Türkei: Armenien begeht weiterhin “Kriegsverbrechen”.

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ANKARA

Armenien begeht weiterhin “Kriegsverbrechen” in Aserbaidschan und tötet dort Zivilisten, darunter auch Kinder, sagte der oberste türkische Diplomat am Samstag.

“Schweigen angesichts der Grausamkeit bedeutet Komplizenschaft bei Mord. Diejenigen, die ihren Anteil an der Menschlichkeit nicht einfordern, werden für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden”, sagte Mevlut Cavusoglu auf Twitter.

Er bekräftigte auch, dass die Türkei immer an der Seite Aserbaidschans stehen werde.

Am früheren Samstag wurden mindestens 13 Zivilisten getötet, darunter zwei Kinder, und mehr als 40 weitere verletzt, als die armenische Armee Ganja, Aserbaidschans zweitgrößte Stadt, mit Raketenangriffen traf, sagten Beamte.

Es war der zweite tödliche Angriff Armeniens in weniger als einer Woche auf Ganja, ein Gebiet weit weg von der Frontlinie mit einer Bevölkerung von einer halben Million Menschen.

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Mehr als 20 Häuser wurden laut vorläufigen Berichten zerstört.

Seit dem Ausbruch neuer Zusammenstöße zwischen den beiden Ländern am 27. September hat Armenien seine Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die aserbaidschanischen Streitkräfte fortgesetzt.

Vor dem Angriff in der vergangenen Nacht sagten aserbaidschanische Beamte, bei den Angriffen der Armenier seien mindestens 47 Zivilisten getötet und 222 verletzt worden.

Berg-Karabach-Konflikt

Die Beziehungen zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken sind seit 1991 angespannt, als das armenische Militär Oberkarabach bzw. Berg-Karabach, ein international anerkanntes Territorium Aserbaidschans, besetzte.

Etwa 20% des aserbaidschanischen Territoriums stehen seit fast drei Jahrzehnten unter illegaler armenischer Besetzung.

Die Minsker Gruppe der OSZE – unter dem gemeinsamen Vorsitz Frankreichs, Russlands und der USA – wurde 1992 gebildet, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu finden, doch ohne Erfolg. Im Jahr 1994 wurde jedoch ein Waffenstillstand vereinbart.

Mehrere UN-Resolutionen sowie internationale Organisationen fordern den Rückzug der Besatzungstruppen.

Weltmächte, darunter Russland, Frankreich und die USA, haben auf einen neuen Waffenstillstand gedrängt. Die Türkei hat unterdessen das Recht Bakus auf Selbstverteidigung unterstützt und den Abzug der armenischen Besatzungstruppen gefordert.

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