Vor 70 Jahren: Erster Neckermann-Katalog – Top News

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Ein Neckermann-Werbespot in der Urzeit der Kataloge reimte etwas unbeholfen:

Früher hießen die Versandhändler in Deutschland nicht Amazon oder Zalando, sondern Quelle, Otto und Neckermann.

Vor 70 Jahren – also 1950 – brachten Otto und Neckermann erstmals ihren Warenkatalog auf den Markt.

Das hatte Folgen.

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Versandhandel ist eigentlich ein alter Hut.

Schon Oma und Opa haben häufig von der Kleidung bis zum Kühlschrank alles bestellt und sich liefern lassen.

Der Unterschied: Statt Internet hat es einen dicken, gedruckten Katalog gegeben – von Anbietern wie Quelle, Otto und Neckermann.

Vor 70 Jahren – also 1950 – veröffentlichten die beiden letztgenannten erstmals ihren Warenkatalog.

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Kittelschürzen, Hosen, Schuhe – nach dem Krieg und der Währungsreform ist der Bedarf der Deutschen groß.

Und je mehr das Wirtschaftswunder Fahrt aufnimmt, umso konsumfreudiger werden die Bundesbürger.

“Alles bringt die Post ins Haus”

Nicht nur für die oberen Zehntausend

Kiloschwere Kataloge

Bestellparadies ließ kaum Wünsche offen

Letzter Höhepunkt: Die deutsche Einheit

Das Ende: Der Siegeszug des Internets

Früher hießen die Versandhändler in Deutschland nicht Amazon oder Zalando, sondern Quelle, Otto und Neckermann.

Vor 70 Jahren – also 1950 – brachten Otto und Neckermann erstmals ihren Warenkatalog auf den Markt.

Das hatte Folgen.

1950 ist der zunächst sehr kleine Katalog von Josef Neckermann von Anfang an ein Erfolg.

Und so weitet er das Angebot immer weiter aus – insbesondere für die sogenannten “kleinen Leute”.

Und sie liegen in Millionen Haushalten, die darauf kaum noch verzichten wollen.

Außerdem wird weiter geworben und geworben – mit Erfolg:

Der Katalog, der gewöhnlich zweimal im Jahr im Briefkasten der Kunden landet, wird immer dicker.

Auch bei der Konkurrenz Quelle und Otto.

1.

000 Seiten und noch mehr haben die kiloschweren Blätterwerke.

Vor 70 Jahren: Erster Neckermann-Katalog

Manche erinnern sich vielleicht noch, wie sie sich zu Weihnachten etwas aussuchen durften im Katalog oder wie eine Sammelbestellerin von Haus zu Haus zog.

Und die Kataloge sind umfangreich, lassen kaum Wünsche offen.

“1.

638 Seiten mehr Zeit”, wirbt Quelle, und weiter: “Drum sei helle und bestelle gleich den Katalog von Quelle.

Auch bei jungen Leuten waren die Kataloge sehr beliebt – unter anderem wegen der Unterwäscheangebote.

Wo sonst hätten pubertierende Jünglinge so wertvolle Informationen über die weibliche Anatomie erhalten? Damals, als es das Internet noch nicht gab.

Wo sonst hätte die bayerische Landfrau ganz diskret einen Massagestab bestellen können?

Im Laufe der 1990er-Jahre haben die Universalversender mit ihrem breitgefächerten Angebot immer größere Probleme, den Geschmack der Kunden zu treffen.

Die Konkurrenz wird größer.

Quelle kommt – wie zuvor auch Neckermann – zu Karstadt.

Am Katalog halten aber alle fest.

Doch dann gibt es nochmals einen unverhofften Aufschwung für die Katalog-Firmen: die Wiedervereinigung.

Für die Menschen in der ehemaligen DDR waren die dicken Kataloge praktisch wie aus dem Schlaraffenland, erzählt der Neckermann-Betriebsrat Thomas Schmidt.

Er erinnert sich noch an die Massen von Bestellungen, die da am Anfang kamen: “Das war irre irgendwie.

Den Höhepunkt ihres Erfolgs erleben die Versandhauskataloge in den frühen siebziger Jahren.

Danach wandelt sich der Zeitgeist und auch das Einkaufsverhalten der Deutschen.

Insbesondere Neckermann verzettelt sich, hat zu hohe Kosten und wird vom Warenhauskonzern Karstadt übernommen.

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