Vorwürfe gegen Regionalregierung: Triage-Verdacht in Madrid – Top News

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Die große Mehrheit der Coronavirus-Opfer in der Region Madrid waren Bewohner von Seniorenresidenzen – nämlich rund 6000 von insgesamt 8700 Toten.

Mehrere Angehörige haben nun Klage beim Obersten Gerichtshof eingereicht.

Sie richtet sich konkret gegen die konservative Madrider Regionalregierung.

Der Vorwurf: Sie habe Covid-19-Patienten in Heimen sterben lassen.

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In Spaniens Altenheimen sind viele alte Menschen an Covid-19 gestorben.

Nun gibt es schwere Vorwürfe gegen die Region Madrid: Sie soll empfohlen haben, Alte mit schweren Vorerkrankungen nicht im Krankenhaus zu behandeln.

Luis hat seine Mutter in der Coronavirus-Krise verloren.

Die Seniorin war in einem Altenheim in Alcorcón bei Madrid untergebracht.

Als bei ihr Symptome des Coronavirus auftraten, wurde sie nicht in ein Krankenhaus gebracht, erzählt Luis dem Fernsehsender TVE: “Wenn meine Mutter bei mir zu Hause gewesen wäre und ich sie selbst zur Notaufnahme gefahren hätte, hätte man sie im Krankenhaus behandelt.

Aber da sie im Heim war, kam es dazu nicht.

Wir sind davon ausgegangen, dass sie im Heim bestmöglich betreut wird.

Doch das war nicht der Fall.

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In einem Parlamentsausschuss zu dem Fall sprach Reyero von unethischen und möglicherweise illegalen Anordnungen.

Der Chef des Verbandes der Leiter Sozialer Dienste, José Manuel Ramírez, drückte es so aus: “Wir haben viel geweint.

Wir haben alles uns Mögliche getan, um den Menschen zu helfen.

Aber man hat uns im Stich gelassen.

Es fehlte medizinische Unterstützung.

Der Sozialminister verweist auf Protokolle des Gesundheitsministeriums der Region Madrid, die vor kurzem öffentlich wurden.

Darin heißt es, dass demenzkranke oder stark pflegebedürftige Menschen mit Covid-19 nicht im Krankenhaus behandelt werden sollten.

Sozialminister kritisiert eigene Regierung

Gesundheitsminister dementiert

Selbst ein Mitglied der Regionalregierung stellt sich auf die Seite der Kläger.

Sozialminister Alberto Reyero sagt, er habe mindestens vier Mal seine zuständigen Kollegen auf Missstände aufmerksam gemacht.

Diese hätten nicht reagiert.

Außerdem hätten sich mehrere Heimleitungen beschwert, dass ihre erkrankten Bewohner nicht in Kliniken verlegt würden.

In Spaniens Altenheimen sind viele alte Menschen an Covid-19 gestorben.

Nun gibt es schwere Vorwürfe gegen die Region Madrid: Sie soll empfohlen haben, Alte mit schweren Vorerkrankungen nicht im Krankenhaus zu behandeln.

Der Gesundheitsminister der Region Madrid weist die Anschuldigungen zurück.

Er habe kein Protokoll in Kraft gesetzt, das die Verlegung von Covid-19-Patienten von Heimen in Krankenhäuser verhindert hätte, sagt Enrique Ruiz Escudero.

Es seien vielmehr mehrere Protokoll-Entwürfe versehentlich verschickt worden, sagt er: “Das waren Arbeitspapiere mit verschiedenen Meinungen, bevor es eine endgültige Fassung gab, mit denen alle einverstanden waren.

Wir haben keinem Patienten die medizinische Versorgung verwehrt, der nach ärztlicher Meinung ins Krankenhaus hätte gebracht werden müssen.

“Ähnlich äußern sich die Regierungschefs mehrerer spanischer Regionen.

Niemand gesteht Fehler ein.

Doch dass es Versäumnisse bei der medizinischen Versorgung von Senioren gab, legt die offizielle Statistik offen: Spanienweit waren 70 Prozent der Corona-Toten Bewohner von Altenheimen.

“Es war die Hölle.

Weil irgendjemand entschieden hat, dass es nicht genügend Krankenhausbetten für alle gibt”, sagt auch Cinta Pascual, die Präsidentin der Pflege-Verbandes CEAPS.

Vorwürfe gegen Regionalregierung: Triage-Verdacht in Madrid

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