YouTuber Rezo kritisiert Boulevard-Medien – Top News

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Rezos Video heißt “Die Zerstörung der Presse”.

Wie schon in seinem insgesamt 17 Millionen Mal abgerufenen Video “Die Zerstörung der Union” macht der 27-jährige Rezo am Anfang klar, dass es ihm nicht darum geht zu “zerstören”.

Er möchte “Missstände herausarbeiten, um diese zu lösen”.

Warum er sich für qualifiziert hält, bleibt offen.

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Nach 56 Minuten zieht Rezo sein Fazit: Es gebe “große Missstände bei etablierten deutschen Medien- und Zeitungshäusern”, Grund dafür seien unsauberes Arbeiten, kampagnenhafte Berichterstattung und Methoden, wie sie auch von Verschwörungsideologen angewendet würden.

Doch der Reihe nach.

Der YouTuber Rezo teilt in einem neuen Video aus: gegen die Klatschpresse und gegen Verschwörungsideologen – andere Medien kommen besser weg.

Es ist eine Abrechnung mit Teilen der Medienwelt.

In einem neuen Video von YouTuber Rezo versucht sich der 27-jährige an einer Medienkritik.

Im Visier hat er dabei vor allem die Klatschpresse und Verschwörungsideologien.

Rezo kritisiert im ersten Teil seines Videos sogenannte Verschwörungsideologen.

Laut Rezo erkenne die Mehrheit der Öffentlichkeit, dass es sich bei Verschwörungserzählungen um “Bullshit” handle, also um Unsinn.

Dennoch, so Rezo, seien nicht alle Menschen so “privilegiert, um direkt zu erkennen was Bullshit” sei, um Schlussfolgerungen zu hinterfragen” oder Quellen zu checken.

Rezo zu Verschwörungsideologen

Rezo über Methoden des Boulevard

Kritik: Medien und menschliche Schicksale

Rezo über Rezo – Falschbehauptung über Youtuber?

“Abrechnung” mit wenig neuen Erkenntnissen

Bei YouTuberinnen und YouTubern steht der Begriff “Zerstörung” für eine kritische und hart geführte Abrechnung.

Bei Rezo sind es im aktuellen Fall sowohl Verschwörungsideologen als auch Medienhäuser, die kritisiert werden.

Die Verbindung von Verschwörungsideologen und Teilen der Presse sieht Rezo in den Mechanismen, wie beide Gruppen Realität abbilden.

Verschwörungsideologen verdrehten häufig Fakten, würden sich selektiv bei diversen Quellen bedienen, um ihre Erzählung zu untermauern.

Eine Methode, die der YouTuber auch bei verschiedenen Medienhäusern ausgemacht haben will.

Der YouTuber Rezo teilt in einem neuen Video aus: gegen die Klatschpresse und gegen Verschwörungsideologen – andere Medien kommen besser weg.

Entsprechend ist Rezos Video, wie der ARD-Medienexperte Daniel Bouhs bei rbb24 schreibt, als “ein Stück Medienkompetenz” zu verstehen, da er auffordere, Behauptungen von Verschwörungstheoretikern nachzugehen.

Wenn man das mache, so Rezo, zeige sich: Hinter den angeblichen Verschwörungen steckten in der Regel “klare Feinde, die Dir irgendwas wegnehmen” wollten.

Rezo betont auch, dass diese simplen Erzählungen gefährlich werden können, denn Verschwörungstheorien seien kein harmloses Hobby: “Beim Terroranschlag von Hanau wurden zehn Menschen von einem Rechtsextremisten getötet, der seine Tat selbst genau mit solchem Verschwörungs-Shit begründet hat.

Die Parallelen zu Verschwörungsideologen sieht Rezo in der “Wissenschaftsfeindlichkeit” dieser Berichterstattung und darin, “eine Kampagne gegen eine Person zu fahren”.

