USA: Gewalt gegen JournalistInnen – Top News

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ARD-Korrespondent Arthur Landwehr führt das auf eine anti-journalistische Stimmung im ganzen Land zurück, die von Präsident Trump in den vergangenen drei Jahren gezielt aufgebaut worden sei.

Die Rede von “Fake News”und der Presse als “enemy of the people”, als Feinde des Volkes, hat auch unter den Demonstranten bei manchen zu Aggressionen geführt: “Sie glauben, Journalisten verzerren sowieso die Wirklichkeit.

Jeder lebt in seiner eigenen Welt, und wenn die Medien dann etwas Anderes berichten, schürt das Wut, Journalisten sind dann die Gegner.

” Diese Stimmung gegen alle, die der eigenen Wahrnehmung widersprechen, die habe sich massiv verstärkt, und das Vorgehen gegen die Presse sei auch gewalttätiger geworden.

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Der US Press Freedom Tracker, eine Organisation, die Angriffen auf JournalistInnen nachgeht, zählte während der Proteste in den USA in nur drei Tage über 100 Übergriffe.

Gleichzeitig polarisiert die Berichterstattung die Gesellschaft

Eine Fotoreporterin in Minneapolis verlor ein Auge, nachdem sie von einem Gummigeschoss der Polizei im Gesicht getroffen worden war.

Ein Fernsehteam der Deutschen Welle wurde bei der Vorbereitung einer Live-Schalte, ein australischer TV-Reporter während einer Übertragung vor dem Weißen Haus von Polizisten angegriffen, Teams von CNN und anderen Sendern festgenommen.

Die Beispiele ließen sich fortführen.

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Washington-Korrespondent Arthur Landwehr war auch selbst in Minneapolis, wo George Floyd durch einen Polizisten getötet worden ist und wo die Proteste begonnen haben.

Seinem Eindruck nach kann man die Situation nicht als Bürgerkriegs-ähnlich beschreiben: “Die Auseinandersetzungen vor Ort waren schlimm, aber nicht wie in einem Krieg”.

Nur dadurch, dass es in über 100 Städten der USA zu Demonstrationen, aber auch zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen ist, habe das eine andere Dimension bekommen.

Im Vergleich dazu seien die Auseinandersetzungen beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg viel größer gewesen, so Arthur Landwehr.

Anti-journalistische Stimmung in den USA

Keine Bürgerkriegs-ähnlichen Zustände

Am Abend kommt der “schwarze Block” der Gewaltbereiten

Medien verstärken den gesellschaftlichen Graben

In den USA sind die Medien viel polarisierter als in Deutschland, sie stehen meist eindeutig auf einer Seite.

So zum Beispiel CNN aufseiten der Demokraten und in Gegnerschaft zu Trump, Fox News aufseiten der Republikaner und in Vasallentreue zum Präsidenten.

Daran habe sich in der aktuellen Berichterstattung nichts geändert.

Zwar könne man nicht sagen, so ARD-Korrespondent Landwehr, dass CNN die Demonstrationen richtig und Fox sie schlimm fand, man sei in beiden Sendern auf die Forderungen der Protestierenden eingegangen.

“Aber in der Bewertung dessen, wie der Präsident und die Regierung damit umgehen, da liegen sie weit auseinander, da ist Fox sehr treu zu Donald Trump und CNN sehr kritisch und hat überhaupt nichts gefunden, was Trump richtig gemacht hätte”.

Diese Gegnerschaft der Medien sei aber auch Geschäftsmodell, es gehe nicht darum, Medien oder die Gesellschaft zu versöhnen.

Der US Press Freedom Tracker, eine Organisation, die Angriffen auf JournalistInnen nachgeht, zählte während der Proteste in den USA in nur drei Tage über 100 Übergriffe.

Gleichzeitig polarisiert die Berichterstattung die Gesellschaft

Man könne bei den Protesten in den USA unterschiedliche Gruppen identifizieren: Tagsüber diejenigen, die gegen Rassismus und für mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft auf die Straße gehen, am Abend tausche sich das aus gegen Gruppen, die man in Deutschland als “schwarzen Block” bezeichnen würde.

Darunter mischten sich auch Provokateure, deren Ziel es sei, einen Krieg der Rassen zu fördern: “Weil sie sagen, am Ende eines solchen Rassenkrieges werde ein Sieg der Weißen stehen, und das ist, was sie wollen.

Das ist eine sehr kleine Minderheit, aber die ist aggressiv und sehr entschlossen,” so Arthur Landwehr.

Als dritte Gruppe tauchten die Plünderer auf, die mit der politischen Auseinandersetzung überhaupt nichts zu tun hätten; sie nutzten einfach die Gelegenheit, die Geschäfte leerzuräumen.

USA: Gewalt gegen JournalistInnen

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