Zentralrat der Juden fordert Absetzung der Ruhrtriennale-Chefin – Top News

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“Ich habe keinerlei Verständnis für die Einladung von Achille Mbembe als Eröffnungsreferent der Ruhrtriennale – auch wenn die Veranstaltung wegen Corona mittlerweile abgesagt ist”, sagte Schuster in einem Zeitungsinterview.

Und forderte als Konsequenz die Absetzung von Kulturmanagerin Stefanie Carp als Intendantin.

Die Ruhrtriennale findet in der Corona-Krise nicht planmäßig statt.

Trotzdem: Die Wahl des Ehrengastes erzürnt den Spitzenvertreter des Zentralrats der Juden, Schuster.

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Er fordert die sofortige Absetzung der Intendantin des Festivals: Stefanie Carp.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Würzburger Josef Schuster, hat mit Empörung reagiert auf die Wahl des diesjährigen Ehrengastes des internationalen Kulturfestivals Ruhrtriennale.

Josef Schuster wirft Mbembe wiederkehrende Relativierung des Holocausts vor.

Außerdem stelle der Historiker den Umgang Israels mit den Palästinensern als “schlimmer als die Schoah” dar und habe Israels Politik mehrfach mit dem Apartheidsregime in Südafrika verglichen.

Der Vorwurf: Mbembe betreibe Holocaust-Relativierung

Ruhrtriennale bekommt im Herbst neue Chefin

Kritik auch vom Antisemitismusbeauftragten Felix Klein

Mbembe weist Kritik zurück und betont: keine “BDS”-Mitgliedschaft

Der aus Kamerun stammende und in Südafrika lehrende Achille Mbembe gilt als einer der bedeutendsten Denker Afrikas.

Er hätte am 14.

August die Eröffnungsrede bei der Ruhrtriennale 2020 halten sollen.

Die Ruhrtriennale findet in der Corona-Krise nicht planmäßig statt.

Trotzdem: Die Wahl des Ehrengastes erzürnt den Spitzenvertreter des Zentralrats der Juden, Schuster.

Er fordert die sofortige Absetzung der Intendantin des Festivals: Stefanie Carp.

Carp leitet die Ruhrtriennale seit 2018 zusammen mit dem Schweizer Regisseur Christoph Marthaler.

Schon im vergangenen Sommer hatte der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH beschlossen, dass ihr ab November 2020 die langjährige Intendantin des Schauspielhauses Zürich, Barbara Frey, nachfolgt.

“Ich frage mich, was sich die Intendantin bei seiner Einladung gedacht hat”, sagte Schuster über Stefanie Carp, die bereits vor zwei Jahren für die Einladung der schottischen Band “Young Fathers” zur Ruhrtriennale heftig kritisiert worden war.

Die Musiker unterstützen die umstrittene israelkritische politische Kampagne “BDS” (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen).

Auch die parteilose NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hatte Intendantin Stefanie Carp in der Sache zu einer Klärung aufgefordert.

Trotz der “Enttäuschung über die wegen der Corona-Pandemie leider unvermeidliche Absage der diesjährigen Ruhrtriennale”, sei eine “Versachlichung der Diskussion” dringend notwendig, sagte die Ministerin.

Gerade vor dem Hintergrund des Streits um die indirekte Unterstützung der “BDS”-Kampagne 2018 dürfe die Intendantin nicht untätig bleiben.

Vor Schuster hatte auch Felix Klein, der Beauftragte der Bundesregierung zur Bekämpfung von Antisemitismus, die Wahl des Ehrengastes kritisiert.

Von Carp gab es zunächst keine Stellungnahme.

Ehrengast Mbembe aber setzt sich gegen die Kritik zur Wehr.

Er beteuerte in einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur: “Der Antisemitismus ist ein schreckliches Verbrechen.

” Er empfinde es als unerträglich, sich gegenüber “absurden Anschuldigungen” rechtfertigen zu müssen wie einer Banalisierung des Holocaust oder einer Gleichsetzung des Massenmords an den Juden mit der Apartheid in Südafrika.

Zentralrat der Juden fordert Absetzung der Ruhrtriennale-Chefin

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