Würzburger Mozartfest startet im “Corona-Modus” – Top News

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Ursprünglich waren 75 Konzerte an fast 30 Spielorten geplant.

Die Corona-Pandemie hat diese Planungen dann zunichte gemacht.

Aber statt das Festival komplett abzusagen, haben die Organisatoren in den vergangenen Wochen ein neues Programm ausgearbeitet, das an die gegenwärtige Lage angepasst ist.

Eine Kammermusik-Nacht im Kaisersaal der Würzburger Residenz ohne Publikum – so beginnt heute das auf die Corona-Krise angepasste Mozartfest.

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Der BR überträgt die fünfstündige Veranstaltung im Web per Video-Livestream von 19 bis 24 Uhr.

Im Kaisersaal präsentieren zum Auftakt des Würzburger Mozartfestes Kammermusik-Ensembles die eigens für das Mozartfest erarbeiteten Programme – ohne Publikum.

Aus Frankreich wird der Pianist Kit Armstrong mit einem Klavier-Rezital zugeschaltet.

Der BR überträgt die fünfstündige Veranstaltung.

!

Mit Blick auf das Festivalmotto “Widerstand.

Wachsen.

Weitergehen.

” sagte Intendantin Evelyn Meining dem BR: “Ursprünglich war dieses Motto auf Parallelen zwischen Mozart und Beethoven gemünzt, künstlerische Grenzen herauszufordern.

Angesichts der gegenwärtigen Krise ist uns das Motto des Weitergehens zu einem Appell geworden.

Wir müssen weitergehen – und gerade die Musik ist dazu geeignet, den Menschen aus dem Corona-Frust herauszuhelfen.

Programm an Corona-Lage angepasst

Mit Musik aus dem Corona-Frust

Festival-Team: 40 Veranstaltungen “aus dem Boden gestampft”

“MozartLabor” stellt Wert von Musik auf den Prüfstand

Mehr als 50 Besucher in Rotationshalle?

Vom 13.

bis 16.

Juni findet das “MozartLabor” im Exerzitienhaus Himmelspforten statt.

Das “MozartLabor” versammelt Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops.

Hier komme der Wert von Musik auf den Prüfstand sowie “die Frage nach der gesellschaftlichen Bedeutung von Kunst und Kultur”, so die Veranstalter.

Gerade in Krisenzeiten seien diese Themen essentiell.

Am 20.

Juni stehen dann “Balkon-Konzerte” auf dem Alternativprogramm.

Christoph Eß, Solo-Hornist der Bamberger Symphoniker, wird mit seiner Formation “german hornsound” an exponierten Orten in Würzburg kurze Konzerte spielen – auf Stadtbalkonen oder von Türmen hoch über den Straßen und Gassen.

Wo und wann genau diese Kurzkonzerte stattfinden, könne man nicht ankündigen, so Evelyn Meining.

Es soll vermieden werden, “dass sich an den Konzertorten allzu große Menschenansammlungen zusammenfinden”.

Deshalb sollten diese Konzerte “einen positiven Überraschungseffekt” auf die Würzburger Passanten ausüben.

Eine Kammermusik-Nacht im Kaisersaal der Würzburger Residenz ohne Publikum – so beginnt heute das auf die Corona-Krise angepasste Mozartfest.

Der BR überträgt die fünfstündige Veranstaltung im Web per Video-Livestream von 19 bis 24 Uhr.

In den vergangenen vier Wochen habe das Festival-Team deshalb ein Alternativprogramm mit immerhin gut 40 Veranstaltungen “aus dem Boden gestampft, das der Krise trotzt”, so Meining.

Für die Konzerte mit Publikum können seit dem 3.

Juni Karten telefonisch bestellt werden.

“Das ist sehr gut angelaufen, so wie wir es erwartet hatten”, sagt Pressesprecherin Claudia Haevernick.

Vor allem Stammkunden hätten sich gemeldet und Karten bestellt.

“Die haben teilweise ganz ungläubig angerufen und nachgefragt, ob das jeweilige Konzert tatsächlich mit Publikum stattfindet.

” Haevernick selbst ist gespannt, wie die Stimmung bei den Konzerten trotz Masken und Abstandsregelung sein wird.

Drei Radio-Konzerte werden im Hörfunkprogramm von BR Klassik übertragen.

Vom 11.

bis 14.

Juni und vom 19.

bis 21.

Juni wird die mobile Musikbühne “Der Blaue Eumel” unterwegs sein.

Der Musik-Lkw soll kleine und kurze Live-Konzerte in Innenhöfe und an Plätze der Region bringen.

Für das Mozartfest-Finale vom 24.

bis 27.

Juni plant das Mozartfest, vier Live-Konzerte mit Publikum durchzuführen – in der Rotationshalle des Vogel Convention Centers sowie in der Blauen Halle der va-Q-tec AG.

Dafür bemühe sich das Mozartfest derzeit beim Ordnungsamt der Stadt Würzburg um Ausnahmegenehmigungen, um mehr als die ab 15.

Juni zugestandenen 50 Zuhörer für Innenraumkonzerte in die riesige Rotationshalle lassen zu können.

“Diese Verordnung der Staatsregierung ist für uns enttäuschend gering und sehr pauschal gewählt”, so Evelyn Meining: “Was sagt denn eine Zahl 50? Wenn ich eine so große Halle habe, wie wir, dann müsste man doch differenzieren und die Menschen auch bei einer höheren Kapazität schützen können.

Würzburger Mozartfest startet im “Corona-Modus”

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