So verweist Rezo auf die Berichterstattung der Bild-Zeitung über den Berliner Virologen Christian Drosten.

Die Zeitung kritisierte in der vergangenen Woche eine Studie des Virologen heftig.

Das Vorgehen des Blattes sorgte für viel Kritik.

Rezo spricht von Desinformationen, die die Bild-Zeitung über die Studie verbreite, und dass dieses Vorgehen der Bild “nichts Neues” sei.

Den Umgang der größten deutschen Boulevard-Zeitung mit dem Virologen Drosten nimmt Rezo zum Anlass, um über Persönlichkeitsrechte und Opferschutz zu sprechen.

Er führt zahlreiche Beispiele an, in denen diverse Medien rücksichtslos über menschliche Schicksale berichtet haben – über minderjährige Vermisste oder über Opfer von Gewalttaten.

Rezo kritisiert, wenn Bilder unverpixelt veröffentlicht und Namen genannt werden.

Dieses Phänomen ist gerade bei der BILD-Zeitung geläufig.

In regelmäßigen Abständen wird sie dafür auch vom Presserat gerügt.

Er vermutet, dass “Journalisten einfach Klicks und Cash auf Kosten von Opfern und Angehörigen” generieren wollen.

In den Anlagen zu seinem Video zählt er zahlreiche Beispiele auf.

YouTuber Rezo kritisiert Boulevard-Medien

Ebenfalls kritisiert Rezo die sogenannte Yellow-Press (auf Deutsch in etwa Klatsch-Presse), vor allem Publikationen des Bauer-Verlages.

Die Bauer Media Group veröffentlicht rund 600 Zeitschriften und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von zwei Milliarden Euro.

Nach etwas mehr als der Hälfte des Videos analysiert Rezo sich selbst: Rezo über Rezo sozusagen.

Anhand von 1.

700 Medienberichten über seine Person versucht der Youtuber nachzuzeichnen, welche Medien Falschbehauptungen über ihn verbreitet haben.

Das Ergebnis: Auch etablierte und seriöse Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Berliner Zeitung, die Süddeutsche Zeitung oder Die Zeit gehören dazu.

Dabei vergisst der Youtuber zu erwähnen, dass die erwähnten Print-Medienhäuser, vor allem wegen der Gratis-Mentalität vieler Nutzer, immer mehr auf Klicks angewiesen sind.

Die öffentlich-rechtlichen Medien erwähnt Rezo mehrfach positiv.

Rezos Kritik bezieht sich vor allem auf Geschichten über Prominente oder Mitglieder von Königshäusern über angebliche Krankheiten, auf erfundene Interviews und gefakte Fotos.

Rezo spricht davon, dass Bauer mit diesen “Desinformations-Geschäftsmodellen Milliarden angehäuft” habe.

Ganz am Ende, nach 59 Minuten “Abrechnung”, richtet Rezo noch einen Appell an Journalistinnen und Journalisten seriöser Medienhäuser: Man solle transparenter arbeiten und sich vom Boulevard distanzieren, wenn dieser Falsches oder Erfundenes berichte.

So wird Rezos “Zerstörung” zur Stärkung seriöser Medien.

Dieser Teil ist relativ umfangreich, der Erkenntnisgewinn überschaubar.

Einige Beobachter finden diesen Teil deshalb am wenigsten relevant.

Die offene Kritik am Axel-Springer Verlag, der die Zeitungen Bild und Welt herausgibt, ist ebenfalls nicht neu.

Rezo geht es, wie er am Anfang des Videos sagt, nicht darum, etwas oder jemanden zu zerstören, er möchte aufmerksam machen.

Er macht das in einem für seine Zielgruppe typischen Tonfall und mit entsprechender Wortwahl: mit vielen umgangssprachlichen Ausdrücken und englischen Begriffen.

Und so leistet Rezo seinen Teil zum Ausbau der Medienkompetenz – größernteils innerhalb seiner Zielgruppe.

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