Wie sich Corona auf den Altkleidermarkt auswirkt – Top News

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Vollgestopft oder gleich abgesperrt: Seit Beginn der Coronakrise ist in vielen Altkleidercontainern kein Platz mehr.

Dass viele ihre Kleiderschränke ausgemistet haben, ist allerdings nur ein Grund dafür.

Seit etwa zwei Monaten gibt es für das Team von Tiberius Donea mehr zu tun als sonst.

Er und seine Kollegen leeren die Altkleidercontainer des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Würzburg.

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Mit Beginn der Corona-Ausgangsbeschränkungen haben viele Personen ihre Haushalte entrümpelt.

Das Ergebnis macht sich an den Altkleidercontainern bemerkbar.

Viele von ihnen sind randvoll, einige sogar mit Bändern abgesperrt.

💡 Was passiert mit meinen Kleidern, wenn ich sie in den Container werfe?Je nach Organisation und Dienstleister gibt es unterschiedliche Konzepte bei Altkleidersammlungen.

Viele Organisationen arbeiten mit Textilverwerten zusammen.

Diese leeren die Container, sortieren und verkaufen tragbare Kleidungsstücke weiter.

Laut Dachverband “FairWertung” eignen sich durchschnittlich nur etwa 50 bis 55 Prozent der Textilien für den Secondhand-Gebrauch.

Die andere Hälfte wird zu Putzlappen oder Rohstoffen verarbeitet – oder sie muss als Müll entsorgt werden.

Mit Erlösen aus der Altkleiderverwertung finanzieren die Organisationen zum Beispiel soziale Tätigkeiten.

In der Regel sind an den Sammelbehältern Logos und Kontaktdaten angebracht.

Vorsicht ist bei unbeschrifteten Containern geboten: Oft sind diese nicht angemeldet, so der BDKJ Würzburg.

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Altkleider-Absatzmärkte brechen weg

Dienstleister können Kleidung nicht weiterliefern

Bei vollen Containern besser zu Hause lagern

“Wir haben Stellplätze gehabt, da haben wir den Container nicht mehr gesehen, weil ein Berg Klamotten davor war”, sagt Donea.

Durch die Corona-Lockerungen hat sich die Situation nun leicht beruhigt.

Doch die Betreiber stehen noch immer vor Schwierigkeiten.

Denn durch die Pandemie sind den Textilverwertern Absatzmärkte weggebrochen.

Etwa 60 Prozent der Kleidung aus den Containern des BDKJ Würzburg geht wieder in den Verkauf, zum Beispiel in Second Hand-Läden, heißt es von den Betreibern.

Doch wegen der geschlossenen Grenzen seien Lieferungen, etwa nach Süd- und Osteuropa, nicht wie gewohnt möglich.

Vollgestopft oder gleich abgesperrt: Seit Beginn der Coronakrise ist in vielen Altkleidercontainern kein Platz mehr.

Dass viele ihre Kleiderschränke ausgemistet haben, ist allerdings nur ein Grund dafür.

Die überfüllten Altkleidercontainer betreffen jedoch längst nicht alle Orte und Organisationen.

Vergleichsweise entspannt sei die Situation etwa bei den Maltesern Unterfranken.

Deren Dienstleister verfügt noch über ausreichend Lagerkapazitäten, sagt eine Sprecherin.

Viele Organisationen, die Altkleider sammeln, arbeiten mit Dienstleistern zusammen.

Im Falle des BDKJ Würzburg: die Firma Striebel Textil mit Sitz in Langenenslingen in Baden-Württemberg.

Bei dem Textilverwerter sind die Lagerkapazitäten aktuell zu einem großen Teil ausgereizt, heißt es vom Unternehmen.

Die Firma hätte nun sogar ein zweites Lager angemietet.

Auch die schwächelnde Automobilindustrie macht sich bei Striebel bemerkbar: Etwa ein Drittel der gesammelten Altkleider wird zu Dämmstoffen weiterverarbeitet.

Auch dieser Markt läuft auf Sparflamme.

Bis sich die Lage auf dem gesamten Alttextilmarkt auf Vor-Krisen-Niveau erholt hat, könnte es dennoch dauern – “bis zu fünf Jahre”, schätzt Christina Lömmer vom BDKJ Würzburg.

Im Falle von vollen Containern rät sie dazu, die Kleiderbeutel vorerst in den eigenen vier Wänden zu lagern: “Auf keinen Fall neben den Container stellen.

” Denn nasse und dreckige Kleidung sei für die Verwertung nicht mehr brauchbar.

Wie sich Corona auf den Altkleidermarkt auswirkt

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