Tschechische Grenzpendler: noch unklar, wieviele bleiben – Top Meldungen

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Ab Mitternacht dürfen keine Berufspendler mehr von Tschechien nach Deutschland reisen. Wieviele sich deswegen kurzfristig eine Unterkunft in Deutschland gesucht haben, ist unklar. Es wird wohl je nach Branche sehr unterschiedlich laufen.

Die beiden Industrie- und Handelskammern für Niederbayern und die Oberpfalz können noch nicht abschätzen, wieviele tschechische Grenzpendler sich wegen der neuen Grenzregeln eine Unterkunft gesucht haben und wieviele zu Hause bleiben. Das Verbot, wegen der Ausbreitung des Coronavirus täglich über die Grenze zu pendeln, tritt Mitternacht in der Nacht zu Donnerstag, den 26.03., in Kraft. Am Montag war das Verbot bekannt gegeben worden.

Es wird wohl je nach Branche sehr unterschiedlich laufen, meinen Beobachter. Bei den Arberlandkliniken Viechtach und Zwiesel (Lkr. Regen), werden von den insgesamt 30 tschechischen Ärzten, Pflege- und Servicekräften 25 in Deutschland bleiben, wie die Klinikleitung heute bekannt gab.

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Bei der Molkerei Goldsteig in Cham bleiben voraussichtlich 40 von 60 Mitarbeitern, beim Elektronikunternehmen Zollner in Zandt (Lkr. Cham) dagegen nur rund 120 von 400 tschechischen Beschäftigten. Das sagte Richard Brunner von der IHK-Außenstelle in Cham dem BR. Allein im Landkreis Cham arbeiten insgesamt rund 4.500 Tschechen in den verschiedensten Branchen, in der gesamten Oberpfalz rund 12.500, in Niederbayern rund 5.000.

Die IHK Cham hat zusammen mit dem Hotel- und Gaststättenverband und dem Landratsamt Cham kurzfristig eine Datenbank aufgebaut mit Angeboten für Quartiere. Gedacht ist an Unterkünfte in Ferienwohnungen, Gasthöfen und kleinen Hotels.

Die von der Regelung betroffenen Tschechen, die weiter in Deutschland arbeiten möchten, müssen mindestens 21 Tage in Deutschland bleiben oder auch länger, bevor sie wieder nach Hause dürfen. Zuhause müssen sie dann 14 Tage in Quarantäne, so die neuen Regelungen der tschechischen Regierung. Die Menschen nehmen sehr viel auf sich, so Richard Brunner von der IHK, um ihren teils langjährigen Arbeitsverhältnisse in Deutschland treu zu bleiben. Derzeit sei ihm auch noch keine einzige deutsche Firma bekannt, die die Arbeitsverträge nun auflösen möchte. Im Gegenteil: Man will die Tschechen halten.

Der Chamer Landrat Franz Löffler teilte mit, er habe “allergrößten Respekt” vor den Menschen aus Tschechien, die jetzt “ihren Arbeitgeber nicht im Stich lassen.” Gerade jetzt in der Krise müsse man den jahrzehntelang aufgebauten gemeinsamen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt aufrechterhalten.

Unterschiede je nach Branche

Datenbank für Quartiere

IHK: “Man will die Tschechen halten”

Chamer Landrat hat Respekt vor tschechischen Arbeitnehmern

Tschechische Grenzpendler: noch unklar, wieviele bleiben

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