Wallfahrt in Corona-Zeiten: Pilger allein auf weiter Flur? – Top News

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Die Glocken des Würzburger Käppele klingen wie eh und je, sie sind das einzig Beständige.

Hier, wie in vielen fränkischen Wallfahrtsorten.

Das Wallfahrtsjahr 2020 droht wegen des Coronavirus zumindest offiziell auszufallen.

Und das in Zeiten, wo die Menschen über die Jahrhunderte gerade bei Gott und der Kirche Trost suchten.

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Einzelgänger statt Glaubensgemeinschaft, Social Media statt Pilgerweg und Wallfahrtskirchen, die nur spärlich besetzt sein dürfen.

Das ist das Wallfahrtsjahr 2020.

Wo sonst im Mai die Wallleute in Scharen zu den Marienwallfahrtsorten pilgerten herrscht nun eine fast gespenstische Stille.

Hat das Cornavirus nun auch die jahrhundertealte Wallfahrtstradition in Franken zum Erliegen gebracht?

Wo sonst im Mai die Wallfahrer in Scharen zu den Marienwallfahrtsorten gepilgert sind, herrscht nun eine fast gespenstische Stille.

Hat das Coronavirus auch die jahrhundertealte Wallfahrtstradition in Franken zum Erliegen gebracht? Nicht unbedingt.

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“Die Wallfahrten waren schlicht verboten, genauso wie die Gottesdienste”, erklärt Josef Treutlein, der Wallfahrtsseelsorger am Würzburger Käppele, “also hat man sie erst mal abgesagt.

Bis August”.

Was danach kommt, weiß der Himmel.

Doch schon jetzt steht fest: viele große Wallfahrten zum Käppele, nach 14 Heiligen oder zum Kreuzberg, finden heuer nicht statt.

Zumindest nicht in der gewohnten Form.

Wer trotzdem pilgern möchte, muss kreativ sein.

Leere Kirchen und abgesagte Wallfahrten

Wallfahrt 2.

0 – Not macht erfinderisch

Wallfahrts-Impulse via App

Gebete, Kerzen und Maiandachten

Pilgern 2020 – allein auf weiter Flur

Fränkischer Marienweg – neue Pilgerroute durch ganz Franken

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Wo sonst im Mai die Wallfahrer in Scharen zu den Marienwallfahrtsorten gepilgert sind, herrscht nun eine fast gespenstische Stille.

Hat das Coronavirus auch die jahrhundertealte Wallfahrtstradition in Franken zum Erliegen gebracht? Nicht unbedingt.

Mit dem Smartphone in der Tasche und beseelt von innovativen Wallfahrts-Impulsen machte sich Eisenacher Tag für Tag mit seiner Frau Margit auf den Weg.

In Stille, im Gebet oder auch im Gespräch.

Mal zu einem Bildstock oder einfach durch die Natur, soweit es die Ausgangsbeschränkungen eben zuließen.

Und immer in dem Wissen, dass auch die anderen aus ihrer Gruppe gerade den gleichen Gedanken nachgingen.

So sei eine Verbundenheit entstanden, die trotz der Distanz intensiver gewesen sei als sonst, schildert Margit Eisenacher ihre Wallfahrtserfahrung.

Trotzdem: Arthur Eisenacher sieht seine Wallfahrt via WhatsApp eher als Experiment, denn als Masterplan für die Wallfahrt der Zukunft.

Wie Wallfahrt 2020 dennoch funktionieren kann, zeigt Diakon Arthur Eisenacher.

Eigentlich wäre er die vergangenen Tage als Pilgerführer mit einer Gruppe von Ehepaaren auf dem fränkischne Marienweg unterwegs gewesen.

Das Programm stand schon fest, dann kam Corona und Eisenacher plagten erst mal ganz alltägliche Sorgen: Was ist mit den Unterkünften, kann ich die stornieren? Gibt es Alternativen? Kurzerhand entschied sich Eisenacher für ein Experiment.

Wallfahrt 2.

0 sozusagen.

Zwar blieben alle Paare zuhause, aber mehrmals am Tag schickte er als virtueller Pilgerführer einen Impuls via Social Media.

Mal ein Gebet, eine Meditation, ein Bild oder ein Lied.

Die Sehnsucht nach Verbundenheit beobachtet auch Pfarrer Josef Treutlein vom Würzburger Käppele.

Zwar gebe es keine öffiziellen Wallfahrten, trotzdem kämen die Menschen gerade jetzt, im Marienmonat Mai gerne zu den vielen Marienwallfahrtsorten.

Ein stilles Gebet und immer wieder Kerzen, mehr als sonst, würden entzündet.

Seit dieser Woche darf er dort auch wieder Andachten und Wortgottesdienste feiern, zwar nur mit Maske, Abstand und wenigen Teilnehmern.

Aber es ist der erste kleine Schritt zurück in die Normalität.

Nun sei Eigeninitiative gefragt, sagt Pfarrer Treutlein.

Die Kirchen seien geöffnet, die Wallfahrtswege ja bekannt und gut ausgeschildert und das Gotteslob biete ausreichend Texte und Gesänge für eine Wallfahrt allein oder mit der Familie.

Dem “modernen” Pilger kommt das vielleicht sogar entgegen.

Gerade die derzeit angesagteste Pilgerroute, den Jakobsweg, gehen ohnehin viele Menschen alleine oder in kleinen Gemeinschaften.

Ein Modell, das heuer auch auf dem Fränkischen Marienweg öfter praktiziert werden könnte.

Wallfahrt in Corona-Zeiten: Pilger allein auf weiter Flur?

Eines haben die Erfahrungen der letzten Wochen gelehrt: wo ein Wille ist, ist auch ein Pilgerweg.

Und wer weiß, vielleicht nimmt die ein oder andere Pilgergruppe ein hoffentlich baldiges Ende der Corona-Pandemie sogar zum Anlass für eine Dankwallfahrt.

Einige jahrhundertealte Wallfahrtstraditionen gehen schließlich auf Gelübde aus Zeiten schwerer Pandemien und Seuchen zurück.

Die geplante Einweihung dieses neuen gesamtfränkischen Marienwegs im März musste wegen Corona ausfallen.

Die bisher 900 Kilometer lange unterfränkische Route wurde um 1.

100 Kilometer quer durch Mittel- und Oberfranken erweitert.

Der Fränkische Marienweg verbindet nun 90 Wallfahrtsorte in ganz Franken und ist nun der längste Pilger-Wanderweg Deutschlands.

Auch wenn er noch nicht offiziell eingeweiht werden konnte, er ist fertig, gut markiert und so auch schon jetzt für Einzelpilger zugänglich.

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