Tourismus und Corona: Schwere Zeiten für private Gastgeber – Top Meldungen

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Mit dem Start der Osterferien hätte für die gut 200.000 privaten Vermieter von Ferienwohnungen und Zimmern in Deutschland die Saison erst richtig begonnen. Doch das Coronavirus bringt die Kleinbetriebe in Schwierigkeiten. Ein Beispiel aus Ruhpolding.

Babsi und Thomas Christofori haben vor zwei Jahren das frühere Gästehaus Bojernhof hoch über Ruhpolding kernsaniert. Im letzen Jahr kamen die ersten Gäste in die beiden Ferienwohnungen und auch jetzt wollten viele ihren Urlaub wieder hier verbringen. Doch wegen des Coronavirus stornieren die Gäste ihren Urlaub und statt nun Geld zu verdienen, sind die Beiden damit beschäftigt, den Gästen ihre Anzahlungen zu erstatten.

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Die Christoforis haben nun erst einmal keine Einnahmen durch die Vermietung der Ferienwohnungen, doch die Kosten bleiben, zum Beispiel für die Rückzahlung des Kredits für den Umbau des Hauses. An finanzielle Unterstützung vom Staat kommt die Familie erst, wenn das Vermögen aufgebraucht ist. Natürlich gehe es weiter, sagt Babsi Christofori. Schließlich hätte die Familie einen Bauernhof und Grundbesitz, doch es täte weh, wenn sie wegen der Corona-Krise etwas verkaufen müssten.

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Beim Geschäftsführer des Verbands der privaten Gastgeber steht seit Tagen das Telefon nicht mehr still, weil den Mitgliedsbetrieben das Geschäft komplett wegbricht. Die Privatvermieter würden die Maßnahmen der Regierung gegen das Coronavirus zwar voll unterstützen, nur müsste touristischen Betrieben in dieser Zeit effektiver geholfen werden, findet Geschäftsführer Markus Ritter. Er schlägt vor, dass der Staat die Stornokosten übernehmen und so die privaten Vermieter von Ferienwohnungen unterstützen könnte.

Viele Privatvermieter und auch Verbands-Geschäftsführer Markus Ritter hoffen, dass die Corona-Krise sobald wie möglich überstanden ist. Denn wenn die Beschränkung zum Beispiel drei bis vier Monate dauern würden, könnten die Folgen enorm sein, sagt Markus Ritter. Viele Vermieter würden sich dann möglicherweise entscheiden, ihre Wohnungen fest zu vermieten und nicht mehr an Feriengäste.

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Keine Einnahmen, aber Kosten

Verband: Effektivere Hilfe nötig

Folgen für ganze Urlaubsregionen

Tourismus und Corona: Schwere Zeiten für private Gastgeber

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