UN-Chef verurteilt Angriffe gegen Friedenstruppen in Mali

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ANKARA

Der UNO-Chef verurteilte am Freitag zwei kürzliche Angriffe auf die Mission des internationalen Gremiums in Mali.

“Ein Sprengsatz traf ein Fahrzeug der Mission, wobei ein ägyptischer Friedenssoldat getötet und ein weiterer schwer verletzt wurde. In Timbuktu führte ein indirekter Beschuss des integrierten Lagers der Mission dazu, dass mindestens ein burkinischer Friedenswächter verwundet wurde”, hieß es in einer Erklärung, die sich auf die Angriffe vom Donnerstag gegen die Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission in Mali (MINUSMA) bezog.

Die Erklärung zitierte Stephane Dujarric, Sprecher des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres, der unterstrich, dass solche Angriffe auf UN-Friedenstruppen “Kriegsverbrechen nach internationalem Recht darstellen können”.

Er forderte die malischen Behörden auf, “dringende Schritte zu unternehmen, um die Täter zu fassen und rasch vor Gericht zu bringen”.

Die Vorfälle ereigneten sich nur drei Tage, nachdem bei zwei weiteren Angriffen in den zentralen Regionen des westafrikanischen Landes mindestens 12 Zivilisten und 11 Soldaten getötet und weitere verletzt worden waren, fügte die Erklärung hinzu.

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Unbekannte Bewaffnete überfielen am Dienstag den Militärposten Sokoura in der Region Mopti, wie die malischen Streitkräfte mitteilten.

Die Armee teilte mit, dass dringende Maßnahmen im Gebiet nahe der Stadt Bankass ergriffen worden seien, wobei die Truppen in Alarmbereitschaft seien, um die Angreifer in einer laufenden Operation aufzuspüren.

Bisher hat sich noch keine Gruppe zu dem Angriff bekannt, aber ähnliche Angriffe werden gewöhnlich von Al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQIM) beansprucht.

Trotz der Präsenz französischer und UNO-Friedenstruppen in Mali sind bewaffnete Gruppen im Land nach wie vor sehr aktiv.

Unterdessen hatte eine Militärjunta im August Präsident Ibrahim Boubacar Keita abgesetzt und versprach, den Krieg gegen den Terrorismus in Mali zu gewinnen.

Seit 2012 haben Militante gewalttätige Angriffe in Nord- und Zentralmali durchgeführt, bei denen Tausende von Soldaten und Zivilisten getötet wurden.

Im vergangenen Jahr wurden laut Human Rights Watch allein in Zentralmali mindestens 456 Zivilisten getötet und Hunderte weitere verwundet.

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