Was die Corona-Pause für angehende Ballett-Tänzer bedeutet – Top News

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Die 12-Jährige hat vor einigen Jahren einen der begehrten Plätze an der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater in München bekommen und trainiert seitdem sechs Tage pro Woche.

Sie stand schon auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper und träumt von einer Karriere als Primaballerina.

Vormittags Schule, Nachmittags Ballettunterricht – so sieht ein Tag an der renommierten Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater in München normalerweise aus.

Nicht aber in Corona-Zeiten.

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Trotzdem müssen sich die Tänzerinnen fit halten.

Wenn Isabell Keller sagt, dass sie “zum Ballett geht”, dann meint sie seit acht Wochen damit: Daheim bleiben, Computer anschalten und Videochat öffnen.

Isabells Tag: alleine Schulaufgaben machen, alleine tanzen, dann wieder Schulaufgaben machen.

Ein kleiner Raum zwischen Schlaf- und Wohnzimmer ist ihr Tanzstudio, Anweisungen bekommt sie über den Computerbildschirm.

Tanzen zwischen Schlaf- und Wohnzimmer

Möbel, Gelenke und Knochen sollen gesund bleiben

Spitzentanz mit Küchenstuhl

Abschlussprüfungen sind abgesagt

Seit Corona aber ist alles anders: Die sieben Schülerinnen der Grundstufe dürfen – wie die meisten anderen an der Ballett-Akademie – nur noch Zuhause üben.

Und das Training ist kürzer als sonst.

Vormittags Schule, Nachmittags Ballettunterricht – so sieht ein Tag an der renommierten Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater in München normalerweise aus.

Nicht aber in Corona-Zeiten.

Trotzdem müssen sich die Tänzerinnen fit halten.

Ballettlehrerin Isabelle Severs tanzt alleine im Studio vor, die Mädchen zuhause machen es ihr nach.

Immer wieder muss sie sich Neues einfallen lassen, um sich den erschwerten Bedingungen anzupassen.

Und sie muss beobachten, ob alle gesund sind.

Nur wer keine Schmerzen hat, darf mitmachen.

Mittlerweile bewegt sie sich routiniert im improvisierten Ballettstudio, wackelt kaum beim Spitzentanz, gleitet leicht und professionell über die winzige Trainingsfläche.

Trotzdem reicht ihr das nicht.

Sie hätte gerne mehr Training und schwierigere Übungen.

Was zuhause auch fehlt: Die Ballettstange.

Als Ersatz benutzt Schülerin Isabell Keller deshalb einen Küchenstuhl mit Gewichten daran.

Auf dem Parkettboden hat sie eine schmale Matte ausgebreitet, um sich nicht zu verletzen.

Was die Corona-Pause für angehende Ballett-Tänzer bedeutet

Wann es wieder normal weitergeht, weiß allerdings niemand.

Deshalb hat die Ballett-Akademie die Prüfungen in diesem Jahr abgesagt.

Für Isabell Keller und die anderen Schülerinnen bedeutet das, dass sie mindestens ein halbes Jahr wiederholen müssen.

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