Wie geht es den Putz- und Haushaltshilfen in der Corona-Zeit? – Top News

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Die Agentur “Mary Poppins” vermittelt Putz- und Haushaltshilfen im Großraum Nürnberg.

Seit Mitte März sind die Kundenaufträge um etwa 70 Prozent zurück gegangen, berichtet Geschäftsführerin Heike Lengenfelder.

“Wir vermuten, dass es bei vielen das Thema Finanzen war.

Aber auch das Thema Homeoffice: Wir sind jetzt selbst viel zuhause, kümmern uns selbst um Kinder, Haus und Co.

und warten ab, wie es weitergeht“, sagt Heike Lengenfelder, Inhaberin der privaten Vermittlungsagentur.

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Rund drei Millionen Haushalte in Deutschland haben laut offiziellen Zahlen eine Putzhilfe.

Wie in vielen anderen Branchen hat sich auch hier einiges durch das Coronavirus verändert, sowohl bei der Arbeitsweise als auch finanziell.

Staubsaugen, wischen, Geschirr spülen, Bad putzen: Rund drei Millionen Privat-Haushalte in Deutschland beschäftigen eine Putzfrau.

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Die Reinigungsbranche achtet laut eigenen Aussagen in Corona-Zeiten noch mehr als sonst auf hygienische Standards.

Dzhemma Marandian aus Nürnberg hat vor zwei Jahren den “Haushaltsservice Nürnberg” gegründet.

Sie beschäftigt 15 Haushaltshilfen, die in Privathäusern sauber machen.

Viel Solidarität mit Putzkräften

Putzen mit Mundschutz

Kaum Kundenkontakt

Kurzarbeit auch für Reinigungspersonal

Mehrheit der Putzkräfte arbeitet schwarz

Putzen und Saubermachen in Privathaushalten sei zwar auch während des Corona-Lockdowns erlaubt gewesen, aber viele hätten wohl schlicht Angst vor Ansteckung gehabt, vermutet Heike Lengenfelder.

Auf der anderen Seite hat die Geschäftsführerin viel Solidarität bei denjenigen erlebt, die an ihrer Haushaltshilfe festhielten: “Wir haben erlebt, dass die Leute immer eine gute Lösung gefunden haben.

Nicht: ‘Oh, ich muss Dir jetzt kündigen.

‘ Sondern: ‘Ich will Dich behalten, wir schaffen das'”, erzählt Lengenfelder.

Zum einen, weil die Hilfen auf das Geld angewiesen seien.

Aber auch, weil die Kunden, die Familienhaushalte, dankbar gewesen seien, dass die Leute trotz Corona gekommen sind.

Rund drei Millionen Haushalte in Deutschland haben laut offiziellen Zahlen eine Putzhilfe.

Wie in vielen anderen Branchen hat sich auch hier einiges durch das Coronavirus verändert, sowohl bei der Arbeitsweise als auch finanziell.

Seit Corona arbeiten Marandians Putzfrauen zusätzlich mit Mundschutz.

Gar nicht so einfach, findet Mitarbeiterin Birgit Mayer: “Den Mundschutz beim Putzen zu tragen, ist schon eine große Umstellung.

Man schwitzt drunter, es ist schon unangenehm.

Wenn man sechs Stunden putzt, ist das nicht schön.

“Wir haben auch vor der Pandemie ein hygienisches System gehabt.

In verschiedenen Räumen werden verschiedene Putzlappen verwendet.

Wir haben immer Handschuhe gehabt, wir haben immer Desinfektionsmittel gehabt.

Hände waschen war selbstverständlich”, berichtet Dzhemma Marandian.

Vor der Corona-Krise hat Birgit Mayer 30 Stunden pro Woche als Putzhilfe gearbeitet.

Im Moment sind es nur noch zehn.

Denn auch beim “Haushaltsservice Nürnberg” haben viele Kunden storniert.

Weil Mayer fest angestellt ist, bekommt sie Kurzarbeitergeld.

Zum Leben reicht es aber nur knapp.

Dass ihre Arbeit in Corona-Zeiten mehr wertgeschätzt wird als vorher, findet Birgit Mayer nicht.

Das kann aber auch an den Sicherheitsmaßnahmen ihres Arbeitgebers liegen: Es gibt kaum noch Kontakt.

Kunde und Putzhilfe sollen sich möglichst nicht begegnen.

“Jetzt ist man überwiegend alleine in den Wohnungen.

Entweder hat man Schlüssel.

Oder die gehen, wenn man kommt, auf Arbeit oder einkaufen.

Und wenn sie kommen, geht man wieder.

Es ist schon schön, wenn man auch Unterhaltung hat.

Es fehlt schon”, sagt Birgit Mayer.

Hans Beer von der zuständigen Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt erklärt, warum: “Weil wir nur – in Anführungszeichen – einen Tariflohn von 10,80 Euro in der Gebäudereinigung haben.

Und dann nur 60 Prozent vom netto.

Da ist man schnell nur bei 800 oder 900 oder 1.

000 Euro, die man im Monat hat an Kurzarbeitergeld.

Wie geht es den Putz- und Haushaltshilfen in der Corona-Zeit?

Die Unternehmerin will ihr Angebot erweitern und zum Beispiel einen Einkaufsservice anbieten.

Das werde seit Corona verstärkt nachgefragt, sagt sie.

Marandian hofft, dass sie dann auch die ein oder andere neue Bewerberin einstellen kann.

Die große Mehrheit der Putzhilfen steht aber noch schlechter da.

Schätzungen zufolge finden fast 90 Prozent der Dienstleistungen in Privathaushalten in Schwarzarbeit statt.

Wenn der Auftraggeber kündigt, fallen die Putzhilfen durch alle sozialen Netze.

Dzhemma Marandian vom Haushaltsservice Nürnberg hat seit der Corona-Pandemie viele Bewerbungen von zuvor schwarz arbeitenden Putzfrauen bekommen.

“Die sind ohne Arbeit geblieben.

Die bekommen von der Arbeitsagentur auch keine Erstattung.

Natürlich sind die in einer ganz schwierigen Situation.

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