grenze herrscht eine völlig andere Situation.

Hier im oberbayerischen Tegernsee laufen die Vorbereitungen für die Sommersaison, zum Beispiel auch im Hotel “Das Tegernsee”:

Von den 54 Millionen Deutschen, die im letzten Jahr verreist sind, waren 42 Millionen im Ausland, so das Statistisches Bundesamt.

Doch viele buchen nun Unterkünfte in Deutschland.

Die geschlossenen Grenzen sind eine Chance für die deutsche Tourismusindustrie.

Diese Rückmeldung bekommt Klaus Stöttner von vielen Betrieben.

Er vertritt die Tourismusbranche von Oberbayern und sitzt für die CSU im Landtag: “Ich denke, dass wir langfristig partnerschaftlich arbeiten müssen miteinander.

Aber ich bin glücklich, dass die Leute in Bayern bleiben, dass die Grenzen momentan noch dicht sein, dass die Leute bei uns Urlaub machen.

Streit um geschlossene Grenzen: Spaltet Corona Europa?

Schon jetzt: Vielerorts ausgebuchte Hotels.

Ministerpräsident Söder scheint zu bekommen, was er sich immer wieder öffentlich wünscht:

Martin Tschoner vom Tourismusverband Achensee will Ministerpräsident Söder in diesem Punkt widersprechen: “Ein Österreich-Urlaub ist nicht gleich ein Bayern-Urlaub, auch wenn wir doch sehr viel Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeit haben.

Vor allem auch Länder in Südeuropa sind abhängig von Touristen aus dem Ausland.

Reisen in Deutschland nur 22 Prozent der Übernachtungsgäste aus dem Ausland an, sind es in Österreich 67 Prozent.

Griechenland ist sogar noch stärker von ausländischen Touristen abhängig.

Hier kommen laut Eurostat 73 Prozent der Übernachtungsgäste aus dem Ausland.

Ohne internationale Gäste kann die griechische Tourismusbranche kaum überleben.

Damit der Schlagbaum bald wieder verschwindet, wird derzeit in Brüssel um eine gemeinsame Strategie für Grenzöffnungen gerungen.

Bisher ohne Erfolg.

Doch Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger möchte nicht länger warten:

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