Wahl in der Oberpfalz: wenig Überraschungen, viele Stichwahlen – Top Meldungen

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Die Oberpfalz hat gewählt. In einigen Kommunen ist die Wahl aber noch nicht beendet: Besonders in den größeren Städten müssen die Kandidaten in die Stichwahl, unter anderem in Regensburg.

In der Oberpfalz liegen die Endergebnisse der Kommunalwahl vor. Auffällig ist, dass es zu vielen Stichwahlen kommen wird.

In Regensburg konnte keiner der Kandidaten eine Mehrheit holen. Somit kommt es zur Stichwahl zwischen Astrid Freudenstein von der CSU und Gertrud Maltz-Schwarzfischer von der SPD. Freudenstein kam auf knapp 29,48 Prozent der Stimmen, Maltz-Schwarzfischer wählten 22,15 Prozent. Nicht mehr im Rennen ist der derzeit suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs mit seinem Verein Brücke e.V.. Ihn wählten nur 17,71 Prozent der Regensburger.

In Weiden wurde ein Nachfolger für Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (SPD) gesucht. Jens Meyer von der SPD (42,8 Prozent) tritt gegen Benjamin Zeitler von der CSU (42,1 Prozent) in der Stichwahl an. In Schwandorf muss der bisherige Amtsinhaber, Andreas Feller von der CSU (43,6 Prozent), in die Stichwahl mit Kurt Mieschala von den Unabhängigen Wählern (21,7 Prozent). Und auch in Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf muss Amtsinhaber Thomas Gesche von der CSU (48,1 Prozent) in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt gegen Michael Hitzek von der SPD (41,7 Prozent). In Cham gehen Martin Stoiber von der CSU (36,4 Prozent) und Christian Plötz von den Freien Wählern (36,2 Prozent) in die Stichwahl.

Keine Überraschung dagegen in Amberg: dort ist Michael Cerny von der CSU klar wiedergewählt. Der Kommunalpolitiker hat im ersten Wahlgang mit 56,4 Prozent der Stimmen bekommen. Auf Rang zwei landete der Grünen-Kandidat Hans-Jürgen Bumes, gefolgt von der SPD-Politikerin Birgit Fruth. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,8 Prozent.

Bei den Landratswahlen baut die CSU ihre Dominanz aus – sie holte sechs von sieben Landkreisen in der Oberpfalz: in Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Cham, Amberg-Sulzbach und Neumarkt verteidigen die Amtsinhaber ihre Posten souverän. Und in Tirschenreuth – hier war der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Lippert von den Freien Wählern nicht mehr angetreten – gewann mit Roland Grillmeier auch ein CSU-Politiker mit 55 Prozent. Der einzige nicht schwarze Landkreis bleibt Regensburg: Hier verteidigte Tanja Schweiger von den Freien Wählern ihr Amt mit 68 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Eine echte Besonderheit war die Wahl in Weiding (Lkr. Schwandorf): Hier haben die gut 250 Wahlberechtigten per Urwahl abgestimmt. Das heißt, es gab keinen vorgeschlagenen Bürgermeisterkandidaten. Stattdessen konnten sie einen Namen auf den Stimmzettel schreiben. Manfred Dirscherl von der “Freien Wählergruppe Weiding” ist nun mit 74,7 Prozent alter und neuer ehrenamtlicher Bürgermeister von Weiding.

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