Warum Künstler immer noch auf die Soforthilfe warten – Top News

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Den Veranstaltern helfen – und damit auch den Musikerinnen und Musikern.

So schnell, wie Fechner sich das wünscht, geht es aber nicht.

Noch sei einiges zu klären, sagt der SPD-Politiker: Wer auf das Geld für sein Ticket wirklich nicht verzichten kann, soll es zurückfordern können.

Weil er oder sie sich dann aber womöglich herumstreiten muss, gibt es nun die Forderung nach einer Schlichtungsstelle.

Bedacht werden muss außerdem noch der auch nicht so unwahrscheinliche Fall, dass ein Veranstalter Pleite geht – die Gutscheine sind dann ja quasi wertlos.

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In dieser oder der nächsten Woche will der Bundestag das Gesetz beschließen.

Am 15.

Mai soll es dann in den Bundesrat, in anderthalb Wochen also.

Erst dann ist die Regelung in Kraft, die Veranstalter retten soll, indem sie ihnen erlaubt, das Geld der Festivalbesucher erstmal zu behalten.

Profitieren werden dann gut 100 freie Künstlerinnen und Künstler, darunter auch die Tänzerin, Choreographin und Performerin Judith Hummel.

Wie alle anderen wird auch sie um die 700 Euro erhalten.

Kein Betrag, der Münchner Vermieter beeindrucken mag – aber eine Geste, die Judith Hummel berührt: “Es ist einfach unglaublich toll, was da entstanden ist, dass da diese Solidarität besteht.

Der Topf, der wird sicherlich den Einzelnen von uns in dieser freien Szene nicht retten.

Aber er ist ein Zeichen dafür, dass da eine Solidarität da ist, und das finde ich das allerwichtigste an dem Topf.

Ich bin einfach um alles, was da kommt, erst einmal dankbar.

“Ja, das wurde am 21.

April beschlossen”, schreibt uns jetzt eine BR-Hörerin, die Stylistin Karin Degener aus München.

Um dann zu wechseln in wütende Großbuchstaben: “ES IST SEITDEM NICHTS PASSIERT! Das Programm gibt es nicht! Würde mich freuen, wenn das auch so kommuniziert werden würde oder noch besser: Hinterfragt!”

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Noch sind die IT-Probleme nicht gelöst, Kulturschaffende warten weiter auf die versprochene Soforthilfe und sind der Verzweiflung nah.

Auch über Gutscheine für abgesagte Veranstaltungen wird weiter debattiert.

Künstlerinnen und Künstler in Not brauchen dringend Hilfe – und bekommen sie auch, vom Bund, vom Freistaat, von Stiftungen und Vereinen.

Was es alles gibt, das fasst zum Beispiel der Deutsche Kulturrat zusammen.

Und auch wir haben immer wieder berichtet – über Existierendes und Geplantes.

Nun aber zeigt sich: Mit einigen angekündigten Programmen zieht es sich, es dauert lang und länger.

Dabei hat Markus Söder verkündet, Bayern helfe seinen Künstlerinnen und Künstlern.

Und er hat auch eine Summe genannt: Etwa 100 Millionen Euro für Kulturschaffende, die keine großen Betriebsausgaben haben, die also bei anderen Hilfsprogrammen durchs Raster fallen.

Also etwa Fotografinnen, Kabarettisten, Zeichner.

Nächstes Hilfsprogramm, nächste Verzögerung: Die Gutschein-Lösung für abgesagte Kulturveranstaltungen, an der die große Koalition seit gewisser Zeit arbeitet.

Worum es geht, hat Johannes Fechner von der SPD vor kurzem im Bundestag erklärt: “Wer wie ich Tickets für die Toten Hosen oder die Ärzte ergattert hat, der könnte nach heutiger Rechtslage den Kaufpreis zurückfordern, und genau deshalb müssen wir dieses Gesetz beschließen, dass nicht der Kaufpreis zurückgefordert werden kann, sondern dass es einen Gutschein gibt, der dann im nächsten Jahr oder schon in diesem Jahr für ein Ersatzkonzert oder eine andere Veranstaltung eingelöst werden kann.

Das ist eine ganz wichtige Maßnahme, dass wir die Liquidität der Veranstalter erhalten.

Long live Rock’n’Roll.

Und die Spendenaktionen von Stiftungen und Vereinen? Auch hier verzögert sich manches – und auch hier mit guten Gründen.

“Ja, die Abwicklung dauert einfach”, schreibt uns das Netzwerk Freie Szene in München.

“Rückmeldungen zu Rückfragen abwarten, Bescheide ausstellen, steuerliche Situation beziehungsweise Abwicklung klären.

” Das Netzwerk hat einige zehntausend Euro eingesammelt, die es nun ausschütten will.

Am liebsten noch in dieser, spätestens aber zu Beginn der nächsten Woche.

Aktuelle Debatten, neue Filme und Ausstellungen, aufregende Musik und Vorführungen.

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In unserem kulturWelt-Podcast sprechen wir täglich über das, was die Welt der Kultur bewegt.

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Computerprobleme noch ungelöst

Und wenn ein Veranstalter Pleite geht?

“Der Topf wird uns nicht retten”

Anruf beim Staatsminister für Wissenschaft und Kunst.

Vor zwei Wochen hat der Freistaat das Hilfsprogramm angekündigt.

Im Normalzustand keine sehr lange Zeit – in der Krise: eine Ewigkeit.

Minister Sibler: “Ich hoffe, dass wir spätestens Mitte nächster Woche soweit sind.

” Bernd Sibler nennt als Grund: Computerprobleme.

Die müssten eben gelöst sein, damit es dann schnell losgehen kann.

Einige zehntausend Künstlerinnen und Künstler müssen so lange weiter warten, mal verzweifelt und mal zuversichtlich – Karin Degener immerhin hat nach Wochen der Flaute jetzt endlich wieder einen Auftrag: Fotos für einen Modeversand.

Noch sind die IT-Probleme nicht gelöst, Kulturschaffende warten weiter auf die versprochene Soforthilfe und sind der Verzweiflung nah.

Auch über Gutscheine für abgesagte Veranstaltungen wird weiter debattiert.

Warum Künstler immer noch auf die Soforthilfe warten

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