“We call it a Klassiker” – das Basketball-Traum-Team 1993 – Top Meldungen

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Am 4. Juli 1993 ist die Sensation perfekt: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft wird als krasser Außenseiter Europameister. Christian Welp, Michael Koch & Co. und ihr unerwarteter Siegeszug bis zum Titelgewinn bei der Heim-WM.

Trotz Streetball, US-Dream-Team, Michael Jordan und Detlef Schrempf ist Basketball Anfang der 90er-Jahre in Deutschland noch Subkultur. Vor allem die Nationalmannschaft verstrahlt nur wenig Glanz und war für die vorangegangenen zwei Europameisterschaften nicht einmal qualifiziert. Nicht gerade günstige Vorzeichen für eine Europameisterschaft 1993 im eigenen Land. Als die von Svetislav Pesic trainierte DBB-Auswahl dann noch das Auftaktspiel in einer halbleeren Halle mit 103:113 gegen Estland verliert, scheinen alle Skeptiker bestätigt.

Doch dann nimmt die Sensation ihren Lauf: Das deutsche Team kämpft sich gegen alle Widerstände zurück ins Turnier, schafft die Zwischenrunde und startet ab dem Viertelfinale einen unerwarteten Siegeszug. In teils dramatischen Partien werden die Favoriten Spanien und Griechenland ausgeschaltet – und Deutschland steht erstmals in einem EM-Finale. Das sollte aber noch lange nicht alles sein.

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“Wenn wir die Nerven behalten, können wir auch das Finale gewinnen”, sagt Kapitän Hans-Jürgen “Hansi” Gnad vor dem Endspiel gegen Russland und behält Recht. In der ausverkauften Münchner Olympiahalle spielt Kai Nürnberger am 4. Juli 1993 Sekunden vor Schluss bei einem Rückstand von 68:70 den entscheidenden Pass auf Center Chris Welp – und der macht den Außenseiter mit einem Dunking und anschließenden Bonus-Freiwurf mit 71:70 zum neuen Europameister.

Die BR-Sportautoren Andreas Egertz, Christoph Nahr und Jan Wiecken erinnerten 2013, 20 Jahre nach dem großen Triumph, in einer 60-minütigen Dokumentation an diesen größten Erfolg in der Geschichte des deutschen Basketballs.

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“We call it a Klassiker” – das BR-Sport-Archiv

“We call it a Klassiker” – das Basketball-Traum-Team 1993

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