Trauer in Corona-Zeiten: Eine Herausforderung für alle – Top News

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“Das ist eine zusätzliche, enorme emotionale Belastung in einer ohnehin schwierigen Situation”, sagt Trauerredner Andreas Schaufler.

Der 49-Jährige hat hier auf dem Friedhof schon bei einigen Beerdigungen gesprochen, den Hinterbliebenen tröstende Worte gespendet.

Ein würdevoller Abschied, so Schaufler, ist schwieriger denn je, aber möglich.

So wären Videoaufzeichnungen der Beerdigung eine gute Möglichkeit für Trauernde, die nicht mit auf dem Friedhof dürfen.

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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spüren auch Trauernde, die von einem geliebten Menschen Abschied nehmen müssen.

Trotz aller Lockerungen dürfen Beerdigungen noch immer nur unter bestimmten Auflagen durchgeführt werden.

Erlangen, Zentralfriedhof: Beerdigung eines älteren Mannes.

Schwarz gekleidete Menschen nehmen Abschied.

15 Teilnehmer sind es bei der Urnenbestattung.

Die Höchstzahl.

Mehr als 15 Personen dürfen sich derzeit vor Ort nicht verabschieden.

Auch am Grab gelten die bestehenden Abstandsregelungen, Umarmungen sind Tabu.

Auch die Arbeit der Beerdigungsinstitute hat sich während der Coronakrise verändert.

Im Erlanger Röthelheimpark arbeitet Dirk Utzmann in vierter Generation als Bestatter im Familienunternehmen.

In der Aussegnungshalle bereitet er eine Trauerfeier vor.

Wochenlang durfte die Aussegnungshalle nicht für Trauerfeiern genutzt werden.

Seit Montag geht das wieder dank der Lockerungen; ansonsten gelten immer noch strenge Regeln, auch am Grab.

Die Trauernden dürfen beispielsweise nicht die Schaufel von Hand zu Hand weitergeben, um Erde ins Grab zu geben, die Schaufel oder auch das Aspergill für Weihwasser müssten nach jeder Nutzung desinfiziert werden, da dauere viel zu lang.

Die Erde wird jetzt einfach per Hand ins Grab gestreut.

Trauerredner Andreas Schaufler spendet Trost

Arbeit hat sich verändert

Allerdings muss das mit der Friedhofsverwaltung und den Teilnehmern abgeklärt werden, nicht alle Friedhöfe erlauben das.

Schaufler schickt seine Rede nach der Beerdigung an alle Hinterbliebenen, wer nicht kommen darf, könne zum Beispiel zur Stunde der Beerdigung auch vor einem Foto des Verstorbenen eine Schweigeminute abhalten, um den Trauerprozess anzustoßen, der sei für die Verarbeitung des Todes nämlich enorm wichtig.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spüren auch Trauernde, die von einem geliebten Menschen Abschied nehmen müssen.

Trotz aller Lockerungen dürfen Beerdigungen noch immer nur unter bestimmten Auflagen durchgeführt werden.

Insgesamt wüssten die meisten, die mit einem Auftrag ins Bestattungsinstitut kommen, schon Bescheid, so Utzmann.

Dennoch nehme man sich derzeit noch mehr Zeit für die Beratung.

Es sei eben alles eine Ausnahmesituation.

Selbst im Tod.

Trauer in Corona-Zeiten: Eine Herausforderung für alle

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